TNF-Blocker

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TNF-Blocker sind Arzneistoffe, die in der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen Anwendung finden. Sie sind Hemmstoffe des Signalstoffs Tumornekrosefaktor (TNF), der an der Steuerung der Zellaktivität des Immunsystems beteiligt ist. TNF kann Zelltod, Zell- und Gewebswachstum, Zelldifferenzierung und Ausschüttung anderer Signalstoffe anregen. Er löst Fieber aus und ist an der Entstehung der Kachexie bei bestimmten Krankheiten beteiligt. Ferner wirkt TNF auf den Fettstoffwechsel, die Blutgerinnung, die Insulinresistenz und die endotheliale Funktion.

TNF-Blocker werden zurzeit vor allem zur Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn, der chronisch-entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung Morbus Bechterew, der Hautkrankheit Psoriasis der Gelenkerkrankung Rheumatoide Arthritis und der Takayasu-Arteriitis genutzt.

Die wichtigsten medizinisch genutzten Vertreter der TNF-Blocker sind die monoklonalen Antikörper Infliximab, Adalimumab, Golimumab und Certolizumab pegol sowie das gentechnologisch hergestellte Protein Etanercept.

TNF-Wirkungen werden auch durch natürlich vorkommende Substanzen wie z. B. durch das aus dem Kurkuma stammende Curcumin[1] oder die in grünem Tee vorkommenden Catechine[2] gehemmt.

Literatur[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Gulcubuk A, Altunatmaz K, Sonmez K et al. Effects of curcumin on tumour necrosis factor-alpha and interleukin-6 in the late phase of experimental acute pancreatitis. J Vet Med A Physiol Pathol Clin Med 2006;53:49–54. PMID 16411910
  2. Guruvayoorappan C, Kuttan G. (+)-Catechin inhibits tumour angiogenesis and regulates the production of nitric oxide and TNF-alpha in LPS-stimulated macrophages. Innate Immun 2008;14:160-74. PMID 18562575
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