Avicenna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Miniatur des Avicenna

Abū Alī al-Husain ibn Abd Allāh ibn Sīnā (arabisch أبو علي الحسين بن عبد الله ابن سينا, DMG Abū ʿAlī al-Ḥusain bin ʿAbd Allāh ibn Sīnā; * kurz vor 980[1] in Afschana (persisch افشانه, DMG Afšāna, usbekisch Afshona) bei Buchara in Chorasan; † Juni 1037 in Hamadan) – kurz Ibn Sina und latinisiert Avicenna – war ein persischer Arzt, Physiker, Philosoph, Dichter, sunnitisch-hanafitisch ausgebildeter Jurist, Mathematiker, Astronom, Alchemist und Musiktheoretiker sowie Politiker. Er zählt zu den berühmtesten Persönlichkeiten seiner Zeit, galt bis weit ins 16. Jahrhundert als medizinisch-philosophische Autorität und hat insbesondere die Geschichte und Entwicklung der Medizin maßgeblich mitgeprägt. Einige seiner philosophischen Ausarbeitungen wurden von späteren Mystikern des Sufismus rezipiert.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Avicennas Kindheit und Jugend erfahren wir vor allem etwas aus den Angaben in seiner von seinem Schüler Abu Ubaid Abd al-Wahid al-Dschuzdschani verfassten Biographie, deren erster Teil angeblich von Avicenna selbst stammt,[2] wobei es unklar ist, wann er seinem ihn 25 Jahre begleitenden Schüler seine Vita diktiert haben könnte.[3] Avicennas Vater war ein aus der chorasanischen Stadt Balch stammender ismailitischer Steuereintreiber, der sich im Dorf Afschāna bei Buchara im persischen Samanidenreich niederließ, dort ein hohe Verwaltungsposition im Staatsdienst innehatte[4] und Abū Alīs Mutter Setāra heiratete. Abū Alī und danach[5] sein Bruder wurden in Afschāna geboren, anschließend zog die Familie in die Hauptstadt Buchara.

Da seine Muttersprache Persisch war, lernte er zuerst Arabisch, die damalige Verkehrssprache. Danach wurden ihm zwei Lehrer zugewiesen, die ihm den Koran und Literatur näher bringen sollten. Bereits im Alter von zehn Jahren beherrschte er den Koran und hatte viele Werke der schönen[6] Literatur studiert und sich dadurch die Bewunderung seiner Umgebung erworben. Von einem gelehrten Gemüsehändler lernte er indisches Rechnen. In die Rechtswissenschaften wurde Avicenna von dem „der Asket“ genannten hanafitischen Juristen Ismail eingeführt. Danach erhielt er in die Logik einführenden Unterricht von dem Wander-Philosophen Abū ’Abdallāh an-Nātilī, der unter anderem eine Bearbeitung der Arzneimittelsammlung De Materia medica von Pedanios Dioskurides publiziert hatte. Bei an-Nātilī befasste sich Avicenna mit den Werken Eisagoge (eine Einleitung zu den Schriften des Aristoteles über Logik) von Porphyrios, Elemente von Euklid und Almagest von dem Astronomen Ptolemaios. Nachdem an-Nātilī nach Gurgandsch (heute Kunja Urgentsch), der nordwestlich von Buchara gelegenen Hauptstadt von Choresm, abgereist war, vertiefte Avicenna die folgenden Jahre autodidaktisch seine Studien in Jurisprudenz (Scharia), Philosophie sowie Logik und setzt sein Studium der Werke von Euklid und des Almagest fort. Er wandte sich im Alter von 17 Jahren intensiver der Medizin zu und studierte sowohl ihre Theorie als auch ihre Praxis. Zudem erhielt er Unterricht von al-Qumri (Abū Mansūr al-Hasan ibn Nūh al-Qamarī[7]), dem Leibarzt des Samaniden al-Mansur ibn Nuh. Mit etwa 18 Jahren soll er einen Samanidenstatthalter erfolgreich von einer schweren Erkrankung kuriert haben.[8] Er beschrieb die Heilkunst als „nicht schwierig“. Avicenna vertiefte sich auch weiterhin in metaphysische Probleme, besonders in die Werke des Aristoteles, wobei ihm erst Schriften von Abu Nasr al-Farabi (Über die Intentionen des Buches der Metaphysik, wohl preisgünstig durch Avicenna erworben, und/oder Das Buch der Buchstaben, eine ausführlichere Schrift) zum Verständnis der Metaphysik verhalfen.[9]

Bei Unklarheiten auf dem Gebiet der Logik (etwa bei der Suche nach dem Mittelbegriff beim Syllogismus) soll er in der Moschee gebetet und um Eingebung gebeten haben, bei Müdigkeit oder Schwäche während seines Studium half im angeblich ein (nach den Regeln der hanafitischen Schule erlaubter) Becher Wein.[10]

Die Wanderjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da er sich bereits einen Ruf als Gelehrter und Heilkundiger erarbeitet hatte, nahm ihn der in Buchara regierende samanidische Emir Nuh ibn Mansur (976–997), der Vater von Abd al-Malik II., nach einer Konsultierung Avicennas, der sich an der Behandlung des Emir beteiligte, als Arzt in seine Dienste auf und übertrug ihm auch Verwaltungstätigkeiten.[11] Ihm wurde zudem erlaubt, die königliche Bibliothek mit ihren seltenen und einzigartigen Büchern, von denen er die der wichtigsten (griechischen) Autoritäten bis zu seinem 18. Lebensjahr gelesen hatte, zu nutzen. Im Alter von 21 Jahren verfasste er sein erstes eigenes Buch, genannt Die Sammlung, welches er auf Anregung bzw. im Auftrag des in seiner Nachbarschaft wohnenden Abu l-Hasan al-’Arudi schrieb und das alle Wissenschaften außer der Mathematik enthalten soll. Ebenfalls auf Wunsch eines Nachbarn, der Avicenna in hanafitischen Recht unterrichtete, Abu Bakr al-Baraqi, sollen das beinahe 20bändige Buch des Ertrags und Gewinns und das Buch der Rechtschaffenheit und der Sünde entstanden sein.[12]

Avicennas Vater starb 1002. Zu dieser Zeit wurde Avicenna in Buchara auch in Regierungsgeschäfte eingebunden.[13] Wahrscheinlich hatte er Buchara bereits verlassen als die Stadt 999 an die türkischen Karachaniden fiel und sein Dienstherr (der Emir Abd al-Malik II.) in Gefangenschaft geraten war. Es wird vermutet, dass Avicenna sich für einige Zeit dem letzten Samanidenprinzen (Ismāʿīl ibn Nūḥ al-Muntaṣir angeschlossen hatte. Er begab sich 1005, nach der Ermordung des Prinzen durch Angehörige eines Araberstammes, somit nach Aussterben der samanidischen Dynastie und nachdem er seine Anstellung verloren hatte, über Nischapur und Merv in Chorasan nach Gurgandsch (auch Gurgentsch) im mit den Samaniden befreundeten Choresm, wo er wie schon in Gurgandsch die Tracht eines Rechtsgelehrten trug, was ihn als Anwärter einer theologisch-juristischen Laufbahn auswies. Über das reiche Oasengebiet südlich des Aralsees herrschte damals (von 997 bis 1009) der Emir ʿAlī ibn Maʾmūn als Schah (siehe auch Choresm-Schahs). In seiner Biographie hebt Avicenna hervor, dass am dortigen Hof der gebildete Wesir Abu l-Husain as-Suhaili ein Liebhaber der Wissenschaften gewesen sei. Eine Audienz beim Herrscher bewirkte keine Anstellung Avicennas am Hof. Avicenna, der das Wohlwollen von as-Suhaili hatte (1013 von ʿAlī ibn Maʾmūns Nachfolger ʿMaʾmūn ibn Maʾmūn abgesetzt), verfasste für diesen in Gurgandsch drei kleinere Abhandlungen zur Logik (in Gedichtform), Diätetik und, den Stillstand der Erde in der Mitte des Kosmos betreffend, Astronomie.[14] Avicenna diente dann ʿAlī ibn Maʾmūn in Kath, bis er etwa 1012 aus Choresm floh, vielleicht um nicht in den Dienst des Sultans Mahmud von Ghazna, den Sohn des Sebüktigin, treten zu müssen. Bei seiner Flucht durch die Wüste Karakum soll Avicenna laut dem Geschichtenerzähler Nizamī-i Arūzī-i Samarqandī in Begleitung des christlichen Arztes Abū Sahl ʿĪsā ibn Yahyā al-Masihi al-Dschurdschānī gewesen sein.[15] Nach erneuter Wanderung durch verschiedene Städte Chorasans (Nisā, Abiward, Tūs und Samanqān) kam er über Ğāğarm (Dschādscharm, Jajarm)[16] noch 1013 nach Gorgan (arabisch Ǧurǧān) am Südrand des Kaspischen Meers.

