St. Marien (Magdeburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
St.-Marien-Kirche

Die Kirche St. Marien ist die römisch-katholische Kirche in Sudenburg, einem Stadtteil von Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Sie gehört zur Pfarrei St. Maria, die ihren Sitz an der Kirche Maria Hilfe der Christen im Magdeburger Stadtteil Ottersleben hat, und zum Dekanat Magdeburg des Bistums Magdeburg. Die nach der heiligen Maria (Mutter Jesu) benannte Kirche an der Rottersdorfer Straße steht unter Denkmalschutz und gehört zu den Kulturdenkmalen in Sudenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sich im Zuge der Industrialisierung wieder Katholiken, überwiegend aus dem Eichsfeld und aus Oberschlesien, im evangelisch geprägten Sudenburg angesiedelt hatten, erfolgte 1861 die Gründung des Missionspfarrei Sudenburg. Die Gottesdienste fanden zunächst in einer katholischen Schule statt. Zuvor gehörten die Katholiken in Sudenburg zur Pfarrgemeinde Magdeburg.

Am 13. Mai 1867 wurde an der Morgenstraße, der heutigen Rottersdorfer Straße, der Grundstein für den Kirchenbau gelegt. Damals waren von den etwa 6.500 Einwohnern Sudenburgs rund 1.000 katholisch. Bereits am 8. Dezember des gleichen Jahres folgte die Kirchweihe. Im gleichen Jahr wurde Sudenburg nach Magdeburg eingemeindet. 1892 wurde eine vom Orgelbauer Wilhelm Rühlmann hergestellte Orgel eingebaut. 1897 erfolgte die Erhebung zur eigenständigen Pfarrei. In den Jahren 1944 und 1945 wurde die Kirche durch Kriegseinwirkung erheblich beschädigt. 1949 bekam die Kirche eine neue, aus Teilen mehrerer alter Orgeln neu zusammengesetzte Orgel.

Am 28. Oktober 2007 wurde der die beiden Kirchengemeinden Ottersleben und Sudenburg umfassende Gemeindeverbund Magdeburg-Süd errichtet,[1] im November 2010 wurde er zur heutigen Pfarrei St. Maria zusammengeführt.

Architektur und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche wurde als dreischiffige Basilika im Stil der Neogotik nach Entwürfen des Paderborner Dombaumeisters Arnold Güldenpfennig erbaut.

Die heutige Orgel wurde 1993 vom Unternehmen Hermann Eule Orgelbau Bautzen errichtet.

Weitere katholische Einrichtungen im Einzugsgebiet der Kirche sind die Kindertagesstätte St. Marien[2] und das Orientierungshaus für obdachlose Kinder und Jugendliche.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Joachim Krenzke: Kirchen und Klöster zu Magdeburg. 1. Nachdruck, 2000, S. 120.
  • Nadja Gröschner: Gotteshaus St. Marien steht mitten auf dem Dorfteich. In: Anzeigen-Sonderveröffentlichung der Volksstimme anlässlich des Jubiläums 200 Jahre Sudenburg. Magdeburg 2012, S. 7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Marien (Magdeburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.bistum-magdeburg.de/front_content.php?idcat=1400&idart=2411&lang=5
  2. http://www.caritas.de/adressen/katholische-kindertagesstaette-st.-marien/39112-magdeburg/77686
  3. http://www.ctm-magdeburg.de/aktuelles/aktuelles/orientierungshaus-fuer-obdachlose-kinder

Koordinaten: 52° 6′ 41″ N, 11° 36′ 4″ O