Der Swimmingpool

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert den Film von Jacques Deray von 1969. Andere Bedeutungen siehe Swimmingpool (Begriffsklärung).
Filmdaten
Deutscher Titel Der Swimmingpool
Originaltitel La Piscine
Produktionsland Frankreich/Italien
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1969
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Jacques Deray
Drehbuch Jean-Claude Carrière, Jean-Emmanuel Conil
Musik Michel Legrand
Kamera Jean-Jacques Tarbès
Schnitt Paul Cayatte
Besetzung

Der Swimmingpool (Originaltitel: La Piscine) ist ein Film von Jacques Deray. Er lief am 31. Januar 1969 in den französischen und am 8. März 1970 in den bundesdeutschen Kinos an.

Handlung[Bearbeiten]

Das Paar Marianne und Jean-Paul verbringt seinen Sommerurlaub in Saint-Tropez in einem traumhaften Haus mit großem Pool. Plötzlich taucht Jean-Pauls alter Freund Harry auf. Marianne war Harrys Geliebte, bevor sie Jean-Paul kennen und lieben lernte. Harry bringt seine 18-jährige, attraktive Tochter Pénélope mit, von der zuvor weder Marianne noch Jean-Paul etwas gewusst haben.

Spontan lädt Marianne die Neuankömmlinge dazu ein, mit ihnen im großen Haus Urlaub zu machen. Diese gehen gerne darauf ein. Zwischen den Personen kommt es zu zunächst harmlosen erotischen Anziehungen und Anspielungen, die sich aber allmählich steigern und ernster werden, bevor sie schließlich in einem nächtlichen Streit zwischen den beiden rivalisierenden Männern gipfeln. Im Verlauf der Auseinandersetzung ertränkt Jean-Paul den schwer angetrunkenen Harry im Swimmingpool, indem er dessen Kopf immer wieder unter Wasser drückt, und arrangiert das Ganze spontan so, als sei es ein Badeunfall gewesen.

Auch die Polizei muss zunächst von einem Unfall ausgehen, doch dann taucht für weitere Nachforschungen Inspektor Lévêque auf. Er hat den Akten entnommen, Harry sei schwimmen gegangen, ohne seine teure Uhr abzulegen. Er findet heraus, dass Harry ein guter Schwimmer war, und die – arrangierten – Kleider am Beckenrand, statt vom Tage verschmutzt, frisch gereinigt waren. Aus diesen Dingen folgert er, dass Harry ins Wasser gestoßen und ertränkt worden sein dürfte.

Marianne ahnt, dass ihr Freund der Mörder ist, verschweigt es aber gegenüber dem Inspektor. Sie stellt Jean-Paul zur Rede, der ihr daraufhin sein Verbrechen beichtet. Lévêque muss aus Mangel an Beweisen die Untersuchung einstellen. Pénélope fliegt zu ihrer Mutter in die Schweiz. Jean-Paul und Marianne wollen auch abreisen, doch Marianne weigert sich, zu Jean-Paul ins Auto zu steigen. Sie versucht ein Taxi zu rufen, das sie zum Bahnhof bringen soll. Aber Jean-Paul unterbricht das Telefonat. Am Schluss stehen beide in der Villa hinter einem Fenster, Jean-Paul hält Marianne in seinen Armen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Belanglose Kolportage-Story mit schicker Ausstattung, die ganz auf die beiden Stars zugeschnitten ist.“

Lexikon des internationalen Films

„Über dem Dreh an der Côte d’Azur liegt von Anfang an eine sinnliche Hochspannung, die Nebendarstellerin Christine Caron spricht von einer Art Osmose zwischen Schneider und Delon, so wie ein unsichtbarer Faden, der sie verbunden hat.

Der Tagesspiegel[1]

„Abgründiger Erotikthriller in brennender Hitze.“

TV Movie[2]

„Der Film bezieht seine erotische Spannung nicht zuletzt aus der Tatsache, dass Alain Delon und Romy Schneider bis 1964 ein Paar waren und nun erstmals wieder zusammen drehten.“

ARTE[3]

„Trotz etwas kolportagehafter Story war diese Rolle für Romy Schneider der Beginn ihrer Weltkarriere.“

Prisma.de[4]

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Film wurde in Ramatuelle und in Saint-Tropez gedreht. Die Dreharbeiten dienten Delon in der Markovič-Affäre als Alibi.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christian Schröder: Der unsichtbare Faden: Romy & Alain. In: Der Tagesspiegel am 22. September 2013, zuletzt abgerufen am 9. November 2015.
  2. TV Movie: Programmhinweis auf Tele5 am 8. November 2015, zuletzt abgerufen am 9. November 2015.
  3. ARTE: Programmhinweis am 19. Mai 2013, zuletzt abgerufen am 9. November 2015.
  4. Prisma.de: In Leidenschaft vereint - Romy Schneider und Alain Delon, zuletzt abgerufen am 9. November 2015.