Synology

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Synology Inc.

Rechtsform Incorporated
Gründung 2000
Sitz Taipeh, Taiwan
Leitung Derren Lu
Mitarbeiterzahl 671
Umsatz 350 Mio. US-Dollar
Branche Informationstechnik
Website www.synology.com
NAS vom Typ Synology DS213j

Synology Inc. (Chinesisch: 群暉科技, Qúnhuī Kējì) ist neben QNAP und Western Digital einer der führenden Hersteller von Servern und NAS-Systemen vor allem für Privatleute und kleine bis mittlere Unternehmen. Neben der Hardware liefert Synology gleichzeitig auch ein auf Linux basierendes Betriebssystem mit der Bezeichnung Disk Station Manager (DSM) aus, das vielfach ausgezeichnet wurde.[1]

Geschäftsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synology wurde im Januar 2000 von Cheen Liao und Philip Wong gegründet und beschäftigt mittlerweile über 400 Mitarbeiter.[2] Die beiden Taiwaner stießen anfangs in eine Marktlücke, die Apple mit der Einstellung seiner bei Agenturen, Verlagen sowie Audio- und Videoproduzenten beliebten Server Apple Xserve hinterlassen hatte. Liao und Wong, die ihr Geschäft bei Microsoft gelernt hatten, entwickelten das auf Linux basierende Betriebssystem DSM für die reibungslose Zusammenarbeit mit dem von Apple genutzten Netzwerkprotokoll AFP Apple Filing Protocol, so dass die Synology-Geräte schnell zum Geheimtipp bei der obengenannten Zielgruppe wurde, die meist mit Apple-Endgeräten arbeitet.

Neben dem Geschäftsfeld Server entwickelte sich die Sparte der Überwachungslösung, die auf mit dem Softwarepaket Surveillance ausgestattete Server setzt.[3] Die Firma hat ihr Programm auch in Richtung Hochleistungsserver erweitert. Im Markt für sogenannte „Power User“-NAS-Geräte lag im Jahr 2018 der weltweite Marktanteil laut Alex Wang, CEO der amerikanischen Niederlassung, zwischen 40 und 50 Prozent[4], wobei zu bedenken ist, dass die Firma nicht berichtspflichtig ist und damit keine exakten Zahlen veröffentlichen muss.

Die NAS-Linie von Synology ist bekannt als DiskStation für Desktop-Modelle, FlashStation für All-Flash-Modelle und RackStation für Rackmount-Modelle.[5] Die Produkte von Synology werden weltweit vertrieben und in mehreren Sprachen lokalisiert. Sitz ist Taipeh, Taiwan. Niederlassungen an zahlreichen Standorten weltweit.[6]

Niederlassungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederlassung[6] Gründung
Synology America Headquarters in Bellevue, Washington, Vereinigte Staaten Juni 2006
Synology America in Washington D.C., Vereinigte Staaten
Synology UK Ltd in Milton Keynes, England, Vereinigtes Königreich Oktober 2006
Synology GmbH in Düsseldorf, Deutschland Mai 2011
Synology France SARL in Puteaux, Frankreich März 2012
Synology Shanghai, Shanghai, China
Synology Japan Co., Ltd., Tokio, Japan

Synology DiskStation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synology DiskStation ist das Network Attached Storage (NAS) von Synology. Die DiskStation ist ein in einen Sockel/Turm integriertes NAS-Gerät, das von einem Schacht bis zu 24 Schächten in einem einzigen Gehäuse reicht.[7] Einige Modelle zeichnen sich durch Skalierbarkeit des Speichers aus, wobei physische Einheiten für zusätzlichen Speicher miteinander verbunden werden können, ohne dass eine Neuerstellung des Volumes oder ein Verlust der Verfügbarkeit erforderlich ist.[8]

Synology FlashStation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synology FlashStation ist eine Voll-Flash-Version der DiskStation.[9]

Synology RackStation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synology RackStation ist eine rack-mounted-Version der DiskStation. Sie verfügt über die Eigenschaften der DiskStation mit der Abweichung, dass sie für den Einbau in einen 19-Zoll-Rackrahmen vorgesehen ist. Einige der Rack-Modelle von Synology verfügen über redundante Netzteile. Wie ihre desktop-orientierten Geschwistermodell bieten auch ausgewählte Modelle der RackStation Speicherskalierbarkeit.[10]

Synology Router[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synology hat ebenfalls mehrere Routermodelle veröffentlicht. Der Mesh-Router MR2200AC unterstützt bis zu 2,53 Gbps, während eine 717-MHz-Quad-Core-CPU läuft.[11] Der RT2600ac unterstützt bis zu 2,53 Gbps, während eine 1,7-GHz-Dual-Core-CPU läuft.[12]

