Social Media Week

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Die Social Media Week (Abk.: SMW) ist eine Veranstaltungsreihe, die sich dem Themenkreis der sozialen, kulturellen und ökonomischen Auswirkungen von Social Media widmet. Sie findet zweimal jährlich im Februar und im September in insgesamt über 20 Städten weltweit statt. Sie wurde 2009 in den USA mit dem Ziel, durch Kollaboration, Lernen und das Weitergeben von Ideen und Informationen die teilnehmenden Personen und Organisationen besser zu vernetzen, ins Leben gerufen.[1]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation der Veranstaltungen erfolgt dezentral durch einen eigenen Veranstalter pro Stadt. Als Ausrichter können sich Firmen oder Organisationen bei der SMW bewerben, sofern sie und ihre Stadt einen öffentlich einsehbaren Kriterienkatalog erfüllen. Die Veranstalter arbeiten dann in ihrer Stadt unabhängig und sind für die komplette Organisation der Veranstaltungswoche verantwortlich, also auch für die Akquisition von Sponsoren, Partnern, mehreren Räumlichkeiten und Vortragenden. Gebunden sind sie jedoch an das Datum, dem sie zugeordnet werden (entweder im Februar oder im September) sowie an den jährlich wechselnden Themenschwerpunkt.

Sprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisherige Sprecher der Social Media Week kamen unter anderem von Unternehmen wie Facebook, Google, Bit.ly, BBC, Coca Cola, Zynga, Ogilvy oder Adobe.[2] Insgesamt gab es während der letzten Veranstaltung weltweit nach eigenen Angaben 2.000 verschiedene Vortragende.[3]

Besucher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SMW richtet sich an alle, vom Einsteiger bis zum Profi in der Social Media Branche. Die Vorträge werden zu diesem Zweck im Programm bereits in drei verschiedene Stufen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis unterteilt.

Im Gegensatz zu ähnlichen Fachkonferenzen sind auf der Social Media Week in Deutschland auch vergleichsweise viele Frauen und Teilnehmer über 50 Jahren anzutreffen.[4]

Zusätzlich werden ausgewählte Sessions in fast allen teilnehmenden Städten auch live online übertragen, hier sahen nach Angaben des Veranstalters im Februar 2013 bis zu 57.000 Menschen zu.[3]

Social Media Week in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal fand die Social Media Week in Deutschland im Jahr 2010 in Berlin statt,[5] als zweite deutsche Stadt kam im Februar 2012 Hamburg dazu.[6]

Februar 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste internationale SMW fand gleichzeitig in Berlin, London, New York, San Francisco, Toronto und Sao Paulo statt.[5] Der Fokus der Konferenz lag auf dem professionellen und alltäglichen Umgang mit Social Media.[7] „Streit! Konstruktive Kontroverse“ lautete die festgelegte Überschrift zur Veranstaltungsreihe.

September 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 waren bereits zwölf internationale Städte beteiligt, in der Woche gab es allein in Berlin über 50 einzelne Termine. Das Motto lautete „Realitätscheck – Social Media in Kultur, Gesellschaft und Business“ und erweiterte damit den Fokus von Social Media in reiner Selbstreflexion hin zur Betrachtung von Social-Media-Einflüssen in gesellschaftsrelevanten Themenbereichen.

Da zwei Tage zuvor die Berlin-Wahlen stattgefunden hatten, bot ein Panel als Diskussionsrunde unter dem Titel „Wahl Digital“ eine Analyse, bei der der Einfluss des Social Web auf die Wahl betrachtet wurde.[8] Zusammenfassend wurde festgestellt, dass die Parteien sich im Wahlkampf digital zwar „stets bemüht“ hätten, dadurch aber keine nennenswerten Auswirkungen auf das Wahlergebnis festgestellt werden konnten.

Februar 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eröffnungsrede hielt Hamburgs erster Bürgermeister Olaf Scholz.[9] Er nahm ebenfalls an der anschließenden Diskussion zum Thema "Facebook und Co. führen zu Wertewandel" teil.[10] Eine großflächige Projektion der mit dem offiziellen Hashtags verschlagworteten Beiträge von Twitter-Nutzern fand auf dem Hamburger Gänsemarkt statt.[11]

September 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Veranstaltung wuchs auf über 140 einzelne Vorträge in Berlin an. Neben dem Hauptbereich Social Media beschäftigte sich die Konferenz in diesem Jahr auch mit dem Leistungsschutzrecht oder den Verbindungen zwischen Social Media und Journalismus, die zu vermehrtem Bürgerjournalismus führten.[12] Es gab über 10.000 Teilnahme-Registrierungen für die einzelnen Veranstaltungen,[12] obwohl nur mit etwa 6.000 gerechnet wurde.[7]

Februar 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittlerweile gab es 160 Einzeltermine in Hamburg.[13] Themen waren unter anderem "Frauen in der Games-Branche" oder "Öffentlichkeit im Wandel",[14] außerdem die Medienkompetenz der Eltern der sogenannten Generation Internet.[13]

Februar 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch im Jahr 2014 beteiligte sich Hamburg wieder mit einem umfassenden Programm an der Social Media Week, die unter dem Motto "The Future Of Now" stand. Auf mehr als [15] 200 Veranstaltungen konnten Teilnehmer sich über die neuesten Trends informieren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. About - Conferences, Social Media Week
  2. Past Speakers, Social Media Week
  3. a b Facts & Figures, Social Media Week
  4. Social Media Week Berlin: Die neuen Grundrechenarten, Frankfurter Rundschau
  5. a b Sechs vernetzte Städte - Social Media Week 2010, Gründerszene
  6. Social Media Week 2012: die besten Events, Meedia, 13. Februar 2012
  7. a b Social Media Week in Berlin, Gründerszene, 10. September 2012
  8. Internetkonferenz in Berlin Social Media Week erwartet 5000 Besucher, Der Tagesspiegel
  9. Wertewandel, Social Media und Politik auf der #smwhh 2012
  10. Forscher: Facebook und Co. führen zu Wertewandel, Die Zeit, 15. Februar 2012
  11. Interaktive Social Media Week Projektion am Gänsemarkt
  12. a b Internet-Treffen in Berlin: Social Media Week: Aller guten Dinge sind drei Der Tagesspiegel
  13. a b Die Social Media Week Hamburg 2013 beim NDR
  14. Wo das Morgen schon heute diskutiert wird, Hamburg.de
  15. Die Social-Media-Konferenz für alle Deutsche Welle, abgerufen am 17. Februar 2014