Simone Burel

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Simone Burel (* 1986) ist eine deutsche Sprachwissenschaftlerin, Autorin, Unternehmerin und Beirätin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2005 bis 2011 studierte Burel Germanistik, Anglistik und Pädagogik an den Universitäten Mannheim und Heidelberg und an der Queen Mary Universität London, was von der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Baden-Württemberg-Stiftung gefördert wurde. 2015 wurde sie als Stipendiatin der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit an der Universität Heidelberg mit ihrer Dissertation „Identitätspositionierungen der DAX-30-Unternehmen - Die sprachliche Konstruktion von Selbstbildern“ über die Sprache der DAX-30-Unternehmen[1] (Prädikat: „summa cum laude“) zur Dr. phil. in Germanistischer Linguistik promoviert. Die Dissertation wurde für den Opus-Primum-Förderpreis der Volkswagen-Stiftung für die beste Nachwuchspublikation 2015 nominiert und mit dem Nachwuchspreis der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL) „Berufliche Kommunikation“ im Jahr 2017[2] ausgezeichnet.

Nach ihrer Promotion 2015 forschte Simone Burel mit dem mit 10.000 Euro dotierten Post-Doc-Stipendium Field of Focus 3 „Cultural Dynamics in Globalised Worlds“ der Universität Heidelberg zum Thema „Theorie-Praxis-Transfer mittels linguistischer Unternehmenskommunikation“, woraus sie die erste linguistische Unternehmensberatung in Deutschland als wissenschaftliches Spin-Off gründete (damals unter dem Namen LU-Kommunikation – heute: LUB GmbH – Linguistische Unternehmensberatung). Von 2016 bis 2018 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg zu Gender- und Internetlinguistik. Sie erhielt dabei eine Nominierung für den Hengstberger-Preis zur Ausrichtung eines Symposiums zu Fake News. 2017 wurde sie aufgrund der hohen Praxisrelevanz ihrer Forschungen unter die Top-Ten-Nachwuchswissenschaftler*innen vom Karriereportal academics gewählt. Von 2013 bis 2018 war sie darüber hinaus als Gastdozentin an verschiedenen Universitäten tätig.

Seit 2015 ist Simone Burel Geschäftsführerin und seit 2019 geschäftsführende Gesellschafterin der LUB GmbH – Linguistische Unternehmensberatung[3], die sich auf KI-gestützte Beratungsansätze in den Bereichen HR & Gender, CSR & Nachhaltigkeit sowie Mensch-Maschinen-Kommunikation spezialisiert hat. Simone Burel gewann mit LUB 2018 den mit 10.000 € dotierten Wirtschaftsförderpreis der Stadt Mannheim „MEXI“ (Mannheimer Existenzgründungspreis).[4]

2019 wurde sie für den Female Founders Award der amerikanischen Außenhandelskammer (AmCham) nominiert.[5]

2020 wurde Simone Burel in den Wirtschaftsbeirat von bw-i (Baden-Württemberg International GmbH) berufen, dem Kompetenzzentrum des Landes Baden-Württemberg zur Internationalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft.

Daneben ist sie als Mentorin an den Universitäten Mainz und Konstanz tätig und Autorin verschiedener Publikationen zum Thema Sprache und Kommunikation in der Wirtschaft sowie Springer-Fachbuchautorin.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simone Burel war bis 2019 Mitglied im Wirtschaftsrat Deutschland. Sie ist Mitglied der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL), des Forschungsnetzwerks „Sprache und Wissen“ der Spitzenfrauen Baden-Württemberg und der Digital Media Women, des Netzwerks Erfolgsfaktor Familie-Unternehmensnetzwerk und des Governance-Netzwerks für Aufsichtsrätinnen der DHBW Mannheim.