Angezogen hatte ihn der Ruhm des dortigen Herrschers Qabus ibn Voschmgir (oder Qābūs ibn Wušmagīr)[17] (reg. 977/978–981 und 997–1012), der als Förderer von Literatur und Wissenschaft galt und bei dem sich auch al-Biruni aufgehalten hatte.[18] Der Fürst aus der Dynastie der Ziyariden war jedoch kurz vor Avicennas Ankunft von Aufständischen im Winter 1012/1013 in einer Festung festgesetzt, wo er zu Tode kam. In Gorgan hielt Avicenna Vorlesungen in Logik und Astronomie, schrieb einen Teil des Qānūn und traf nach einem Aufenthalt in Dihistan in Gorgan auf seinen Freund und Schüler al-Dschuzdschani. In Gorgan wohnte er in einem ihm von einem privaten Gönner gekauften Haus. Diesem widmete er er das Buch des Ausgangs und der Heimkehr und das Buch der gesamten astronomischen Beobachtungen.[19] Wahrscheinlich 1014 bewarb er sich mit einem in Gorgan ausgestellten Empfehlungsschreiben am Hof von Rey um eine Stellung.[20]

Von 1014–1015 hielt sich Avicenna als Arzt[21] in Rey auf und stand im Dienst des noch minderjährigen Herrschers aus der schiitischen Buyiden-Dynastie, Madsch ad-Daula (997–1029), und dessen regierender verwitweter Mutter.[22] Dort behandelte er den kleinen, an „Melancholie“ leidenden Fürsten. Avicenna gründete als – wie er sich selbst[23] bezeichnete – mutaṭabbib (im 11. Jahrhundert soviel wie „praktizierender Arzt“)[24] eine medizinische Praxis und verfasste 30 kurze Werke. Als Rey von ad-Daulas Bruder, Schams ad-Daula (regierte 997–1021), 1015 belagert wurde, sah sich Avicenna gezwungen, Rey zu verlassen und er ging über Qazwin nach Hamadan.[25] Dort behandelte er eine reiche Frau, wurde Leibarzt und medizinischer Berater des nun als Emir von Hamadan herrschenden Schams ad-Daula, dessen Kolik er vierzig Tage behandelte, wonach er zum Dank zum nadīm (ein mit „Zechgenosse“ übersetzbares Amt) ernannt wurde. Avicenna stieg, nachdem er den Herrscher auf einem unzufriedenstellend verlaufenem Kriegszug begleitet hatte und die Regierung daraufhin umgebildet wurde, schließlich sogar zu dessen Wesir auf. Eine Meuterei von Soldaten führte zu seiner Absetzung und Verhaftung, wobei Schams ad-Daula eine geforderte Hinrichtung Avicennas verweigerte.[26] Doch als der Emir wieder einmal an einer Kolik litt, soll Avicenna zur Behandlung herangezogen und nach erfolgreicher Heilung freigelassen und wieder in sein altes Amt eingesetzt worden sein.

Sein Leben in jener Zeit war anstrengend: Tagsüber war er mit Diensten für den Emir beschäftigt, während er einen großen Teil der Nächte mit Vorlesungen und dem Diktieren von Notizen für seine Bücher verbrachte. Studenten sammelten sich in seinem Haus, um von al-Dschuzdschani aus Avicennas Hauptwerken, dem Kitāb al-Schifā und dem Qanun, vorgetragene Ausschnitte und die anschließenden Erläuterungen des Meisters zu hören. Daran schloss sich dann ein Symposion an, ein Weingelage bei dem auch Sänger erschienen.[27]

Avicenna in Isfahan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Tod Schams ad-Daulas (1021) nach einem wegen Erkrankung des Emirs abgebrochenen Kriegszug[28] bot Avicenna dem Dynastiegründer und seit etwa 1008 regierenden Kakuyiden-Emir ʿAlā ad-Daula Muḥammad von Isfahan seine Dienste in einem Brief an, während er eine im angebotene Stellung am Hamadaner Hof abgelehnt hatte.[29] Damit geriet er in den Verdacht des Hochverrats und wurde vom neuen Herrscher Hamadans in der nahen Burg Fardajan eingekerkert. Als ʿAlā ad-Daula vier Monate später gegen Hamadan marschierte (1023), kam Avicenna frei und zog zusammen mit seinem Freund al-Dschuzdschani, seinem Bruder und zwei Sklaven nach Isfahan, wo ihn ʿAlā ad-Daula Muhammad 1024 am Kakuyidenhof willkommen hieß. Er wurde Leibarzt im Dienst des Kakuyiden, den er auch in wissenschaftlichen und literarischen Fragen beriet. Ihm widmete er eine Zusammenfassung der Philosophie in persischer Sprache namens Dāneschnāme-ye ‘Alā’ī („Das Buch des Wissens für ʿAlā ad-Daula“). Außerdem begleitete er ihn auf Kriegszügen. In Isfahan schuf oder vollendete er seinen Kanon.[30] Freunde rieten ihm, sich zu schonen und ein gemäßigtes, weniger unstetes Leben zu führen, aber das entsprach nicht Avicennas Charakter: „Ich habe lieber ein kurzes Leben in Fülle als ein karges langes Leben“ antwortete er. Während der Teilnahme an einem Feldzug erkrankte Avicenna 1034 an einer langwierig werdenden Darmerkrankung. Erschöpft starb der unverheiratete und kinderlose[31] Avicenna im Juni 1037 an den Folgen seines Darmleidens im Alter von 57 Jahren entweder an der Ruhr oder an Darmkrebs. Angeblich wurde sein Ende durch die übermäßige Gabe eines Medikaments durch einen Schüler beschleunigt. Er wurde in Hamadan in einem kleinem Grabmal beigesetzt, das 1877 erstmals renoviert wurde und wo seit 1951 ein neu errichtetes und 1953 fertiggestelltes Mausoleum steht.[32][33]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwerpunkte des literarischen Schaffens Avicennas bilden Texte zu Philosophie und Medizin.[34] Es wird behauptet, dass Avicenna 21 Haupt- und 24 Nebenwerke in Philosophie, Medizin, Theologie, Geometrie, Astronomie und anderen Gebieten vollendet hat. Andere Autoren schreiben Avicenna 99 Bücher zu: 16 über Medizin, 68 über Theologie und Metaphysik, 11 über Astronomie und 4 über das Drama. Die meisten von ihnen wurden in arabischer Sprache verfasst; aber auch in seiner Muttersprache Persisch schrieb er eine große Auswahl philosophischer Lehren, genannt Dāneschnāme-ye ‘Alā’ī, und eine kurze Abhandlung über den Puls.

Die unterschiedlichen Angaben dazu hängen zusammen mit der kurz nach Avicennas Tod einsetzenden Überlieferung von Texten unter seinem Namen, die sein Werk zwar im Kern enthalten, aber von Autoren unterschiedlicher Herkunft stammen. Die ursprüngliche Werkeliste in seiner Biografie enthielt etwa 40 Titel, deren Zahl sich mit der Entwicklung des unter seinem Namen tradierten Textkorpus auf über 200 erhöhte.[35]

Eine die Grammatik des Arabischen behandelnde Schrift mit dem Titel Die Sprache der Araber blieb ein Entwurf.[36]

Etwa 100 Jahre nach Avicennas Tod fanden seine Schriften über lateinische Übersetzungen Eingang in die abendländische Rezeption. Nachweislich zum medizinischen Unterricht eingesetzt wurde Avicenna in Europa ab dem 14. Jahrhundert, nachdem Papst Clemens V. die Universität von Montpellier angewiesen hatte, unter anderem Schriften von Galen und Avicenna zu verwenden. Die ersten gedruckten Übersetzungen entstanden um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert.[37]

Medizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanon der Medizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Seite einer Abschrift des Kanons von 1597/98

Der Kanon der Medizin, arabisch Qānūn at-Tibb (arabisch القانون في الطب, DMG al-Qānūn fī ’ṭ-ṭibb) ist eines der berühmtesten von Avicennas Werken, woraus auch sein Beiname al-Qānūni herrührt. Das von Schipperges als eine „Summa medicinae“ bezeichnete und eine Zusammenfassung und Systematisierung des damaligen medizinischen Wissensstandes darstellende[38] Werk ist in fünf Bücher unterteilt:

  1. Allgemeine Prinzipien (Theorie der Medizin)
  2. Alphabetisch geordnete Arzneimittellehre (Arzneimittel und ihre Wirkungsweise)
  3. Krankheiten, die nur spezielle Organe betreffen (Pathologie und Therapie)
  4. Krankheiten, die sich im ganzen Körper ausbreiten (Chirurgie und Allgemeinkrankheiten)
  5. Zubereitung von Heilmitteln (Antidotarium)

Jedes Buch (persisch kitāb) ist in Fen genannte Abschnitte (funūn) weiter untergliedert und jeder fen besteht aus Unterweisungen (ta’līm, lateinisch doctrinae). Jede dieser Doktrinen gliedert sich in Summen (ğumal, lateinisch summae) und diese bestehen aus Kapiteln (fuṣūl, Einzahl: fasl)[39]

Im Buch über die allgemeinen Prinzipien der Medizin stellt Avicenna, dessen Morphologie und Physiologie vor allem auf Galenos beruhen, fest, dass diese den Säfteverhältnissen und dem Kräftepotential des Organismus unterworfen sind, was als physiologische Grundlage für die Entstehung und Symptome von Krankheiten zu verstehen ist.[40]

