Sire Records

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Sire Records
Logo des Labels
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Mutterunternehmen Warner Music Group
Aktive Jahre seit 1966
Gründer Seymour Stein, Richard Gottehrer
Sitz New York, Vereinigte Staaten
Website www.sirerecords.com
Labelcode LC 03228
Sublabel Just Say Yes, The Vintage Years, u. a.
Genre(s) Progressive Rock, Punk, New Wave, Pop, Rock, Alternative, Electronica, u. a.

Sire Records, kurz Sire, ist ein US-amerikanisches Musiklabel, welches im Jahre 1966 von Seymour Stein und Richard Gottehrer gegründet wurde und nunmehr der Warner Music Group zugehörig ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sire Records, gegründet 1966 von Seymour Stein und Richard Gottehrer, betätigte sich anfänglich in der Musikbranche mithilfe einer Vertriebsvereinbarung mit dem englischen Label Blue Horizon Records, welches Künstler wie Fleetwood Mac und Chicken Shack unter Vertrag hatte. In den 1970er Jahren widmete sich das mit dem Genre des progressiven Rock assoziierte Label, unterstützt durch seinen neuen Vertriebspartner Warner Bros., wenig kommerziell orientierten Projekten, beispielsweise der New Yorker Punk Szene entstammenden Bands Ramones und Talking Heads.

Mit dem Kauf des Labels durch Warner Bros. im Jahre 1980 begann eine verstärkte Expansion per Untervertragnahme von Musikern und Musikgruppen wie Madonna, The Cult, The Pretenders, Echo and the Bunnymen, Lou Reed, Primal Scream, My Bloody Valentine, David Byrne, Depeche Mode, K. d. lang, Morrissey, Throwing Muses, Belly, Waterlillies sowie Dinosaur Jr.

Fünfzehn Jahre später, 1995, wurde Sire als Imprint von der Elektra Entertainment Group übernommen, um neue musikalische „Acts“ wie Aphex Twin, The Waltons, Rheostatics und The Greenberry Woods zu entwickeln. Die bereits etablierten, im Musikkatalog geführten Sängerinnen und Sänger sowie Bandformationen fanden ihre Aufteilung zwischen Elektra und Warner Bros. Kurz darauf, 1998, verließ Sire die Elektra Entertainment Group, verblieb aber in geschäftlicher Verbindung mit der Warner Music Group als ein „Boutique Label“ und vermarktete eine Vielzahl von Künstlern, unter anderem die Pet Shop Boys und The Tragically Hip.

Im Jahre 1999 wurde London Records von der Warner Music Group übernommen und mit Sire Records zu London-Sire Records fusioniert. Das neu entstandene Label konnte diverse Erfolge in den Bereichen Alternative und Electronica mit Musikern und Musikgruppen wie Guster, Harvey Danger, Morcheeba, Paul Oakenfood einschließlich The Tragically Hip für sich verbuchen.[1][2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frank Hoffman (Hrsg.): Encyclopedia of Recorded Sound. Routledge, New York 2005, ISBN 978-0-415-93835-8, S. 998 – 999.
  2. Chris Moris: Sire To Become Stand-Alone Label Again. Hrsg.: Billboard. 3. Mai 2003, S. 3 (englisch).