Sina (China)

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Sina ist ein immer wieder benutzter Name für China.

Geschichtlich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sina ist das historische Wort für China, z. B. in der lateinischen und altgriechischen Sprache. Um 1700 war Sina auch in Deutschland der gebräuchliche Name für China.

  • Chin oder Sina (Chinesisch 支那), alte chinesische Form des Sanskrit-Namens Cina (चीन)
  • Shina oder Sina (Japanisch 支那), altes japanisches Wort für China.
  • Sinae, Lateinischer Name für China

Dieser Name Sina wird auch als Begründung gewählt, dass die unklare Ortsangabe „Sinim“ in Jesaja 49,12 besonders gerne als China gedeutet wird.

Ursprünge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Entstehung des Namens Sina gibt es verschiedene Theorien.

Während die Chinesen ihr eigenes Land Zhongguo nennen, wird es in der übrigen Welt beinahe überall als China oder Sina bezeichnet. Das Wort China gibt es im Chinesischen selbst nicht.

Das Wort China leitet sich wahrscheinlich von dem alten chinesischen Wort Qin ab, dem Namen des chinesischen Fürstentums, aus dem die Qin-Dynastie (221–207 v. Chr.) hervorging. Unter den Qin-Fürsten wurde China 221 v. Chr. geeint und zu einem Kaiserreich.

Seit dieser Zeit ist der Name Qin vermutlich auf Umwegen entlang der Seidenstraße bis Europa gelangt. Der Buchstabe „Q“, der in der Pinyin-Umschrift benutzt wird, wird im chinesischen übrigens ungefähr wie „tch“ ausgesprochen, mit einem weichen „ch“ und einem harten „t“-Anlaut.

In sprachlichen Begriffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Apfelsine: Der Apfel aus China, auf niederländisch Sinaasappel.
  • „Das Land der Sinim“ in Jesaja 49,12 wird unter anderem als das Land der Chinesen gedeutet.
  • Sinologie, ein Fachgebiet der Sprach- und Kulturwissenschaften

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]