Im die Medizin systematisch zusammenfassenden Qānūn wird beispielsweise beschrieben, dass Tuberkulose ansteckend ist und dass Krankheiten von Wasser und Erde übertragen werden können. Er gibt eine wissenschaftliche Diagnose von Ankylostomiasis (Hakenwurmbefall) und beschreibt die Bedingungen des Auftretens von Eingeweidewürmern. Der Qānūn behandelt die Wichtigkeit diätetischer[41] Maßnahmen, den Einfluss des Klimas und der Umwelt auf die Gesundheit und den chirurgischen Gebrauch von peroral zugeführten Anästhetika. Avicenna rät Chirurgen, Krebs in seinen frühesten Stadien zu behandeln und sicherzustellen, dass alles kranke Gewebe entfernt worden ist. Erstmals wird von ihm die Harnfistel, wie sie bei Verletzungen der Harnblase durch die Geburt auftreten kann beschrieben.[42] Des Weiteren wird die Anatomie des Auges richtig beschrieben, und es werden verschiedene Augenkrankheiten (wie Katarakt) beschrieben. Außerdem werden Symptome ansteckender und sexuell übertragbarer Krankheiten genannt sowie auch diejenigen von Diabetes mellitus. Bei einem lebensbedrohlichen Verschluss der Atemwege empfiehlt Avicenna den Luftröhrenschnitt. Das Herz wird als Pumpe aufgefasst. Auch die chirurgische Behandlung von Mastdarmfisteln, die Repositione ausgerenkter Gelenke und die geburtshilfliche Kindsentwicklung bei abnormen Geburtslagen werden von Avicenna beschrieben.

Die Materia Medica („Medizinisches Material“) des Qānūn enthält 760 Medikamente mit Angaben zu deren Anwendung und Wirksamkeit. Avicenna war der erste, der Regeln aufstellte, wie ein neues Medikament zu prüfen sei, bevor es Patienten verabreicht wird.

Avicenna bemerkte die enge Beziehung zwischen Gefühlen und dem körperlichen Zustand, befasste sich im Sinne der griechischen Humoralpathologie mit der positiven physischen und psychischen Wirkung der Musik auf Patienten und stellte auch Beziehungen der menschlichen Temperamente zu den unterschiedlichen modalen Tonsystemen und tradierten Melodien her,[43] die sich heute noch in den Dastgahha der persischen und Maqamat der arabischen Musik finden.[44] Zu den vielen psychischen Störungen, die er im Qānūn beschreibt, gehört auch die Liebeskrankheit. Wie es heißt, habe Avicenna die Krankheit des Prinzen von Gorgan diagnostiziert, der bettlägerig war und dessen Leiden die örtlichen Ärzte verwirrte. Avicenna bemerkte ein Flattern im Puls des Prinzen, als er die Adresse und den Namen seiner Geliebten erwähnte. Der große Arzt hatte ein einfaches Heilmittel: Der Kranke sollte mit seiner Geliebten vereint werden.

Vor 1180 entstand, verfasst von Guido von Arezzo dem Jüngeren, ein Liber mitis[45] genannter Purgiertraktat, der die medizinische Avicenna-Rezeption einleitete.[46][47] Ebenfalls im 12. Jahrhundert (vor 1187) wurde der Kanon von Gerhard von Cremona in Toledo ins Lateinische übersetzt. Das Werk, von dem 1470 im gesamten Abendland 15–30 lateinische Ausgaben existierten, galt bis ins 17. Jahrhundert als wichtiges Lehrbuch der Medizin. 1493 erschien es in Neapel in einer hebräischen Fassung, 1593 wurde es als eines der ersten persischen Werke in Rom in arabischer Sprache gedruckt. 1650 wurde der Kanon zum letzten Mal an den Universitäten von Löwen und Montpellier benutzt.

An der Universität Wien musste Pius Nikolaus von Garelli (Dr. med. et phil. der Universität Bologna) zur Aufnahme in die medizinische Fakultät noch am 18. Februar 1696 eine feierliche „Repetition“ über einen Abschnitt des Canon des Avicenna mit anschließender Argumentation der Gründe abhalten, die für oder wider die darin enthaltenen Thesen sprechen.[48]

Liber Primus Naturalium: Natürliche Ursachen von Krankheiten und Missbildungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Avicenna beschäftigte sich in seinem Werk Liber Primus Naturalium mit der Frage, ob Ereignisse wie Krankheiten oder Missbildungen Zufallsereignisse sind und ob sie natürliche Ursachen haben.[49] Er analysierte dies am Beispiel Polydaktylie. Seine Erkenntnis war: Wenn ein Ereignis selten ist, hat es unabhängig davon eine natürliche Ursache, auch wenn eine solche unnatürlich erscheint. Krankheiten oder Missbildungen[50] werden von Avicenna am Beispiel Polydaktylie unter neuem Vorzeichen gesehen: Sie sind keine übernatürlichen und keine zufälligen Phänomene. Die Erkenntnis, dass solche Phänomene natürlich sind, ist ein fundamentaler Schritt in Richtung einer konsequent naturalistischen Betrachtung medizinischer Phänomene.[51]

Weitere medizinische Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Kanon und dem Liber Primus Naturalium gibt es noch 14 weitere medizinische Werke Avicennas, von denen acht in Versen geschrieben sind. Sie enthalten unter anderem die 25 Zeichen der Erkennung von Krankheiten, hygienische Regeln, nachgewiesene Arzneien, anatomische Notizen. Unter seinen Prosa-Werken fand die Abhandlung über Herzmedikamente De medicinis cordialibus besondere Beachtung.

In einem Lehrgedicht gibt er die Empfehlung zur Mäßigung: „Hüte dich davor, immerzu betrunken zu sein. Und wenn es sich so ergibt, dann einmal im Monat“.[52] Das für Studenten der Medizin zum leichteren Erlernen von Theorie und Praxis konzipierte Lehrgedicht über die Heilkunde (Urğūza fi’ṭ-ṭibb) besteht aus 1326 Versen und behandelt die mit dem Messer, mit Medikamenten und diätetischen Maßnahmen durchzuführende ärztliche Praxis.[53]

Dem im Jahr 1034 Isfahan plündernden Sultan Masud von Ghazna hatte Avicenna in den 1030er Jahren einen Traktat zur sexuellen Potenz gewidmet.[54]

Naturwissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Avicenna beschäftigte sich auch mit Naturwissenschaften. Den Neigungen oder Anweisungen von ʿAlā ad-Daula Muhammad (seines Gönners in Isfahan ab 1024) folgend schrieb er über Ergebnisse seiner Beobachtung der Gestirne und fügte diesen antike astronomische Tabellen hinzu.[55] In der Astronomie arbeitete er seinem Schüler al-Dschuzdschani zufolge an Ptolemäus’ Sternenmodell und vermutete, dass die Venus der Erde näher stehe als die Sonne. Die Astrologie seiner Zeit kritisierte er, unter anderem weil ihre Brauchbarkeit nicht empirisch nachweisbar und sie mit der islamischen Theologie unvereinbar sei. Avicenna zitierte einige Passagen aus dem Koran, um dieses Urteil religiös zu untermauern.

Für die Tochter von Qabus (s. o.) soll er eine neue Methode der Längengradbestimmung entwickelt haben.[56]

Er beschrieb die Wasserdampfdestillation zur Erzeugung von Ölen bzw. öligen Auszügen. Andererseits stand er der damaligen Chemie, der Alchemie, relativ skeptisch gegenüber und glaubte nicht an einen Stein der Weisen. Alchemistisch erzeugtes Gold war, wie er in seinem Kitab al-Schifa schrieb,[57] nur eine Imitation und er bestritt die Gleichheit natürlicher und künstlicher Stoffe. Sie war in den frühen Übersetzungen oft der Meteorologica von Aristoteles beigefügt, da die Herausgeber sie für aristotelisch hielten, und übte einen beträchtlichen Einfluss auf die alchemistische Literatur aus als Gegenpol, gegenüber dem man sich rechtfertigte. Einige der ihm später zugeschriebenen alchemistischen Schriften sind spätere Unterschiebungen (wie De anima in arte alkemia), beeinflussten aber z. B. Roger Bacon.

In der Geologie gab er zwei Ursachen für die Entstehung von Bergen an: „Entweder entstehen sie durch das Aufbäumen von Erdschichten, wie es bei schweren Erdbeben geschieht, oder sie sind die Folge von Wasser, das neue Wege suchte und Täler herausgewaschen hat, wo weichere Gesteinsschichten zu finden sind … Dies muss jedoch eine große Zeit in Anspruch nehmen, in der die Berge selbst geringer werden könnten.“

Auch in der Physik war Avicenna vielfältig tätig; so verwendete er Thermometer, um die Temperatur bei seinen Experimenten zu messen, und stellte eine Theorie über Bewegung auf. Darin befasste er sich mit der Kraft und der Bahnneigung eines Geschosses und zeigte, dass ein Geschoss sich in einem Vakuum ewig fortbewegt. In der Optik argumentierte er, dass die Lichtgeschwindigkeit endlich sei, und gab eine Beschreibung des Regenbogens.

Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Avicenna beschäftigte sich ausgiebig mit philosophischen Fragen, sowohl mit Metaphysik als auch mit Logik und Ethik. Bereits in Buchara verfasste er in Folge seiner Beschäftigung mit Aristoteles erste philosophische Schriften.[58] Seine Kommentare zu Werken des Aristoteles enthielten konstruktive Kritik an dessen Auffassungen und schufen Voraussetzungen für eine neue Aristoteles-Diskussion. Avicennas philosophische Lehren werden sowohl von westlichen als auch von muslimischen Forschern als weiterhin aktuell eingeschätzt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Avicenna, Handschrift von 1271

Avicenna schrieb seine frühesten Arbeiten in Buchara unter dem Einfluss von al-Farabi. Das erste, ein Kompendium über die Seele (arabisch مقالة فى النفس, DMG Maqāla fī'n-nafs), ist eine kurze Abhandlung, die er den samanidischen Herrschern widmete und in der er sich mit neuplatonischem Gedankengut beschäftigte. Das zweite ist die Philosophie für den Prosodisten (arabisch الحكمة العروضية, DMG al-Ḥikma al-‘arūḍiyya), in der er sich mit der Metaphysik des Aristoteles auseinandersetzt.

Nach seinem Aufbruch aus Buchara verfasste Avicenna weitere philosophische Werke, darunter das sein philosophisches Hauptwerk darstellende, während seiner Wanderjahre (beginnend als Wesir unter Schams ad Daula[59]) entstandene Buch der Heilung[60] (arabisch كتاب الشفاء, DMG Kitāb aš-šifā’), eine 18bändige wissenschaftliche Enzyklopädie. Es handelt sich dabei hauptsächlich um „die Heilung der Seele von Irrtum“[61] und zeigt auch Wege zur Genesung von den „Krankheiten des Zweifels und der Verzweiflung“ auf (Das von Avicennas Schüler al-Dschuzdschani mit einem Vorwort versehene Werk wurde auch als Buch der Genesung bezeichnet, enthält aber noch keine medizinischen Artikel).[62] Das Kitāb aš-šifā behandelt überdies Arithmetik, Astronomie, Geometrie, Logik, Musik, Naturwissenschaften (Physik, Botanik), Philosophie und Psychologie. Es wurde sowohl von hellenistischen Denkern wie Aristoteles und Claudius Ptolemäus als auch von arabischsprachigen muslimischen Geistes- und Naturwissenschaftlern wie al-Farabi und al-Biruni beeinflusst. Das Werk, insbesondere die Metaphysik Avicennas, stieß allerdings nicht überall in der islamischen Welt auf ungeteilte Zustimmung und es wurde, wie der Philosoph Ernst Bloch schreibt, immer wieder auch als ketzerisch verfolgt: „Avicennas philosophische Enzyklopädie wurde 1150 auf Befehl des Kalifen von Bagdad verbrannt; auch später wurde jedes erreichbare Exemplar vernichtet, vom Urtext gibt es nur Bruchstücke“.[63] Im 12. Jahrhundert entstand an der Übersetzerschule von Toledo auch eine lateinische (Teil-)Übersetzung des Werkes (Assepha bzw. Sufficientia[64] oder Liber sufficientiae)[65] durch Abraham ibn Daud und Dominicus Gundisalvi.[66] Im Jahr 1215 wurde das Lesen des metaphysischen Teils des Buches durch einen Erlass des Robert von Courson in Paris verboten.[67]

Das Buch der Heilung besteht aus vier größeren Traktaten, von denen der erste sich mit der Logik (gegliedert in acht Teile mit eimer Einleitung folgenden logischen, dialektischen, rhetorischen und poetologischen Ausführungen) beschäftigt, der zweite vor allem mit Physik und anderen Naturwissenschaften, der dritte mit Mathematik (Geometrie, Astronomie, Arithmetik und Musik) und der vierte Traktat mit der Metaphysik.[68]

Avicennas zweites Werk war das von ihm in persischer Sprache verfasste Buch des Wissens für ‘Alā’ ad-Daula (persisch دانشنامهٔ علائى, DMG Dānešnāme-ye ‘Alā’ī, mit vollem Namen auch Ala ad-Daula Abu Dschafar Muhammad ibn Rustam Duschmanziyar), in dem er seinem kakuyidischen Gönner in Isfahan eine Zusammenfassung seiner Philosophie auf der Grundlage des Buchs der Heilung bietet. Ein Teil dieser Arbeit erschien 1490 in Pavia.

Avicenna verfasste außerdem das Buch der Ratschläge und Erinnerungen (arabisch كتاب الاشارات و التنبيهات, DMG Kitāb al-išārāt wa't-tanbīhāt), ein Werk, das sein Denken über eine Vielzahl von logischen und metaphysischen Themen vorstellt.

Ein weiteres Werk, ein in Isfahan verfasster ausführlicher Kommentar zu Aristoteles, ist Das Urteil bzw. Buch des ausgewogenen Urteils (arabisch کتاب الانصاف, DMG Kitāb al-inṣāf), das sich von den anderen Arbeiten durch seine Radikalität und seine Vermischung von aristotelischem Gedankengut und Neuplatonismus unterscheidet. Somit löste sich Avicenna damit von den antiken Autoritäten und stellte den Ansichten Aristoteles‘ seine eigenen Überlegungen gegenüber. Das 1034 durch den Sultan Masud von Ghazna bei der Plünderung Isfahans (und des Quartiers von Avicenna) erbeutete Buch und im 12. Jahrhundert in der Palastbibliothek von Ghazna einem Brand zum Opfer gefallene Buch ist nur fragmentarisch in einer Parallelüberlieferung erhalten. Bei den erhaltenen Teilen handelt es sich um einen Abschnitt zu Buch Lambda der aristotelischen Metaphysik sowie um einen Kommentar zur auch im Buch des ausgewogenen Urteils kommentierten Theologia Aristotelis Plotins.[69]

Sein letztes Werk ist Die östliche Philosophie (arabisch الحكمة المشرقية, DMG al-Ḥikma al-mašriqiyya), genannt auch Die Östlichen, das er in den späten 1020ern schrieb und im inhaltlichen Aufbau an das Buch der Heilung angelehnt ist. Es enthielt einen Überblick über die Logik, ein Abhandlung über dei Metaphysik und Ausführungen zur Physik und zur Ethik. Das Werk ist weitgehend verloren, erhalten ist dessen Einleitung und fragmentarisch der Abschnitt über die Logik.[70]

Metaphysik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühe islamische Philosophie, die sich noch eng am Koran orientierte, unterschied klarer als Aristoteles zwischen Wesen und Existenz. Avicenna entwickelte eine umfassende metaphysische Weltbeschreibung, indem er neuplatonisches Gedankengut mit aristotelischen Lehren verband. Das Verhältnis von Stoff und Form verstand er so, dass im Stoff (materia) die Möglichkeiten der Formen (essentiae) bereits enthalten sind. Gott sei notwendig an sich, alles andere Sein notwendig durch anderes. «Gott ist das einzige Sein, bei dem Essenz (Wesen) und Existenz (Dasein) nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich ist.» Alles andere Sein sei bedingt notwendig und lasse sich in Ewiges und Vergängliches unterteilen. Gott schuf durch seine geistige Tätigkeit die Welt. Der Intellekt des Menschen habe die Aufgabe, den Menschen zu erleuchten. In der Frage der Ideen oder Allgemeinbegriffe vertrat Avicenna auf Platon aufbauend die These, dass diese ante rem (also vor der Erschaffung der Welt) bereits im Verstand Gottes sind, in re effektiv in der Natur zu finden sind und post rem auch in der menschlichen Erkenntnis. Mit dieser Unterscheidung zwischen ante rem, in re und post rem wurde Avicenna für den abendländischen Universalienstreit von großer Bedeutung. Avicenna bestritt Gottes Interesse an Einzelereignissen sowie eine Erschaffung der Welt in der Zeit. In Berufung auf den Koran lehnte er auch die Idee einer vorgeburtlichen Existenz der menschlichen Seele ab, führte aber mit philosophischen Argumenten die Unsterblichkeit der menschlichen Seele ein.[71] Diese Auslegung wurde bereits zu Lebzeiten von seinen orthodoxen Gegnern kritisiert, weil sich nach dieser Auffassung eine unendliche Menge menschlicher Seelen ansammeln müsse.[72]

Drei lateinische Fassungen der Metaphysik wurden 1493, 1495 und 1546 in Venedig gedruckt.

