St. Petrus Canisius (Hohnhorst)

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St. Petrus Canisius
Altarbereich

St. Petrus Canisius ist die katholische Kirche in Hohnhorst (Ortsteil Scheller bei Haste) im niedersächsischen Landkreis Schaumburg. Sie wurde 1966/67 nach Plänen von Johannes Reuter (Kassel) erbaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ansiedlung katholischer Heimatvertriebener und die Erschließung von Neubaugebieten in Hohnhorst und Haste führten zur Planung des neuen Gotteshauses mit dem Patrozinium des Jesuiten, katholischen Reformers und Kirchenlehrers Petrus Canisius. Die Grundsteinlegung erfolgte am 14. August 1966 durch Generalvikar Adalbert Sendker, die Weihe am 8. Juli 1967 durch Bischof Heinrich Maria Janssen. 1977 erhielt die Kirche von Bischof Pierre Mamie eine Canisius-Reliquie aus St. Michael (Fribourg), die in einem Reliquiar in der Marienkapelle ausgestellt ist.

Die Kirche gehörte bis zu deren Auflösung zur Seelsorgeeinheit Lindhorst-Sachsenhagen-Hohnhorst-Bokeloh. Seit September 2012 ist sie Teil der Pfarrei Maria vom heiligen Rosenkranz, Bad Nenndorf.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gotteshaus ist auf quadratischem Grundriss errichtet. Der First des flachen Satteldachs läuft steil ansteigend von der westlichen Ecke, dem Eingangsbereich, zur östlichen, dem Altarraum. Diese beiden Ecken des sonst aus Backstein errichteten Gebäudes sind nach innen gerückte Betonwinkel, die im Osten zwei vertikalen Fensterbahnen, im Westen den beiden Eingangstüren Platz geben. Weitere schmale Fensterbänder säumen das Dach.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Buntglasfenster entstanden nach Entwürfen von Franz Heilmann (Borghorst). Hubert Janning (Münster) gestaltete den bronzenen Christuscorpus an einem dem Bernwardskreuz nachempfundenen Kreuz aus Mooreiche, außerdem Taufbecken und Tabernakel aus Bronze sowie Ambo und Altar aus Michelnauer Basaltlava. Die Altarrückwand trägt eine runde Reliefdarstellung von 7 m Durchmesser, die Josef Hauke (Lauenau) schuf. Sie zeigt das Neue Jerusalem nach der Vision der Johannesoffenbarung (Offb 21 EU) mit Christus als „Bräutigam“ und Maria (der Kirche) als „Braut“, umgeben von Engeln und Heiligen. Von Josef Hauke stammt auch die Muttergottes-Figur in der Marienkapelle.

Die Orgel mit 15 Registern auf zwei Manualen und Pedal wurde 1972 von der Firma Stockmann gebaut.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Petrus Canisius (Hohnhorst) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 22′ 38,9″ N, 9° 23′ 1,3″ O