Southern Oscillation

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Als Southern Oscillation (wörtlich "südliche Schwingung bzw. Schwankung") beschreibt Gilbert Walker den Luftmassenaustausch vom Ostpazifik zum Indischen Ozean.

Der Ostpazifik ist gegenüber dem Indischen Ozean relativ kalt, denn aus subantarktischen Regionen gelangt hier kaltes Tiefenwasser über den Humboldtstrom entlang der Westküste Südamerikas bis zum Äquator. Darüber bildet sich, aufgrund der energiearmen Umgebung, ein Hochdruckgebiet aus. Der Indik dagegen ist am Äquator relativ warm und bietet so mehr Potential für Konvektion zur Ausbildung eines Tiefdruckgebiets. Entlang des Äquators findet dann der Luftmassenaustausch vom Ostpazifik zum Indik statt.

Ein statistisches Maß für die Stabilität dieser Zirkulation ist der Southern Oscillation Index (SOI). Jahre mit einem niedrigen SOI werden El Nino, Jahre mit einem hohen SOI La Nina genannt. [1]

Neuere Forschungen gehen von einem gekoppelten Ozean-Atmosphäre-System (El Niño-Southern Oscillation, ENSO) aus.

Weitere Zirkulationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Australian Government: Bureau of Meteorology (2005) Infoblatt El Nino and La Nina and Australia's Climate (PDF; 1,8 MB)