Logik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in der von al-Dschuzdschani notieren Autobiografie Avicennas ist ein Kleines Kompendium der Logik erwähnt, das in den ersten Band von Avicennas Buch der Heilung Eingang fand.[73]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Avicenna widmete sich der Logik sowohl in islamischer Philosophie als auch in der Medizin mit großer Hingabe und entwickelte sogar ein eigenes logisches System, das auch als „Avicennische Logik“ bezeichnet wird. So war Avicenna wohl einer der ersten, die es wagten, Aristoteles zu kritisieren und von ihm unabhängige Abhandlungen zu verfassen. Besondere Kritik erhielt die Schule von Bagdad von ihm, da sie sich zu sehr auf Aristoteles begründete. Er untersuchte die Theorien von Definition und Klassifikation, sowie die Quantifikation von Prädikaten und kategorische logische Aussagen. Den Syllogismen, insbesondere den logischen Schlüssen bestehend aus zwei Prämissen und einer Konklusion (Beispiel: Alle Menschen sind sterblich. Sokrates ist ein Mensch. Daher ist Sokrates sterblich) gab er Veränderungsformen wie „immer“, „meistens“ oder „manchmal“ bei. – Er entwickelte eine neue Theorie im Hypothetischen Syllogismus, ebenso bestehend aus drei Sätzen, bei denen der erste verbunden mit dem zweiten (beide bedingt) die im dritten Satz genannte (ebenfalls bedingte) Konsequenz haben. (Beispiel: Wenn ich nicht aufstehe, verliere ich meine Arbeit. Wenn ich nicht arbeite, habe ich kein Geld. Daher habe ich kein Geld, wenn ich nicht aufstehe.) Diese Theorie bildete die Basis zur Risikofaktoranalyse. – In der Frage der Induktion bzw. Deduktion war Avicenna gewissermaßen gespalten. Während er in der Philosophie sich auf die Deduktion verließ, d. h. von einem allgemein gültigen Satz auf Spezialformen schloss (z. B. Alle Menschen sind sterblich – Daher ist auch Sokrates sterblich), wendete er in der Medizin als einer der ersten die Methode der Induktion an. Er schloss von der Diagnose eines spezifischen Syndroms auf viele andere Syndrome. Damit begründete er eine neuartige wissenschaftliche Methode.

Theologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Avicenna hatte in Buchara einen Großteil seiner Ausbildung für den Koran und die islamische Religion verwendet. Es heißt, er habe bereits mit 10 Jahren den Koran auswendig gekannt.[74] Er verfasste fünf Abhandlungen über verschiedene Suren, die generell voll Respekt sind. Nur seine philosophischen Tätigkeiten brachten ihn manchmal in Konflikt mit der islamischen Orthodoxie: Ausgehend von der Seelenlehre des Aristoteles differenzierte er die drei Seelenvermögen weiter aus und ordnete sie der Weltseele unter. Damit widersprach er zentralen Glaubensinhalten, was ihm die Feindschaft sunnitischer Theologen einbrachte. Wie die christlichen Scholastiker nach ihm versuchte Avicenna, die griechische Philosophie mit seiner Religion, die Vernunft mit dem Glauben zu verbinden. So benutzte er philosophische Lehren, um die islamischen Glaubenssätze wissenschaftlich zu unterlegen. Obwohl er sowohl Religion als auch Philosophie als zwei notwendige Teile der ganzen Wahrheit auffasste, argumentierte er, dass die islamischen Propheten mehr Bedeutung als die antiken Philosophen haben sollten.[75] Ein zentrales Problem seiner Theologie ist die Theodizee, die Frage nach der Existenz des Bösen in der ursprünglich von einem gütigen und allmächtigen Gott geschaffenen Welt. Da Gott ewig ist, der Mensch jedoch nur eine begrenzte Lebenszeit zur Verfügung hat, ist die sittliche Verantwortung des Menschen eine große Verantwortung, in der seine Würde liegt.[76]

Die lateinische Tradition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Avicenna als Princeps Abinsceni mit Krone und Szepter, Holzschnitt einer Ausgabe des Canon aus Venedig, 1520

Der Kanon wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts von Gerhard von Cremona in Toledo ins Lateinische übersetzt. Indem Gerhard den Namenszusatz und Ehrentitel (rajīs oder) al-raïs („der Ehrwürdige“, „der Erhabene“, „der Fürst“)[77] mit princeps („Fürst“) und im Explicit des Kanons mit rex („König“) übersetzte, trug er zu der besonders in Italien seit dem 14. Jahrhundert verbreiteten Legende bei, dass Avicenna ein „Fürst von Córdoba“ oder von Sevilla gewesen sei. Daher erscheint Avicenna in bildlichen Darstellungen oft mit Krone und Zepter[78] und wurde auch in der islamischen Welt oft als „fürstlicher Meister“ (türkisch Scheikü'r-Reis)[79] dargestellt. Im Abendland wurde er auch lateinisch als princeps medicorum bezeichnet.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts übertrug Armengaud Blasius[80] in Montpellier ein medizinisches Vershandbuch Avicennas in lateinische Prosa. Blasius’ Onkel, Arnald von Villanova (Dozent an der Universität Montpellier und päpstlicher Leibarzt) übersetzte 1306 den von Avicenna verfassten psychiatrischen Traktat De viribus cordis.[81]

Etwas früher noch[82] als Gerhards Kanon-Übersetzung entstand in der Übersetzerschule von Toledo eine dem Erzbischof Johannes von Toledo (1151–1166) gewidmete Übersetzung des Kitāb al-Schifā, die zunächst durch den jüdischen Philosophen Abraham ibn Daud bzw. Avendauth (Avendarith israelita philosophus) aus dem Arabischen ins Spanische und dann durch Dominicus Gundisalvi aus dem Spanischen ins Lateinische übertragen wurde. Aus dieser Übersetzung hat besonders das sechste Buch über die Seele unter dem Titel Liber sextus naturalium die philosophischen Debatten der Scholastik seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Eine selbständige Übersetzung speziell des achten Buches über die Tiere wurde in der Zeit nach 1220 von Michael Scotus in Italien angefertigt und Friedrich II. gewidmet: ein in Melfi entstandenes, kaiserlich autorisiertes Exemplar ist im Kolophon auf den 9. August 1232 datiert.

Avicennas Kompendium Dāneschnāme-ye ʿAlā’ī wurde zwar nicht direkt ins Lateinische übersetzt, wurde jedoch indirekt einflussreich für die lateinische Tradition, nämlich dank der Verwendung durch al-Ghazālī als Vorlage für dessen Schrift Maqāṣid al-falāsifa (Die Absichten der Philosophen, 1094), in der dieser seinem Angriff auf die Lehren Avicenna, al-Farābīs und anderer „Philosophen“ (Tahāfut al-falāsifa, Die Inkohärenz der Philosophen, 1095, lat. Destructio philosophorum) zunächst eine Darstellung von Grundbegriffen der Logik, Metaphysik, Theologie und Physik aus den Lehren dieser Philosophen vorhergeschickt hatte. Maqāṣid al-falāsifa wurde bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Toledo ins Lateinische übersetzt, wohl von Dominicus Gundisalvi, und kursierte dann in einer der Handschriften unter dem Titel Liber Algazelis de summa theoricae philosophiae. Die lateinischen Leser kannten die Abhängigkeit von Avicennas Dāneschnāme-ye ʿAlā’ī nicht, sondern hielten das Buch für eine Darlegung genuiner Lehre al-Ghazālīs, was dann dazu führte, dass der letztere auch von solchen Autoren besondere Wertschätzung erfuhr, die mit der von ihm bekämpften Traditionslinie sympathisierten.[83]

Avicenna unrichtig zugeschrieben wurde eine unter dem Titel Liber Avicennae in primis et secundis substantiis et de fluxu entis oder auch De intelligentiis verbreitete, platonisierende Schrift des 12. Jahrhunderts, die unter anderem aus Pseudo-Dionysius Areopagita, Augustinus und Avicenna schöpft und jedenfalls von einem christlichen lateinischen Autor stammt, wahrscheinlich von Dominicus Gundisalvi. Avicenna zugeschrieben wurde ferner auch ein Liber de causis primis et secundis, der in der Nachfolge des pseudo-aristotelischen Liber de causis steht und ebenfalls im 12. Jahrhundert in Toledo entstand.

In der lateinischen Scholastik wurde Avicenna zu dem – nach Averroes – angesehensten Vertreter der islamischen Philosophie und Vermittler der aristotelischen Philosophie und Naturkunde. Seine Werke wurden nicht nur an den Artistenfakultäten und von Theologen wie Thomas von Aquin und Johannes Duns Scotus, sondern seit dem ausgehenden 13. Jahrhundert[84] auch und besonders an den medizinischen Fakultäten, und dort dann sowohl unter medizinischen wie auch philosophischen Fragestellungen rezipiert, wobei besonders Montpellier in Frankreich und Bologna in Italien eine Schlüsselrolle spielten. In Montpellier gehörte der Kanon seit 1309 (und bis 1557) zum medizinischen Pflichtprogramm. In Bologna wurde die Rezeption maßgeblich von Taddeo Alderotti († 1295), Professor seit 1260, initiiert, dessen Schüler Dino del Garbo die Ansätze in Bologna, Siena, Padua und Florenz weiterführte. Dinos Schüler Gentile da Foligno wiederum, der vornehmlich in Siena und Perugia wirkte, verfasste den ersten annähernd vollständigen lateinischen Kommentar des Kanon, ein Unterrichtswerk, das dann bis ins 16. Jahrhundert[85] große Wirkung entfaltete.

