Sina (Vorname)

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Sina ist sowohl ein weiblicher als auch ein männlicher Vorname. Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre erfreute er sich in Deutschland besonderer Beliebtheit, nachdem Nastassja Kinski in der vielbeachteten Tatort-Episode Reifezeugnis von 1977 in der Rolle der Sina Wolf auftrat.

Im Persischen existiert Sina als männlicher Vorname.

Herkunft und Bedeutung des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Sina ist als Kurzform anderer Namen entstanden, die sich dann verselbständigt hat.

Im Friesischen bedeutet er: Kraft. Im Nordischen: Sieg und Jung. Im Hebräischen: Rose. Im Arabischen: die Schöne/Schönheit.

Sina gehört zu den Vornamen, die eine ganze Reihe von möglichen Ursprüngen aufzeigen:[1]

  • Deutscher bzw. italienischer Ursprung: Kurzform von Namen, die auf „-sina“ oder „-sine“ enden (Gesina/Gesine, Rosina/Rosine, Josina, Klasina, Teresina, Ursina (Ursula), Thomasina).
  • Hebräischer Ursprung: Vorname mit der Bedeutung „Glanz, Zier“.
  • Englischer Ursprung: Sina bzw. Sinah können als Varianten der gälischen Form von Johanna (Sinéad, engl. Sheena) entstanden sein.
  • Russischer Ursprung: Kurzform des Namens „Sinaida“ (Russisch).
  • Persischer Ursprung: Männlicher Vorname (Betonung auf der zweiten Silbe), der an Ibn Sina (lat. Avicenna), einen der bedeutendsten persischen Ärzte, Physiker, Philosophen und Wissenschaftler des Mittelalters erinnert.
  • Griechischer Ursprung: Herkunft von Zeus (griechischer Gott), Tochter des Gottes

„Sina“ ist außerdem die alte Bezeichnung für China[2]

Bekannte Namensträger/Namensträgerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnliche Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinan (männlich), Sinja (weiblich), Rosina(weiblich)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden - Lexikon der Vornamen. 5., völlig neu bearbeitete Auflage von Rosa und Volker Kohlheim. Bibliographisches Institut / Brockhaus, Mannheim 2007, ISBN 978-3-411-04945-5 / ISBN 3-411-04945-6
  2. Boris Paraschkewow: Wörter und Namen gleicher Herkunft und Struktur. Lexikon etymologischer Dubletten im Deutschen. De Gruyter, Berlin / New York, NY 2004, ISBN 3-11-017469-3 und ISBN 3-11-017470-7. S. 56 f.