Stella Rollig

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Stella Rollig (* 1960 in Wien) ist eine österreichische Kunst- und Kulturmanagerin, Autorin und Journalistin. Seit Jänner 2017 ist sie Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Belvederes in Wien. Davor war sie zwölf Jahre lang künstlerische Direktorin des Lentos Kunstmuseums Linz und seit 2011 zusätzlich des Stadtmuseums Nordico.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rollig wuchs in Wien auf, studierte 1978 bis 1985 an der Universität Wien Germanistik und Kunstgeschichte und war nach dem Studium als Journalistin tätig; zunächst im ORF-Hörfunk und von 1990 bis 1994 als freie Journalistin bei der TageszeitungDer Standard“. Als Kunstkritikerin publizierte sie zahlreiche Beiträge in in- und ausländischen Kunstmagazinen.

Von 1992 an war sie immer wieder als Kuratorin tätig, z.B. in Österreich, in den USA, in Kanada und in Russland. 1994 wurde sie von Minister Rudolf Scholten (SPÖ) zur Bundeskuratorin für bildende Kunst am Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ernannt. Ebenfalls 1994 gründete sie das Depot. Kunst und Diskussion und leitete dieses bis 1996.

Seit 1996 übte sie Lehrtätigkeiten aus, z.B. an der Akademie der Bildenden Künste München, in The Banff Centre for the Arts in Banff (Kanada), an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, an der FH Joanneum in Graz und an der Zürcher Hochschule der Künste.

Von 2004 bis 2016 war sie künstlerische Direktorin des Lentos Kunstmuseums Linz und des Stadtmuseums Nordico. Dort realisierte sie mehr als 120 Ausstellungen und Projekte u.a. mit Gilbert & George, VALIE Export, Kutluğ Ataman, Olafur Eliasson und Cathy Wilkes. Themenbezogene Ausstellungen waren u.a. "See this Sound" (2009), "Der nackte Mann" (2012) und "Rabenmütter" (2015).

Seit Jänner 2017 ist sie, von Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) bestellt, Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien.[1] Sie trat die Nachfolge von Agnes Husslein-Arco an, deren Vertrag nach zehn Jahren an der Spitze des Belvedere aufgrund von Compliance-Verstößen nicht mehr verlängert wurde. Rollig gilt als politisch der SPÖ nahestehend, während ihre Vorgängerin Husslein-Arco der ÖVP zugerechnet wird.[2][3]

Sie ist regelmäßig als Jurymitglied bei diversen Preisen und Festivals vertreten (u.a. Filmfestival Split, Stuttgarter Filmwinter, Cittadellarte Fondazione Pistoletto, Diagonale, Festival des österreichischen Films, Otto Mauer-Preis, Österreichischer Grafikpreis, Filmfestival Crossing Europe, Friedrich Kiesler Preis).

Darüber hinaus war sie Mitglied in folgenden Steuerorganen:

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kulturminister Drozda zur neuen Belvedere-Leitung: Stella Rollig und Wolfgang Bergmann sind hochengagiertes Team. In: ots.at. (ots.at [abgerufen am 30. Januar 2017]).
  2. Belvedere: Die österreichische Lösung Die Presse, 17. Oktober 2016
  3. [ttp://www.salzburg.com/nachrichten/diverse/kopf-des-tages/sn/artikel/agnes-husslein-arco-macherin-strauchelt-am-glatten-parkett-der-macht-205708/ Agnes Husslein-Arco: Macherin strauchelt am glatten Parkett der Macht]Salzburger Nachrichten, 27. Juli 2016