Software[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synology entwickelt auch Software. Dazu gehören einerseits die Betriebssysteme für seine Hardware, andererseits Client-Anwendungen.[13]

Disk Station Manager (DSM)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DiskStation Manager (DSM) ist ein Linux-basiertes Betriebssystem für die NAS-Geräte der Reihen DiskStation und RackStation. Die Benutzeroberfläche ist webbasiert.[14] Synology DSM ist die Grundlage der DiskStation, welche die Grundfunktionen der Dateifreigabe, der zentralisierten Sicherung, des RAID-Speichers, des Multimedia-Streaming, des virtuellen Speichers und der Verwendung der DiskStation als Netzwerk-Videorekorder integriert. Synology bietet seinen Benutzern auch kostenlose mobile Anwendungen bzw. Pakete an, einschließlich der Unterstützung für iOS, Android und Kindle Fire.[15] Darunter sind sowohl Eigenentwicklungen als auch externe Software wie MediaWiki, GitLab oder PHP.[16] Die aktuelle Hauptversion 7 wurde am 29. Juni 2021 veröffentlicht,[17]

Je nach verwendeter Hardware ist seit den Modellreihen des Jahres 2013 auch die Nutzung von Docker für die Virtualisierung weiterer Anwendungen unter DSM möglich.[18]

Router Manager (SRM)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Router Manager (SRM) ist ein Betriebssystem für Router.[19] Der Synology Router Manager wurde vom DiskStation Manager abgeleitet.

Cloud Station[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cloud Station ist ein Filehosting- und Backup-System,[20] bei der ein Synology-NAS den Server darstellt. Offizielle Clientanwendungen waren ursprünglich für Mac OS und Microsoft Windows verfügbar, mittlerweile sind sie das auch für Linux.[21][13]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Synology DSM 6.2 Named Business Software of the Year in PC Pro Excellence Awards 2019. In: synology.com. Synology, 8. Oktober 2019, abgerufen am 13. Januar 2022 (englisch).
  2. Jobs & Karriere. In: Synology.com. Archiviert vom Original am 4. März 2016. Abgerufen im Mai 2015.Vorlage:Cite web/temporär
  3. Torben Blatter: NAS: QNAP oder Synology – ein Vergleich. Chip, 18. November 2013, abgerufen am 23. August 2018.
  4. T. S. Ganesh: Next-Gen NAS: An Interview with Alex Wang, CEO of Synology America (englisch) In: AnandTech. 24. Juli 2018.
  5. Produktliste | Synology Inc. Abgerufen am 8. Juni 2020.
  6. a b Niederlassung | Synology Inc. Abgerufen am 8. Juni 2020.
  7. FlashStation FS6400. Abgerufen am 8. Juni 2020.
  8. Synology Inc. Abgerufen am 8. Juni 2020.
  9. FS6400 | Synology Inc. Abgerufen am 8. Juni 2020.
  10. RS1219+ | Synology Inc. Abgerufen am 8. Juni 2020.
  11. Synology MR2200ac │ Sichereres WLAN im ganzen Haus │ WPA3-zertifiziert | Synology Inc. Abgerufen am 8. Juni 2020.
  12. Synology RT2600ac │ AC2600 Hochgeschwindigkeits-WLAN-Router │ Kindersicherung und Sicherheit │ | Synology Inc. Abgerufen am 8. Juni 2020.
  13. a b Synology: Download Center – DS118 (englisch) Abgerufen am 25. August 2018.
  14. Synology Inc.: Support-Portal – Synology – Network Attached Storage (NAS). In: www.synology.com. Abgerufen am 9. März 2016.
  15. Pakete | Synology Inc. Abgerufen am 8. Juni 2020.
  16. Synology: Pakete. Abgerufen am 25. August 2018.Vorlage:Cite web/temporär
  17. Felix Frank: Synology DSM 7.0: Offizielle Verteilung startet nächste Woche – das sind die Neuerungen. In: stadt-bremerhaven.de. Caschys Blog, 23. Juni 2021, abgerufen am 9. Januar 2022.
  18. Docker – Zusatzpakete. In: synology.com. Synology, abgerufen am 13. Januar 2022.
  19. Synology Inc.: Router RT1900ac | Synology Inc. Abgerufen am 23. August 2018.
  20. Carsten Knobloch: Synology DSM 6.0: Cloud Station Backup sichert den PC. In: Caschys Blog. 18. Februar 2016.
  21. John Timmer: Synology offers a Dropbox substitute—meet the personal cloud (englisch) In: Ars Technica. 4. Februar 2014. Abgerufen am 25. August 2018.