St. Peter (Müntz)

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St. Peter

Titz-Müntz Denkmal-Nr. 22, Raiffeisenstraße (1657).jpg

Konfession: römisch-katholisch
Patronat: Apostel Petrus
Weihedatum: 20. Juni 1877
Rang: Pfarrkirche
Pfarrgemeinde: St. Peter Müntz
Anschrift: Raiffeisenstraße

52445 Titz-Müntz Koordinaten: 50° 58′ 59″ N, 6° 22′ 2″ O

Die Kirche St. Peter ist die römisch-katholische Pfarrkirche des Ortsteils Müntz der Gemeinde Titz im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen).

Die Kirche ist unter Nummer 22 in die Denkmalliste der Gemeinde Titz eingetragen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Kirche in Müntz wird das erste Mal 945 urkundlich erwähnt. 1271 scheint die Erhebung zur Pfarrkirche bereits vollzogen zu sein.[1] Um 1440 wurde die Kirche im gotischen Stil baulich erweitert. Diese Kirche wurde abgebrochen und von 1875 bis 1877 nach Plänen des Architekten August Carl Lange im neogotischen Baustil neu errichtet und am 20. Juni 1877 eingeweiht. [2] Es handelt sich um eine dreischiffige Basilika mit einem Querschiff. Die Säulen bestehen aus schwarzem Marmor. Die Kirche ist mit einem gelben Backstein gemauert.

Durch das Orkantief Xynthia wurde am 28. Februar 2010 der Turmhelm vom Kirchturm herabgerissen. Er fiel auf das Dach des Seitenschiffes und richtete erheblichen Schaden an. Menschen wurden zum Glück nicht verletzt.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Kirche befindet sich ein spätgotisches Antwerpener Retabel, das die Passion zeigt. Die Flügel stammen aus dem 19. Jahrhundert. Aus der Neugotik sind zwei Seitenaltäre vorhanden, Bänke und Figuren sowie die originale, ornamentale Ausmalung der Kirche. Die Fenster der Kirche schuf im Jahr 1953 Maria Katzgrau.[3]

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel wurde 1843 von den Orgelbauern Gebrüder Müller aus Reifferscheid erbaut. Sie wurde noch für die Vorgängerkirche geschaffen. Der Linnicher Orgelbauer Michael Dauzenberg hat das Werk nach dem Neubau der jetzigen Kirche in 1877 überarbeitet. 2004 wurde die Orgel grundlegend restauriert durch die Orgelbauwerkstatt Heintz aus Schiltach. Sie hat 24 Register auf 2 Manuale und Pedal und einen ungewöhnlichen Tonumfang in den Manualen von C-c4.[4]

I Hauptwerk C–c4
Bordun (B,D) 16′
Principal 8′
Gedackt 8′
Gambe 8′
Octav 4′
Quinte 223
Octav 2′
Mixtur IV
Cornett IV 4′
Trompete (B,D) 8′
II Unterwerk C–c4
Salicional (D) 8′
Fernflöte (D) 8′
Hohlflöte (B,D) 8′
Prästant 4′
Flaut 4′
Nasard 223
Singend Octav 2′
Fagott-Hautbois 8′
Pedal C–f1
Contre Bass 16′
Subbass 16′
Octavbass 8′
Violoncell 8′
Octav 4′
Posaune 16′
  • Koppeln: II/I, I/P, II/P

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henk Verbeek: Land aan de Roer. gezoend door de muzen en vertrapt door Mars. Land an der Rur. Von den Musen geküsst und vom Mars geschunden, Roerdalen 2014

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.kirchenmusik-dueren.de/phpkit/include.php?path=php/km/kirchen.php&id=21 (abgerufen am 25. August 2014)
  2. http://www.limburg-bernd.de/Dueren/DenkTit/Nr.%2022.htm (abgerufen am 25. August 2014)
  3. http://www.glasmalerei-ev.de/pages/b3033/b3033.shtml (abgerufen am 25. August 2014)
  4. http://www.kirchenmusik-dueren.de/phpkit/include.php?path=php/km/orgeln.php&id=20 (abgerufen am 25. August 2014)