Daybreak Game Company

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Daybreak Game Company
Rechtsform Limited Liability Company
Gründung 1995 (als Sony Interactive Studios America)
Sitz San Diego, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung John Smedley
Branche Softwareentwicklung
Website www.soe.com
Hauptzentrale von Sony Online Entertainment in San Diego

Daybreak Game Company (früher: Sony Online Entertainment (SOE)) ist ein Computerspieleentwickler, der zur Investmentfirma Columbus Nova gehört. Das Unternehmen konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Entwicklung von Massive Multiplayer Online Roleplaying Games (MMORPG). Zu den bekanntesten Produkten zählen die Spiele EverQuest sowie dessen Nachfolger EverQuest II, Vanguard: Saga of Heroes, Planetside und Star Wars Galaxies. Auch der Entwickler Verant Interactive gehört zu Daybreak. Am 2. Februar 2015 gab Sony bekannt, dass das Entwicklerstudio verkauft und in Daybreak Game Company umbenannt wurde.[1]

Firmengeschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Sony Online Entertainment und Verant Interactives Geschichte startete mit Sony Interactive Studios America (kurz: SISA), einem internen Spielentwicklerstudio von Sony, das im Jahr 1995 gegründet wurde. Im April 1998 wurde die Sony Interactive Studios America in Sony Online Entertainment umbenannt.

Durch den großen Erfolg von Ultima Online war man sich sicher mit einem MMORPG großen Erfolg zu haben. Aus diesem Grunde wurde John Smedley der Auftrag erteilt, ein Konkurrenzprodukt zu entwickeln, aus dem später schließlich das bekannte EverQuest wurde, das erste Online-Rollenspiel mit 3D-Grafik. Es wurde im März 1999 veröffentlicht. EverQuest wurde zu einem großen Erfolg und konnte sich auch durch zahlreiche Add-ons am Leben erhalten.

Nach EverQuest[Bearbeiten]

Im April 2000 wurden die Mitbegründer von Ultima Online Raph Koster und Rich Vogel eingestellt, um mit der Entwicklung eines MMORPGs im Star-Wars-Universum zu beginnen. Star Wars Galaxies wurde im Jahr 2003 veröffentlicht und erreichte eine Abonnentenzahl von 300.000 Spielern. Jedoch konnte das Spiel niemals diese Zahl erhöhen. Mit der Zeit wurde der Druck auf SOE durch zahlreiche Konkurrenzprodukte und der Kritik am schlechten Support immer größer. Auch Lucasfilm kritisierte SOE, weil sie nicht zufrieden waren wie sich das Spiel entwickelte. Es folgten Erweiterungen von Star Wars Galaxies wie Jump to Lightspeed und Rage of the Wookies, und SOE versuchte mit zahlreichen Patches, das Spiel zu verbessern.

Im November 2004 wurde die Fortsetzung von Everquest, EverQuest II veröffentlicht, das jedoch sehr stark mit dem Konkurrenten World of Warcraft zu kämpfen hat.

Projekte ab 2008[Bearbeiten]

Im August 2008 präsentierte Sony Online Entertainment auf der vom Unternehmen alljährlich veranstalteten Fan Faire drei neue MMORPG-Projekte: The Agency, DC Universe Online und das auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnittene Free Realms.[2] Während Free Realms bereits am 29. April 2009[3] und DC Universe Online am 11. Januar 2011 erschien,[4] sollte The Agency Ende 2011 folgen. SOE kündigte außerdem an, dass diese Titel in Europa auch für PlayStation 3 erscheinen werden. Möglich macht dies eine getroffene Vereinbarung zwischen SOE und SCEE.[5]

Ende März 2011 wurde bekannt, dass SOE seine drei Standorte in Denver, Seattle und Tucson schließen und damit einhergehend rund 200 Mitarbeiter entlassen wird. Des Weiteren wurde die Entwicklung an The Agency eingestellt und im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen die Fokussierung auf die bereits etablierten Marken EverQuest und Planetside bekannt gegeben. Bereits laufende Online-Spiele sollten nach eigenen Angaben davon nicht betroffen sein.[6] Wie am 3. Mai 2011 bekannt wurde, war Sony Online Entertainment ebenfalls vom Hack und Datendiebstahl im PlayStation Network betroffen. Entwendet wurden die Daten von bis zu 24,6 Millionen Kunden des Spieledienstes. Sony nahm daraufhin auch diesen Dienst vom Netz.[7]

Im Jahr 2014 wurde das Spiel H1Z1 angekündigt, von dem seit Januar 2015 eine Early-Access-Version spielbar ist.

Im Februar 2015 verkaufte Sony seine Tochterfirma mitsamt der MMO-Lizenzen (Planetside 2, Everquest Next, H1Z1) an das Investmentunternehmen Columbus Nova (u.a. Rhapsody). Das Unternehmen wurde daher in Daybreak Game Company umbenannt.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. playmassive.de: Sony Online Entertainment heißt nun Daybreak Game Company
  2. Gamona: Die SOE Wundertüte für jedermann
  3. Bekanntgabe des Starts von Free Realms
  4. CALLING ALL HEROES AND VILLAINS – DC UNIVERSETM ONLINE NOW AVAILABLE WORLDWIDE FOR THE PC AND PLAYSTATION 3 (engl.)
  5. Vereinbarung zwischen SOE und SCEE
  6. SOE Hit With 205 Layoffs, Three Studio Closures, Agency Cancelled (engl.)
  7. heise.de: Auch Sony Online Entertainment von Hackerattacke betroffen
  8. Sony verkauft Sony Online Entertainment