Neue lateinische Übersetzungen des Kanon und weiterer, bis dahin zum Teil unübersetzter Schriften Avicennas fertigte Andrea Alpago († 1521 oder 1522) aus Belluno an. Alpago war rund dreißig Jahre lang als Arzt an der venezianischen Gesandtschaft in Damaskus tätig und studierte dort arabische Handschriften der Werke von Avicenna und Averroes und ihrer arabischen Kommentatoren. Seine Bearbeitung des Kanon, die 1527 erstmals im Druck erschien, entstand als kritische Revision und Glossierung der etablierten Übersetzung von Gerhard von Cremona. Sie wurde seit der Erstausgabe in mehr als 30 Neuauflagen und Neuausgaben gedruckt. Der Kanon blieb bis ins 17. Jahrhundert eines der Hauptwerke der medizinischen Wissenschaft.

Sonstige Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dante[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dante Alighieri versetzt in seiner Göttlichen Komödie (Inferno 4,143) Avicenna zusammen mit seinen beiden muslimischen Glaubensbrüdern Averroes und Saladin in das „edle Schloss“ (nobile castello) im Limbus der Hölle, wo ansonsten nur Personen der vorchristlichen heidnischen Antike, insbesondere Philosophen und Dichter der griechischen und römischen Welt, angesiedelt sind: er teilt dort mit ihnen das Schicksal, durch eine tugendhafte Lebensführung zwar der ewigen Verdammnis entgangen zu sein, da er sonst in einem der tieferen Kreise der eigentlichen Hölle zu strafen wäre, zugleich aber mangels Teilhabe am Sakrament der Taufe von der Erlösung ins Paradiso ausgeschlossen zu sein und deshalb einen Zustand ohne Strafe, aber in ewiger Gottesferne, erleiden zu müssen. Dass er und seine beiden Glaubensbrüder im Unterschied zu ihren heidnischen Leidensgenossen der vorchristlichen Zeit die christliche Lehre bereits kannten und sich zur Taufe hätten entscheiden können, ihr Beharren in einem anderen Glauben folglich auf eigener Wahl beruhte und sie trotzdem nicht mit ihren übrigen Glaubensbrüdern zur Strafe in einem tiefer gelegenen Kreis der Hölle verdammt sind, bringt die besondere Wertschätzung zum Ausdruck, die Dante ihnen entgegenbrachte.

Büsten, Statuen und Porträts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porträt Avicennas auf dem 20-Somoni-Geldschein

Porträts Avicennas befinden sich unter anderem in der Halle der medizinischen Fakultät der Sorbonne, auf dem tadschikischen 20-Somoni-Geldschein und im Mailänder Dom in einem Kirchenfenster, gestiftet Mitte des 15. Jahrhunderts von der Apothekerzunft Mailands.

Weiters befinden sich Statuen Avicennas im tadschikischen Duschanbe und an seinem Geburtsort in Afschana bei Buchara im heutigen Usbekistan.

Belletristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Moderne wird Avicenna auch in der Belletristik rezipiert. So studiert in Noah Gordons Bestseller Der Medicus der Protagonist des Romans bei Avicenna Medizin. Im historischen Roman Die Straße nach Isfahan[86] von Gilbert Sinoué ist Avicenna die Hauptfigur; geschildert wird sein gesamter Lebensweg.

Avicenna-Studienwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Beginn des Wintersemesters 2014/15 fördert das Avicenna-Studienwerk muslimische Studierende mit einem staatlichen Stipendium.[87] Es ist damit das 13. Begabtenförderungswerk in Deutschland und unter diesen, neben dem katholischen Cusanuswerk, dem Evangelischen Studienwerk Villigst und dem jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk, das vierte konfessionell geprägte.[88]

Avicenna-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2005 wurde in Deutschland der Avicenna-Preis-Verein[89] von Mitgliedern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft unter der Initiative von Yaşar Bilgin, dem Vorsitzenden der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung, gegründet. Der Preis wird in regelmäßigen Abständen verliehen und zeichnet Initiativen von Personen oder Institutionen zur interkulturellen Verständigung aus. Mitglieder der Jury sind hochrangige Mitglieder aus Politik und Gesellschaft. Im Jahr 2012 gehörte der Jury unter anderem Rita Süssmuth, die ehemalige Präsidentin des Deutschen Bundestages, an.

Erstmals wurde der Preis im Jahr 2009[90] an die Allianz der Zivilisationen, engl. Alliance of Civilizations (AoC), verliehen, die 2005 auf Initiative der spanischen und türkischen Regierungen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen gegründet wurde. Stellvertretend nahm ihn der frühere portugiesische Staatschef Jorge Sampaio entgegen. 2012 wurde der Preis an die Friedensnobelpreisträgerin aus dem Jahr 2003, die iranische Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin Shirin Ebadi, in der Frankfurter Paulskirche verliehen.[91]

Dedikationsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carl von Linné benannte ihm zu Ehren die Gattung Avicennia aus der Pflanzenfamilie der Akanthusgewächse (Acanthaceae).[92][93][94] Auch die Avicenna Bay in der Antarktis trägt seinen Namen.

Ausgaben und Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

lateinisch (Renaissance)

  • Liber canonis. (beruhend auf der Übersetzung durch Gerhard von Cremona) Venedig (Petrus de Paginis) 1507; Neudruck: Olms, Hildesheim 1964.
  • [Avicennae medicorum Arabum principis] Liber canonis. De medicinis cordialibus et Cantica. Basel (gedruckt bei Johannes Herwag) 1556; Neudruck: Teheran 1976 (die erstmals 1544 in Venedig gedruckte zweite Auflage der 1527 von Andreas Alpagus Belluniensis überarbeiteten und von Benedict Rinius erläuterten Fassung der mittelalterlichen Übersetzung von Gerhard von Cremona).
  • Avicennae Liber Canonis. Translatus a Gerardo Cremonensi in Toledo ab arabice in latinum. Venedig 1597.

lateinisch (modern)

  • Avicenna Latinus. Louvain/ Leiden 1968 ff. (kritische Gesamtausgabe des lateinischen Avicenna; bisher erschienen:)
    • Simone Van Riet (Hrsg.): Liber de anima seu sextus de naturalibus. 2 Bände, 1968–1972.
    • Simone Van Riet (Hrsg.): Liber de philosophia prima sive scientia divina. 3 Bände, 1977–1983, ISBN 2-8017-0084-3, ISBN 2-8017-0156-4; ISBN 2-8017-0211-0.
    • Liber primus naturalium, tractatus primus: De causis et principiis naturalium. Hrsg. Simone Van Riet, 1992, ISBN 90-6831-453-X.
    • Simone Van Riet (Hrsg.), Jules Janssens, André Allard: Liber primus naturalium, tractatus secundus: De motu et de consimilibus. 2006, ISBN 978-2-8031-0231-0.
    • Simone Van Riet (Hrsg.): Liber tertius naturalium: De generatione et corruptione. 1987, ISBN 90-6831-096-8.
    • Simone Van Riet (Hrsg.): Liber quartus naturalium: De actionibus et passionibus qualitatum primarum. 1989, ISBN 90-6831-246-4.
    • Marie-Thérèse d’Alverny (Hrsg.): Codices. 1994, ISBN 2-8031-0124-6 (Beschreibung der lateinischen Handschriften).

deutsch

  • Das Buch von der Genesung der Seele. Eine philosophische Enzyklopädie Avicennas. Übers. und erläutert von Max Horten, Bonn 1906, Nachdruck Minerva, Frankfurt a. M. 1960.
  • A. Fidora, A. Niederberger: Von Bagdad nach Toledo – Das Buch der Ursachen und seine Rezeption im Mittelalter / Lateinisch-deutscher Text, Kommentar und Wirkungsgeschichte des Liber de causis. Mit einem Geleitwort von Matthias Lutz-Bachmann. Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, Mainz 2001.
  • Avicenna: Grundlagen der Metaphysik. Eine Auswahl aus den Büchern I-V der Metaphysik. Arabisch – Lateinisch – Deutsch. Übers. v. Jens Ole Schmitt, Freiburg u. a. 2016 (Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters 32).[95]

arabisch

  • Kitäb al-Qänün fi’ṭ-ṭibb. Rom 1593.

französisch

  • Livre des definitions. übers. von Amélie-Marie Goichon, Kairo 1963 (kritische Ausgabe des arabischen Textes und Übersetzung).
  • Livre des directives et remarques. übers. von Amélie-Marie Goichon, Beirut/ Paris 1951.
  • La métaphysique du Shifā’. übers. von Georges C. Anawati, 2 Bände, Vrin, Paris 1978–1985, ISBN 2-7116-0041-6.
  • Lettre au vizir Abû Sa’d. übers. von Yahya Michot, Beirut 2000, ISBN 2-84161-150-7 (arabischer Text und Übersetzung).
  • Réfutation de l’astrologie. übers. von Yahya Michot, Beirut 2006, ISBN 2-84161-304-6 (kritische Ausgabe des arabischen Textes und Übersetzung).
  • Le livre de science. übers. von Muhammad Achena, Henri Massé, Paris 1955.

