Sozialkaufhaus

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Sozialkaufhaus "fairKauf" in der Innenstadt von Hannover

Sozialkaufhäuser sind Kaufhäuser, in denen meist gebrauchte und/oder gespendete Waren angeboten werden. Sie sollen eine erschwingliche Einkaufsmöglichkeit bieten für Gebrauchsgüter, Haushaltswaren und Textilien. Häufig werden die Sozialkaufhäuser von der kommunalen Sozialhilfe oder den großen Wohlfahrtsorganisationen wie zum Beispiel der Arbeiterwohlfahrt getragen. Einige Kommunen, die bei der Betreuung von Hartz-4-Empfängern das Optionsmodell gewählt haben, sind bei Leistungen, wie Erstausstattung, dazu übergegangen, den Bedarf ausschließlich durch Gutscheine über das Sozialkaufhaus decken zu lassen.

Das Personal setzt sich meist aus Langzeitarbeitslosen zusammen, da es oft zum Konzept des Sozialkaufhauses gehört, deren Wiedereingliederung in das Berufsleben zu fördern. Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sind jedoch selten. Neben der Verkaufstätigkeit werden auch Dienstleistungen wie Haushaltsauflösungen oder Gütertransporte angeboten. Die Anzahl der Sozialkaufhäuser sowie die Kundschaft ist seit der Einführung von Hartz IV gestiegen.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FAKT-Reportage: Sozialkaufhäuser : Manuskript des Beitrags (Memento vom 14. Februar 2006 im Internet Archive). In: MDR. 24. Januar 2006.