Sparkasse Holstein

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Logo der Sparkassen  Sparkasse Holstein
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Bad Oldesloe und Eutin
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Bankleitzahl 213 522 40[1]
BIC NOLA DE21 HOL[1]
Gründung 1. Januar 2006
Verband Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein
Website www.sparkasse-holstein.de
Geschäftsdaten 2017[2]
Bilanzsumme 6,315 Mrd. Euro
Einlagen 4,465 Mrd. Euro
Kundenkredite 5,268 Mrd. Euro
Mitarbeiter 1.087
Geschäftsstellen 59
Leitung
Verwaltungsrat Henning Görtz, Vorsitzender
Vorstand Thomas Piehl, Vorsitzender
Joachim Wallmeroth, stv. Vors.
Michael Ringelhann [3]
Liste der Sparkassen in Deutschland

Die Sparkasse Holstein ist eine öffentlich-rechtliche Sparkasse mit Sitz in Bad Oldesloe und Eutin in Schleswig-Holstein.

Organisationsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparkasse Holstein ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Rechtsgrundlagen sind das Sparkassengesetz[4] für Schleswig-Holstein und die durch den Verwaltungsrat der Sparkasse erlassene Satzung. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.

Träger der Sparkasse Holstein ist der Zweckverband Sparkasse Holstein, an dem die Kreise Ostholstein und Stormarn zu gleichen Teilen beteiligt sind.[5]

Geschäftsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschäftsgebiet umfasst die Kreise Ostholstein und Stormarn und die angrenzenden Gemeinden, unter anderem Hamburg und Norderstedt (Kreis Segeberg)[6].

Geschäftsausrichtung und Geschäftsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparkasse Holstein betreibt als Sparkasse das Universalbankgeschäft. Im Verbundgeschäft arbeitet sie mit der HSH Nordbank, der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG, der DekaBank, der Provinzial Nordwest und der Deutschen Leasing AG zusammen.

Die Sparkasse Holstein wies im Geschäftsjahr 2017 eine Bilanzsumme von 6,315 Mrd. Euro aus und verfügte über Kundeneinlagen von 4,465 Mrd. Euro. Gemäß der Sparkassenrangliste 2017 liegt sie nach Bilanzsumme auf Rang 41. Sie unterhält 59 Filialen/Selbstbedienungsstandorte und beschäftigt 1.087 Mitarbeiter.[7]

Die Sparkasse Holstein hat eine Tochtergesellschaft, die Sparkassen-Immobiliengesellschaft Holstein mbH & Co.KG (SIG-Holstein). Die SIG-Holstein (gegründet 2002) hat die Kernaufgabe, landwirtschaftlich genutzte Flächen anzukaufen und daraus voll erschlossene Baugrundstücke zu entwickeln.

Darüber hinaus engagiert sich die Sparkasse Holstein auch stark im wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben ihres Geschäftsgebiets. Dies geschieht durch die 17 sparkasseneigenen Stiftungen sowie Spenden und Sponsoring-Aktivitäten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparkasse Holstein entstand am 1. Januar 2006 aus der Fusion der Sparkasse Ostholstein mit der Sparkasse Stormarn. Die Geschichte reicht jedoch sehr viel weiter zurück. Im Jahre 1824 wurden sowohl die ältesten Vorgänger der Sparkasse Ostholstein (die privatrechtliche Spar- und Leihkasse Oldenburg und die Spar- und Leihkasse Neustadt) als auch der Sparkasse Stormarn (die Spar- und Leihkasse der Stadt Bad Oldesloe) gegründet. Im Vordergrund der Sparkassengründungen standen die Mildtätigkeit und Gemeinnützigkeit der Gründer. In den 1920er Jahren kam es schließlich zu den ersten Übernahmen von benachbarten Sparkassen. Dieser Trend verstärkte sich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Im Jahr 1913 wurde die Sparkasse des Kreises Stormarn in Wandsbek gegründet. Diese übernahm im Jahr 1942 die Kreissparkasse Ahrensburg und zog zwei Jahre später nach Bad Oldesloe um. Durch Fusion mit der Stadtsparkasse Bad Oldesloe zur Kreis- und Stadtsparkasse Stormarn (später nur Kreissparkasse Stormarn) bildete sich das Vorgängerinstitut der Sparkasse Holstein, die Sparkasse Stormarn.

Im Jahre 1918 wurde zudem die Kreissparkasse des Kreises Oldenburg gegründet. Hierbei handelte es sich um den Zusammenschluss von einzelnen Sparkassen im Gebiet des damaligen Kreises Oldenburg (in Holstein). Bis 1943 vereinte sie neun Vorgängersparkassen unter ihrem Dach. Die Kreissparkasse Eutin ging 1940 aus der Oldenburg-Lübecker Landesbank hervor. Diese war unter anderem für die holsteinischen Niederlassungen der Oldenburgischen Landesbank (hier Oldenburg in Oldg) verantwortlich. Durch die Kreisgebietsreform der beiden Kreise Eutin und Oldenburg zum Kreis Ostholstein im Jahre 1971 entstand schließlich die Kreissparkasse Ostholstein, das zweite Vorgängerinstitut der Sparkasse Holstein.

Die Umbenennung der beiden Kreissparkassen in Sparkassen erfolgte im Jahre 1993.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Sparkassenrangliste 2017. In: Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband. DSGV.de, 1. Mai 2018, abgerufen am 1. Mai 2018 (PDF; 392 kB, 9 Seiten).
  3. Impressum Website der Sparkasse Holstein. Abgerufen am 2. Oktober 2018.
  4. Sparkassengesetz
  5. Angabe im Jahresabschluss 2011, veröffentlicht im Bundesanzeiger, Recherche unter Bundesanzeiger
  6. Amtliche Bekanntmachung: Satzung zur Änderung der Satzung der Sparkasse Holstein in der Fassung vom 01.07.2018 In: Ostholsteiner Anzeiger, 20. Juni 2018, S. 15.
  7. Sparkassenrangliste 2017. In: Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband. DSGV.de, 1. Mai 2018, abgerufen am 1. Mai 2018 (PDF; 392 kB, 9 Seiten).

Koordinaten: 54° 8′ 16,6″ N, 10° 36′ 55,7″ O