Auszeichnungen/Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2019: Nominierung für den Female Founders Award; AmCham

2018: Mannheimer Wirtschaftsförderpreis (MEXI) (EUR 10.000)[6]

2017: academics-Top-10-Wissenschaftlerin des Jahres 2017

2017: Preis Berufliche Kommunikation; Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL)

2017: Nominierung für den Hengstberger-Preis zur Ausrichtung eines Symposiums zu Fake News; Hengstberger-Stiftung

Ausgewählte Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burel, Simone (i. V.): Female Leadership. Frauen in Führung in der digitalen Arbeitswelt 4.0. Wiesbaden: Springer-Gabler.
  • Burel, Simone (2019): Corporate Social Responsibility in der Versicherungswirtschaft. In: Wallstreet Online.
  • Burel, Simone (2018): Sprache denkt female. Das gesammelte Wissen aus dem Seminar „Womanomics“ und der Praxis Dr. fem. Fatale (E-Book).
  • Burel, Simone (2018): Der ehrbare Kaufmann. Ideal einer neuen, alten Arbeitsethik? In: Wallstreet Online.
  • Burel, Simone (2017): Überlegungen zur Einführung einer Kommunikationsstrategie beim Unternehmen Habona Invest GmbH, in: Dräger, Marcel / Kuhnhenn, Martha: Sprache in Rede, Gespräch und Kommunikation. Linguistisches Wissen in der Kommunikationsberatung. Frankfurt / Main: Peter Lang Edition.
  • Burel, Simone (2017): Das du-Dilemma in Unternehmen – zwischen Start-Up und Biedermann, in: Wallstreet Online.
  • Burel, Simone (2016): Angewandte Unternehmenskommunikation aus linguistischer Perspektive in Forschung, Praxis und Lehre, in: Kastens, Inga Ellen / Busch, Albert (Hg.): Handbuch Wirtschaftskommunikation. Interdisziplinäre Zugänge zur Unternehmenskommunikation. Tübingen: A. Francke.
  • Burel, Simone (2016): Zwischen Vertrauen, Transparenz und Sicherheit. Auf der Suche nach dem Banken-Wording, in: Reinmuth, Marcus / Kastens Inga Ellen / Vosskamp, Patrick: Kommunikation für Banken und Versicherer – Krisen bewältigen, Vertrauen schaffen. Stuttgart: Schaeffer-Poeschel.
  • Burel, Simone (2015): Identitätspositionierungen der DAX-30-Unternehmen. Die sprachliche Konstruktion von Selbstbildern. Berlin: De Gruyter.
  • Burel, Simone (2015): Corporate Identity, in: Hundt, Markus / Biadala, Dorota (Hg.): Handbuch Sprache in der Wirtschaft. Berlin: De Gruyter.
  • Burel, Simone (2015): Sprachliche Konstituierung von Identität in Unternehmen am Beispiel der textuellen Selbstdarstellung von BASF, in: Bungarten, Theo (Hg.): Von Fukushima zum Tanz der Banker. Die (un-)sichtbare Hand in der Globalisierungskommunikation. Ausgewählte Beiträge des III. Internationalen Hamburger Kongresses zur Wirtschaftskommunikation /IHCW 2011. Berlin: Logos.
  • Burel, Simone (2013): Politische Lieder der 68er. Eine linguistische Analyse kommunikativer Texte. Mannheim: Institut für deutsche Sprache.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Simone Burel: Identitätspositionierungen der DAX-30-Unternehmen, Die sprachliche Konstruktion von Selbstbildern. De Gruyter, Berlin, Boston 2015, ISBN 978-3-11-043935-9 (degruyter.com [abgerufen am 10. Februar 2020]).
  2. Gewinner Nachwuchspreis „Berufliche Kommunikation“ 2017 – Gesellschaft für Angewandte Linguistik e.V. Abgerufen am 10. Februar 2020 (deutsch).
  3. Startseite. Abgerufen am 10. Februar 2020 (deutsch).
  4. PreisträgerInnen Mannheimer Existenzgründungspreis 2019 | Mannheim.de. Abgerufen am 10. Februar 2020.
  5. #FemaleFoundersMonitor Instagram posts (photos and videos) - Picuki.com. Abgerufen am 10. Februar 2020 (englisch).
  6. Nachhaltigkeitsberatung Mannheim: Dr. Simone Burel erhält Auszeichnung. In: Kostenlose Pressemitteilungen zu Wirtschaft und Finanzen. 3. September 2018, abgerufen am 23. März 2020.