Stakholz

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Durch Verwitterung sichtbar gewordene Staken bei einem Lehmgefach
Stakendecke eines alten Kuhstalls, zwischen Doppel-T-Eisenträgern

Ein Stakholz, auch als Stake, Stakung oder Stakete bezeichnet, ist im Bauwesen ein etwa armlanges Stück gespaltenes Holz von rundem, rechteckigem oder dreieckigem Querschnitt. Diese Staken werden an einer Balkendecke zwischen die Holzbalken geklemmt, wobei sie in einer Nut an der senkrechten Seite des Balkens oder in kleinen Löchern Halt finden. Dick mit Lehm und Stroh umwickelt werden sie im Lehm-Stroh-Holz-Verbund im Gefache der Decke als Bewehrung bzw. Lehmwickel oder Wellerholz eingesetzt. Nach dem Glätten entsteht eine dichte und stabile Konstruktion.[1]

Diese Methode wurde bereits auch bei der Flechtwerkwand, einer der frühesten Wand-Bauformen angewandt.
Heute ist sie bei Fachwerkhäusern mit Lehmgefachen in Gebrauch.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stakendecke.Pdf claytec.com, Oktober 2007, Arbeitsblatt, S.1, 4.1: Stakendecke (11. Mai 2011)