Zum Inhalt springen

Studentenbewegung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zug der Studenten auf die Wartburg 1817
Studenten in Peking 1919

Der Begriff Studentenbewegung bezeichnet im heutigen Deutsch-Sprachraum im engeren Sinn die von Studenten und Studentinnen ausgehenden Proteste, mit denen Forderungen nach Hochschul- und Gesellschaftsreformen in den späten 1960er und den frühen 1970er Jahren in Deutschland und weltweit Nachdruck verliehen wurde.[1] Dafür gibt es auch Ausdrücke wie die „kritische Jugendbewegung“ der 1960er und 1970er, die 1968er, die westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre, u. ä. mehr.[2]

Eine Studentenbewegung ist in einem weiteren, zeitlich unbestimmten Sinn eine politische Bewegung von hauptsächlich studentischen Teilnehmern und Teilen des Lehrkörpers, die ihren Ausgang von Universitäten nimmt. Sie steht oft in unmittelbarem Bezug zu einzelnen Maßnahmen der jeweiligen Regierung, kann aber auch die Form einer allgemeinen intellektuell und sozial motivierten außerparlamentarischen Opposition zum herrschenden System annehmen.

Begriffliche Abgrenzung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittel des Protests waren und sind Demonstrationen, Blockaden, symbolische Aktionen, Streiks, Flugblätter und Redebeiträge, aber auch Performance oder Kommunikationsguerilla. Es kann jedoch auch zu Gewalt gegen Sachen und Personen sowie Mobbing gegenüber Hochschulpersonal kommen; in diesem Fall spricht man dann auch von Studentenunruhen oder Studentenrevolten. Auch Konflikte zwischen Studierenden und Stadtbewohnern waren in der Vergangenheit keine Seltenheit.

Soweit sich studentischer Widerstand ausschließlich gegen die Ausgestaltung der Bildungspolitik richtet (z. B. bei der Einführung von Studiengebühren in Deutschland), wird heute überwiegend vom Studentenprotest gesprochen.

Wichtige Studentenbewegungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19. Jahrhundert

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

20. Jahrhundert

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Studentenrevolte in West-Berlin 1968

21. Jahrhundert

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Peter Brandt: Studentische Bewegungen und Frühnationalismus um 1800. Habilitationsschrift, um 1988.
  • Julian Schenke: Student und Demokratie. Das politische Potenzial deutscher Studierender. In: Geschichte und Gegenwart. Transcript Verlag, Bielefeld 2020, ISBN 978-3-8394-5371-1 (PDF; 5,94 MB). [Enthält pointierte Darstellung der großen Studentenbewegungen im deutschen Raum zwischen 1800 und 1969, behandelt die Thematik politischer Mobilisierung unter Studierenden systematisch].
Commons: Studentenbewegung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Studentenbewegung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Studentenrevolte – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Dietrich Hildebrandt: „…und die Studenten freuen sich!“ Studentenbewegung in Heidelberg 1967-1973. esprint-Verlag, Heidelberg 1991, ISBN 3-88326-190-4 (zugleich Diss. FU Berlin, 1990)
  2. Gerhard Bauß: Die Studentenbewegung der sechziger Jahre in der Bundesrepublik und Westberlin. Pahl-Rugenstein, Köln 1977. ISBN 3-7609-0320-7.