St. Galler Tagblatt

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St. Galler Tagblatt
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Beschreibung Tageszeitung der Ostschweiz in neun Regionalausgaben
Verlag St. Galler Tagblatt AG
Erstausgabe 2. Januar 1839[1]
Erscheinungsweise täglich (ausser sonntags)
Verkaufte Auflage
(WEMF-Auflagebulletin 2015[2])
120'416 Exemplare
Verbreitete Auflage (WEMF-Auflagebulletin 2015) 122'745 Exemplare
Reichweite (WEMF MACH Basic 2015-II) 0,271 Mio. Leser
Chefredaktor Stefan Schmid[3]
Herausgeber NZZ-Mediengruppe
Weblink www.tagblatt.ch
Artikelarchiv www.tagblatt.ch/archiv
St. Galler Tagblatt 1939

Das St. Galler Tagblatt ist eine Schweizer Regionalzeitung.

Verlag und Erscheinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das St. Galler Tagblatt ist die meistgelesene Tageszeitung der Ostschweiz (WEMF-beglaubigte Auflage 2015: 120'416 verkaufte bzw. 122'745 verbreitete Exemplare)[2] und wird von der St. Galler Tagblatt AG, der ehemaligen Zollikofer AG, herausgegeben. Die St. Galler Tagblatt AG gehört zu 93 % der FPH Freien Presse Holding AG, einem Tochterunternehmen der NZZ-Mediengruppe, und zu 7 % verschiedenen weiteren Aktionären. Publizistischer Leiter der NZZ-Regionalmedien (St. Galler Tagblatt, Thurgauer Zeitung, Luzerner Zeitung) ist Pascal Hollenstein, Chefredaktor des St. Galler Tagblatts ist Stefan Schmid, und Leiterin Marketing und Lesermarkt ist Christine Bolt.

Das St. Galler Tagblatt erscheint im Kopfblattsystem mit diversen Redaktionsstandorten in der ganzen Ostschweiz. Von 1989 bis 1995 war das St. Galler Tagblatt Trägerin der St. Galler Schule für Journalismus. Das St. Galler Tagblatt ist die freisinnige Zeitung der Ostschweiz. Der frühere Chefredaktor Philipp Landmark bezeichnete sie als Zeitung mit einem «bürgerlich-liberalen Background».[4] Umgangssprachlich wird die Zeitung in der Ostschweiz oft nur als Tagblatt bezeichnet.

Teilung (Bünde)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei Zeitungsbünde machen das Tagblatt übersichtlich und erleichtern den Lesern den raschen Zugang. Die ersten zwei Bünde bleiben in allen Ausgaben gleich. Danach folgt der Lokalteil der acht Regionalausgaben. Der Lokalteil für die Region St.Galler Rheintal wird von der Redaktion der eigenständigen Rheintal Medien AG mit Sitz in Berneck hergestellt. Die nach wie vor eigenständige Tageszeitung Der Rheintaler erscheint mit dem vom Tagblatt zugekauften überregionalen Teil (1. und 2. Bund).

  • 1. Bund : Front, Thema, Inland, Ausland, Schauplatz, Wirtschaft, Börse, Sport
  • 2. Bund : Focus, Programme, Wetter & Service, Ostschweiz, Kino, Schauplatz
  • 3. Bund : Lokalteil mit lokaler und regionaler Berichterstattung

Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das St. Galler Tagblatt erscheint seit 1839. Der Titel lautete in den ersten beiden Jahrgängen Tagblatt der Stadt St. Gallen und der Cantone St. Gallen und Appenzell und von 1841 bis 1909 Tagblatt der Stadt St. Gallen und der Kantone St. Gallen, Appenzell und Thurgau. Anfänglich war es ein Anzeige- und Nachrichtenblatt im Kleinformat und entwickelte sich mit der Zeit zum freisinnigen Meinungsblatt, blieb aber parteiunabhängig. 1885 bis 1969 erschien es zweimal täglich, als Morgen- und Abendblatt. In den 1960er und 70er Jahren übernahm das St. Galler Tagblatt eine ganze Reihe ehemals selbständiger Zeitungen und wurde zur auflagenstärksten Tageszeitung der Ostschweiz. 1989 erfolgte der Einstieg der NZZ als Mehrheitsaktionärin. Als regionale Konkurrenzzeitung erschien Die Ostschweiz über ein Jahrhundert lang ebenfalls am Standort St. Gallen. Ende 1997 stellte Die Ostschweiz ihr Erscheinen ein und ging mit den noch 20'000 Abonnenten an das St. Galler Tagblatt über.[5] Seit März 2013 erscheint die Ostschweiz am Sonntag als siebte Ausgabe des St. Galler Tagblatts. Sie setzt in ihrer Berichterstattung den Fokus auf regionale Themen.

1860 belief sich die Auflage auf ca. 4000 Exemplare, 1989 auf ca. 70'000, 2009 auf 99'000 (mit sieben Regionalausgaben).

Im Frühling 2016 übernahm Pascal Hollenstein, bisher stellvertretender Chefredaktor der NZZ am Sonntag, als Leiter Publizistik der NZZ-Regionalmedien die Verantwortung für die überregionalen Teile des St. Galler Tagblatts. Der seit 2009 amtierende Chefredaktor Philipp Landmark trat im Zuge dieser Neuorganisation zurück, steht der Zeitung aber weiterhin für verschiedene publizistische Projekte zur Verfügung.[6] Zum neuen Chefredaktor ab August 2016 wurde Pascal Schmid ernannt, zuvor Chef der Inlandredaktion des Zeitungsverbunds az Nordwestschweiz der AZ Medien.[7] Er ist nur noch für die regionalen Bereiche zuständig. Längerfristig ist ein Mantel für die drei Regionalzeitungen der NZZ-Mediengruppe, die Luzerner Zeitung (deren Chefredaktor Thomas Bornhauser ebenfalls zurückgetreten ist), das St. Galler Tagblatt und die Thurgauer Zeitung, vorgesehen.[8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Firmenchronik
  2. a b c WEMF-Auflagebulletin 2015, S. 24 (PDF; 624 kB).
  3. Stefan Schmid wird neuer Chefredaktor des «St. Galler Tagblatts». In: Neue Zürcher Zeitung. 18. April 2016.
  4. Philipp Landmark: Unsere Zeitung wertet unabhängig. In: Tagblatt Online. 10. Januar 2012.
  5. Ernst Bollinger: Die Ostschweiz. Historisches Lexikon der Schweiz.
  6. Pascal Hollenstein wird Leiter Publizistik der Regionalmedien. In: Neue Zürcher Zeitung. 17. Februar 2016 (Pressemitteilung der NZZ-Mediengruppe).
  7. Pascal Hollenstein: Das Tagblatt bleibt in Ostschweizer Hand. In: St. Galler Tagblatt. 18. April 2016.
  8. NZZ-Regionalmedien. Pascal Hollenstein wird Leiter Publizistik. In: persoenlich.com. 17. Februar 2016.