Swimming Pool (Film)

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Dieser Artikel erläutert den Film von François Ozon von 2003. Für den Film von Jacques Deray von 1969 siehe Der Swimmingpool, für den Film von Boris von Sychowski von 2001 siehe Swimming Pool – Der Tod feiert mit.
Filmdaten
Deutscher Titel Swimming Pool
Originaltitel Swimming Pool
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch und Englisch
Erscheinungsjahr 2003
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie François Ozon
Drehbuch François Ozon, Emmanuèle Bernheim
Produktion Olivier Delbosc, Marc Missonnier
Musik Philippe Rombi
Kamera Yorick Le Saux
Schnitt Monica Coleman
Besetzung

Swimming Pool ist ein Film von François Ozon mit Charlotte Rampling und Ludivine Sagnier in den weiblichen Hauptrollen. Er wurde 2002 im Luberon (Südfrankreich) und in Großbritannien gedreht und 2003 auf den Filmfestspielen in Cannes erstmals gezeigt.

Handlung[Bearbeiten]

Sarah Morton ist Schriftstellerin in England, schreibt Krimis und ist mit ihrem Leben nicht sehr zufrieden. Sie nimmt dankend eine Einladung ihres Verlegers und Freundes an, zu seiner abgelegenen Villa in Frankreich zu fahren, um dort allein an ihrem neuen Roman zu schreiben.

Überraschenderweise trifft am zweiten Tag die junge Julie ein. Sarah ist empört, weil sie gehofft hatte, Ruhe zu finden. Julie gibt sich als Tochter von Sarahs Verleger aus.

Sarah hat einen plötzlichen Sinneswandel. Statt sich in steifer Manier über Julie zu beschweren, ist sie auf einmal sehr an ihrem Leben und ihren elterlichen Verhältnissen interessiert. Sie schreibt dies auch nieder und die Handlung beginnt sich zu verdichten, als Julie den Text zu lesen bekommt. Julie erwähnt auch einmal, dass Leute, die sich ihr in den Weg stellen, dies sehr bereuen werden.

Julie verkehrt in der Wohnung jede Nacht mit einem anderen Mann. Der Kellner Franck, der Sarah in der Früh immer bedient hat, wird an einem Abend auch von Julie mitgenommen. Es läuft nicht ganz so, wie Julie es sich vorgestellt hat, weil Franck mehr an Sarah interessiert ist und später vorzeitig nach Hause gehen will. Julie erschlägt ihn schließlich mit einem Stein.

Sarah, die sofort den Verdacht hat, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte, findet Julie weinend auf ihrem Bett. Infolge des Schocks glaubt Julie, dass Sarah ihre Mutter sei; sie bedankt sich schluchzend, dass sie zurückgekommen ist. Beim Aufstehen kann sich Julie anscheinend nicht mehr daran erinnern.

Sarah und Julie vergraben gemeinsam die Leiche. Marcel, der sich um das Haus kümmert, wundert sich über das Grab im Garten, doch er wird von Sarah abgelenkt.

Zurück in London hat Sarah das Buch mit Hilfe von Julie fertiggestellt. Ihr Verleger will es aber nicht annehmen. Sarah, die solches bereits erwartet hat, veröffentlicht es bei einem anderen Verlag, womit sie ihren Verleger überrascht. Beim Verlassen der Räumlichkeiten begegnet ihr ein Mädchen, die Tochter des Verlegers, jedoch nicht Julie (frz.), sondern die jüngere Julia (englisch), offensichtlich die Tochter aus seiner jetzigen Ehe. Es bleibt offen, ob es nun zwei Töchter gibt oder die Julie aus Frankreich die ganze Zeit nur in der Einbildung von Sarah existiert hat, inspiriert von Julia.

Kritik[Bearbeiten]

„Ein fabulierfreudiges, hervorragend gespieltes, ebenso anregend wie delikat ersonnenes Vexierspiel um kreative Gestaltung, das zirzensisch und tiefgründig zugleich um existenzielle Fragen, Daseinsansprüche und Lebensbedürfnisse, Ängste und ihre Bewältigung kreist.“

film-dienst 17/2003

Informationen[Bearbeiten]

Der Regisseur hat in einem Interview in der taz vom 14. August 2003 über seinen Film gesagt: „Ab einer bestimmten Stelle im Film weiß man nicht mehr, ob man sich gerade im Film, im Buch, das Sarah schreibt, oder in der Phantasie von Sarah Morton befindet.“

Der Spielfilm ist kein Remake von Der Swimmingpool mit Romy Schneider; Regisseur Ozon hat diesen Film nach eigenem Bekunden erst nach seinem Dreh das erste Mal gesehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Eberhard Ostermann: Die unbewussten Quellen der Kreativität in Swimming Pool. In: E. O.: Die Filmerzählung. Acht exemplarische Analysen. München (Fink) 2007. S. 61-77. ISBN 978-3-7705-4562-9.

Weblinks[Bearbeiten]