italienisch

  • Libro della Guarigione, Le Cose Divine di Avicenna (Ibn Sīnā). A cura di Amos Bertolacci (eine annotierte italienische Übersetzung von Ilāhiyyāt of Avicenna’s Kitāb al-Šifāʾ, mit Einleitung, Korrekturen des arabischen Texts und Indices). Hard-cover edition: Collezione “Classici della Filosofia”, UTET (Unione Tipografico-Editrice Torinese), Turin 2007. Paperback edition, Collezione “Classici del Pensiero” 53, UTET Libreria, Turin 2008. Amos Bertolacci erstellt derzeit eine neue Edition des arabischen Textes: http://www.avicennaproject.eu/
  • Metafisica. La "scienza delle cose divine" (Al-ilāhiyyāt) dal "Libro della Guarigione". Übers. v. Olga Lizzini. Vorwort von Pasquale Porro, Milano: Bompiani 2002. (2. Auflage: 2006).

englisch

  • O. Cameron Gruner: A Treatise of Canon of Medicine of Avicenna. London 1930.
  • Remarks and Admonitions. Part One: Logic. Übers. von Shams Constantine Inati, Toronto 1984, ISBN 0-88844-277-7.
  • Avicenna’s Treatise on Logic. Part one of 'Danesh-Name Alai' (A Concise Philosophical Encyclopaedia) and autobiography. Hrsg. und übers. aus dem persischen Original von Farhang Zabeeh, ’s-Gravenhage 1971.
  • Avicenna’s Commentary on the Poetics of Aristotle. Übers. von Ismail M. Dahiyat, Leiden 1974, ISBN 90-04-03962-7 (Übersetzung und Kommentar).
  • The Life of Ibn Sina. A critical edition and annotated translation. Übers. von William E. Gohlman, Albany NY 1974, ISBN 0-87395-226-X (Autobiographie, nach Avicennas Tod von einem Schüler ergänzt).
  • Avicenna: The Physics of „The Healing“. A Parallel English-Arabic Text in Two Volumes. Brigham Young University Islamic Translation Series, hrsg. und Übers. von Jon McGinnis, 2 Bände. Brigham Young University Press, Provo UT 2010.
  • Avicenna: The Metaphysics of the Healing. Transl. by Michael Marmura, Porvo: Brightham Young University Press 2006 (= Islamic Translation Series).

Digitalisate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Soheil N. Afnan: Avicenna: His life and works. London 1958 (Neudruck Westport 1980).
  • Marie-Thérèse d’Alverny, Danielle Jacquart: Avicenne en Occident. Vrin, Paris 1993.
  • G. C. Anawati: Essai de bibliographie avicennienne. Le Caire 1950.
  • Ernst Bloch: Avicenna und die aristotelische Linke. Leipzig 1949; Rütten & Loening, Berlin 1952.
  • Konrad Goehl: Avicenna und seine Darstellung der Arzneiwirkungen. Mit einer Einführung von Jorit Wintjes. Deutscher Wissenschafts-Verlag, Baden-Baden 2014, ISBN 978-3-86888-078-6.
  • Amélie Marie Goichon: Ibn Sīnā. In: Encyclopaedia of Islam. Band 3, 1971, S. 941–947.
  • Lenn E. Goodman: Avicenna. Routledge, London/ New York 1992, ISBN 0-415-01929-X.
  • Dimitri Gutas: Avicenna and the Aristotelian Tradition. Brill, Leiden/ Boston 1988, ISBN 90-04-08500-9.
  • Dimitri Gutas: Ibn Sina, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy, 2016.
  • Ghanem Georges Hana: Ibn Sina (Avicenna). In: Marion Schmid: Exempla historica. Epochen der Weltgeschichte in Biographien; in 70 Bänden. Band 16: Mittelalter – Philosophen (= Fischer-Taschenbücher. Band 17016). Fischer, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-596-17016-8, S. 29–43.
  • Mahmoud El Hefny: Ibn Sina’s Musiklehre. Hellwig, Berlin 1931.
  • Jules Janssens: An Annotated Bibliography on Ibn Sina. 2 Bände, Brill, Leiden 1991–1999.
  • Gundolf Keil: Avicenna. In: Burghart Wachinger u. a. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neubearbeitete Auflage. Band 1: ’A solis ortus cardine’ – Colmarer Dominikanerchronist. de Gruyter, Berlin/ New York 1978, ISBN 3-11-007264-5, Spalte 572 f.
  • Tiana Koutzarova: Das Transzendentale bei Ibn Sīnā. Zur Metaphysik als Wissenschaft erster Begriffs- und Urteilsprinzipien, Leiden / Boston: Brill 2009. Das beste deutschsprachige Buch hinsichtlich Avicennas Metaphysik.
  • Paul Kraus: Eine arabische Biographie Avicennas. In: Klinische Wochenschrift. Band 11, 1932, S. 1880–1884.
  • Andreas Lammer: The Elements of Avicenna’s Physics. Greek Sources and Arabic Innovations (= Scientia graeco-arabica. Band 20). De Gruyter, Berlin/Boston 2018.
  • Olga Lizzini: Ibn Sina's Metaphysics, Stanford Encyclopedia of Philosophy, 2015.
  • Ibrahim Madkour (Ibrāhīm Madkūr): Avicenne en Orient et en Occident. (Extrakt von MIDEO. (auch: Midéo = Mélanges de l’Institut dominicain d’études orientales.) Bd. XV. Librairie du Liban, Beyrouth 1982, S. 223–230.)
  • Hermann Ley: Avicenna (= Wissenschaft und Technik verständlich dargestellt. Bd. 13). Aufbau-Verlag, Berlin 1953.
  • Hermann Ley: Ibn Sina. In: Erhard Lange, Dietrich Alexander: Philosophenlexikon. Dietz, Berlin 1982, ISBN 978-3-88436-133-7, S. 426–433 mit Bibliografie.
  • Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl: Kräuterbuch der Klostermedizin. Der „Macer floridus“. Medizin des Mittelalters. Reprint-Verlag-Leipzig, Holzminden 2003, ISBN 3-8262-1130-8, S. 42–124 (Die Grundzüge der Medizin Avicennas und Teilübersetzung von Liber I.).
  • Jon McGinnis: Ibn Sina's Natural Philosophy, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy, 2016.
  • Michael Muthreich: Theoretische Grundlagen im Gottesbegriff bei Avicenna. Universität Gießen, Gießen 1999 (Dissertation).
  • Constantin Sauter: Avicennas Bearbeitung der aristotelischen Metaphysik. Herder, Freiburg im Breisgau 1912; zugleich: Dissertation, Universität München, 6. Juli 1904.
  • Heinrich Schipperges: Eine „Summa medicinae“ bei Avicenna. Zur Krankheitslehre und Heilkunde des Ibn Sīnā (980–1037). Heidelberg und New York 1987 (= Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften: mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse, 1987/88, 1. Abhandlung).
  • Heinrich Schipperges (†): Ibn Sīnā (= abū ʿAlī al-Ḥusain ibn ʿAbd Allāh ibn Sīnā al-Qānūnī = Avicenna). In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1334–1336.
  • Mazhar H. Shah, Avicenna: The general principles of Avicenna’s Canon of medicine. Naveed Clinic, Karachi 1966.
  • Nancy G. Siraisi: Avicenna in Renaissance Italy. The „Canon“ and medical teaching in Italian universities after 1500, Princeton University Press, Princeton 1987.
  • Gotthard Strohmaier: Avicenna. Beck, München 1999, ISBN 3-406-41946-1.
  • Arslan Terzioglu: Ibn Sinā ve tabātet. Istanbul 1982.
  • Arslan Terzioğlu: İbn Sina (Avicenna) im Lichte der jüngsten Forschung. (Übersetzung: Vicdan A. Doyum) In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 18, 1999, S. 111–131.
  • Manfred Ullmann: Die Medizin im Islam (= Handbuch der Orientalistik, 1. Abteilung: Der nahe und der mittlere Osten, Ergänzungsband VI, 1, hrsg. von Bertold Spuler). Leiden/Köln 1970, S. 152–156.
  • G. J. Wickens (Hrsg.): Avicenna, Scientist and Philosopher. A Millenary Symposium. London 1952.
  • Robert Wisnovsky: Avicenna’s Metaphysics in Context. Duckworth, London 2003, ISBN 0-7156-3221-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Avicenna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: The Canon of Medicine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jorit Wintjes: Einführung. In: Konrad Goehl: Avicenna und seine Darstellung der Arzneiwirkungen. 2014, S. 5–27, hier: S. 10.
  2. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 10.
  3. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 24 f. und 35.
  4. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 12.
  5. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 18.
  6. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 18.
  7. Vgl. etwa Ahmad Dallal: Reviewed Works: Kitab al-Tanwir fi al-Istilahat al-Tibbiyya by Abu Mansur al- Hasan Nuh al- Qamari and Ghada Hasan al-Karmi. In: International Journal of Middle East Studies. Cambridge University Press. Band 26, Nr. 4 (November) 1994, S. 701 f.
  8. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 12.
  9. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 20–26.
  10. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 23 f.
  11. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 12.
  12. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 26–28.
  13. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 28.
  14. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 28 f. und 32.
  15. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 31.
  16. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 29 f.
  17. Encyclopaedia Britannica (Qābūs ibn Voshmgīr).
  18. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 32.
  19. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 29 und 32.
  20. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 13.
  21. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 33.
  22. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 13.
  23. Besitzervermerk Avicennas von 1016/1017 in einer Galens Abhandlung Über die medizinischen Schulen für die Anfänger enthaltenden arabischen Handschrift in Paris.
  24. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 33 f.
  25. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 13 f.
  26. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 33 f.
  27. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 35.
  28. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 35.
  29. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 14.
  30. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 14.
  31. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 14.
  32. Dietrich Brandenburg: Der Arzt in der Altpersischen Kultur. Robugen, Esslingen 1969, S. 104.
  33. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 14 f.
  34. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 17.
  35. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 15 f.
  36. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 18.
  37. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 21–27 (Von Zentralasien nach Paris – die Rezeption des Werkes Avicennas).
  38. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 17 und 19–27.
  39. Heinrich Schipperges: Ibn Sīnā. 2005, S. 1335.
  40. Heinrich Schipperges: Ibn Sīnā. 2005, S. 1335 f.
  41. Unter Diätetik ist hier eine „Wissenschaft von der Stilisierung des privaten wie öffentlichen Haushalts, als einer alle Therapie begründenden und begleitenden Lebensführung“ zu verstehen. zitiert aus Heinrich Schipperges: Ibn Sīnā. 2005, S. 1336.
  42. Naguib Pacha Mahfouz (= Naguib Mikhail Mahfouz): Urinary and faecal fistulae. In: The Journal of Obstetrics and Gynaecology of the British Empire. Band 45, Nr. 3, Juni 1938, S. 405–424, doi:10.1111/j.1471-0528.1938.tb11137.x
  43. Khatschi Khatschi: Der Dastgâh. Studien zur neuen persischen Musik (= Kölner Beiträge zur Musikforschung. Bd. 19). Bosse-Verlag, Regensburg 1962, S. 41 (zugleich: phil. Dissertation Köln 1960).
  44. Nasser Kanani: Traditionelle persische Kunstmusik: Geschichte, Musikinstrumente, Struktur, Ausführung, Charakteristika. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Gardoon Verlag, Berlin 2012, S. 99–105.
  45. Konrad Goehl: Guido d’Arezzo der Jüngere und sein ‚Liber mitis‘. 2 Bände (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 32). Wellm, Pattensen (Han.) 1984, ISBN 3-921456-61-4; zugleich: Dissertation, Universität Würzburg.
  46. Wolfgang Wegner: Guido von Arezzo d. J. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 516.
  47. Konrad Goehl: Guido d’Arezzo als Avicenna-Leser. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 1, 1983, S. 23–35.
  48. Gustav Freiherr von Suttner: Die Garelli. Ein Beitrag zur Culturgeschichte des XVIII. Jahrhunderts. 2. stark vermehrte Auflage, Gerold, Wien 1888, S. 24.
  49. Avicenna Latinus. 1992. Liber Primus Naturalium: Tractatus Primus, De Causis et Principiis Naturalium. Leiden (The Netherlands): E. J. Brill.
  50. vgl. auch: Rüdiger Krist: Berthold Blumentrosts ‘Quaestiones disputatae circa tractatum Avicennae de generatione embryonis et librum meteorum Aristotelis’. Ein Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte des mittelalterlichen Würzburgs. Teil I: Text. (Medizinische Dissertation Würzburg) Wellm, Pattensen bei Hannover (jetzt Königshausen & Neumann, Würzburg) 1987 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 43).
  51. Axel Lange and Gerd B. Müller. Polydactyly in Development, Inheritance, and Evolution. The Quarterly Review of Biology Vol. 92, No. 1, Mar. 2017, pp. 1–38. doi:10.1086/690841
  52. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 24 (zitiert).
  53. Heinrich Schipperger: Ibn Sīnā. 2005, S. 1336.
  54. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 18.
  55. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 18.
  56. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 32.
  57. Um 1200 wurde dieser Teil von Alfred von Sareshel als De congelatione et conglutinatione lapidum ins Lateinische übersetzt. William R. Newman: Avicenna. in: Claus Priesner, Karin Figala: Alchemie. Lexikon einer hermetischen Wissenschaft. Beck 1998, S. 67.
  58. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 17.
  59. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 34 f.
  60. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 17 f.
  61. Ottfrief Höffe: Kleine Geschichte der Philosophie. Beck, München 2001; zitiert: 2. Auflage, München 2008, S. 112.
  62. Heinrich Schipperges: Ibn Sīnā. 2005, S. 1335.
  63. Ernst Bloch: Avicenna und die Aristotelische Linke. Band 22, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1963, S. 61.
  64. Alcuin. Infothek der Scholastik
  65. Doris Schweitzer: Bucharzt versus Wundarzt. Arabische Einflüsse der Medizin in der Stauferzeit.
  66. Heinrich Schipperges: Ibn Sīnā. 2005, S. 1335.
  67. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 5 und 21.
  68. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 17 f.
  69. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 17 f.
  70. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 18.
  71. Eliade, Mircea: Geschichte der religiösen Ideen. Band III/ 1, Herder, Freiburg 1983, S. 135.
  72. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 2., überarbeitete Auflage, Beck, München 2006, ISBN 3-406-54134-8, S. 70–71.
  73. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 15.
  74. Gotthard Strohmaier: Avicenna. München 2006, S. 18 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  75. SAID: Das Niemandsland ist unseres West-östliche Betrachtungen. Diederichs Verlag, 2010, ISBN 978-3-641-04389-6 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  76. Heinrich Schipperges: Avicenna, in: Wolfgang U. Eckart, Christoph Gradmann (Hrsg.): Ärztelexikon. Von der Antike bis zum 20. Jahrhundert. 1. Auflage, Beck, München 1995, S. 30a; 2. Auflage, Springer, Heidelberg/ Berlin u. a. 2001, S. 18b; 3. Auflage, Springer, Heidelberg/ Berlin u. a. 2006, S. 18b; Print und Online-Version (ISBN 978-3-540-29584-6 bzw. ISBN 978-3-540-29585-3).
  77. Heinrich Schippergers (2005), S. 1336.
  78. Dag Nikolaus Hasse: King Avicenna: The iconographic consequences of a mistranslation. In: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes Band 60. 1997, S. 230–243.
  79. Arslan Terzioğlu: İbn Sina (Avicenna) im Lichte der jüngsten Forschung. (Übersetzung: Vicdan A. Doyum) In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 18, 1999, S. 111–131; hier: S. 112–114.
  80. VIAF.
  81. Jorit Wintjes: Einführung. In: Konrad Goehl: Avicenna und seine Darstellung der Arzneiwirkungen. 2014, S. 24.
  82. Jorit Wintjes: Einführung. In: Konrad Goehl: Avicenna und seine Darstellung der Arzneiwirkungen. 2014, S. 21.
  83. Robert Podkoński: Al-Ghazâlî’s Metaphysics as a Source of Anti-atomistic Proofs in John Duns Scotus’s Sentences Commentary. In: Andreas Speer, Lydia Wegener (Hrsg.): Wissen über Grenzen: Arabisches Wissen und lateinisches Mittelalter (= Miscellanea mediaevalia. Band 33). de Gruyter, Berlin 2006, S. 612–25, S. 618f.; Henry Lagerlund: Assimilation of Aristotelian and Arabic Logic up to the Later 13th Century. In: Dov M. Gabbay, John Woods (Hrsg.): Mediaeval and Renaissance logic (= Handbook of the History of Logic. Band 2). North Holland, Amsterdam/ London 2008, S. 281–345, S. 284f.
  84. Gundolf Keil: Bruchstück einer bisher unbekannten Avicenna-Handschrift des 13. Jahrhunderts. In: Gernot Rath, Heinrich Schipperges (Hrsg.): Medizingeschichte im Spektrum. Festschrift Johannes Steudel. Wiesbaden 1966 (= Sudhoffs Archiv. Beiheft 7), S. 82–92.
  85. Vgl. auch Nancy G. Siraisi: Avicenna in Renaissance Italy. The „Canon“ and medical teaching in Italian universities after 1500. Princeton University Press, Princeton 1987.
  86. Gilbert Sinoué: Die Straße nach Isfahan. (Aus dem Franz. von Stefan Linster) 3. Auflage, Knaur TB, München 1994, ISBN 3-426-63014-1.
  87. Avicenna-Studienwerk – Stipendien für Muslime. Abgerufen am 25. Oktober 2016.
  88. Avicenna-Studienwerk
  89. Avicenna-Preis e. V.
  90. Avicenna-Preis erstmals verliehen: Plädoyer für Toleranz und Gewissensfreiheit – Frankfurt – FAZ
  91. Preisträger
  92. Carl von Linné: Critica Botanica. Leiden 1737, S. 91.
  93. Carl von Linné: Genera Plantarum. Leiden 1742, S. 44.
  94. Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Plant Names: Common Names, Scientific Names, Eponyms, Synonyms, and Etymology. CRC Press, 2000, ISBN 0-8493-2676-1, S. 242.
  95. Avicenna: Grundlagen der Metaphysik. Eine Auswahl aus den Büchern I-V der Metaphysik. Herder, 2016, abgerufen am 21. Dezember 2018.
  96. Jorit Wintjes: Einführung. 2014, S. 21.