Tatort: Kurzschluß

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelKurzschluß
Tatort 0058 Kurzschluß 01.svg
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
NDR
Länge96 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
EinordnungFolge 58 (Liste)
Erstausstrahlung7. Dezember 1975 auf Deutsches Fernsehen
Stab
RegieWolfgang Petersen
DrehbuchHerbert Lichtenfeld,
Wolfgang Petersen
ProduktionDieter Meichsner,
Günter Handke
MusikNils Sustrate
KameraHans-Joachim Theuerkauf
SchnittKarin Baumhöfner
Besetzung

Kurzschluß ist ein Fernsehfilm aus der Fernseh-Kriminalreihe Tatort der ARD und des ORF. Der Film wurde vom NDR produziert und am 7. Dezember 1975 zum ersten Mal gesendet. Er ist die 58. Folge der Tatort-Reihe und der 5. Fall für Kommissar Finke.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barmstedt, einer der Drehorte. Rechts befindet sich die Einfahrt zur Polizeiwache von Linden.

Der Kleinkriminelle Piet Kallweit hat erfolgreich eine Bankfiliale in der Kleinstadt Linden im Kreis Ostholstein überfallen. Während der Flucht hat er einen Schaden an der Benzinleitung seines Fahrzeugs und muss anhalten. Handelsvertreter Höllbrock will nach einer Kundenbesuchsreise nach Hause zurückfahren, obwohl ihm vor Kurzem der Führerschein wegen Trunkenheit abgenommen wurde. Als er losfahren möchte, wird er vom Bankräuber mit einer Pistole bedroht, der damit sein Ersatzfahrzeug gefunden hat.

Polizeiobermeister Freidahl ist mit dem Streifenwagen auf dem Weg in eine Werkstatt. Er hat erhebliche Schulden, die den Familienetat belasten. Eine Lösung für dieses finanzielle Problem hat er momentan nicht. Der Bankräuber und Geiselnehmer will dem hinter ihm fahrenden Streifenwagen entwischen und zwingt den Handelsvertreter zu verwegenen Fahrmanövern. Es entwickelt sich eine gefährliche Verfolgungsfahrt, als er vergeblich versucht, den Fahrer zum Anhalten zu bewegen. In einer Senke springt Kallweit mit der Beute aus dem Wagen und flüchtet in Richtung Bahndamm. Freidahl folgt ihm und es kommt zu einem Schusswechsel. Es gelingt Kallweit, seine Beute auf dem Weg zu verstecken, auf einen Güterzug zu springen und zu entkommen. Auf dem Rückweg entdeckt Freidahl die Beute, aber lässt den Fund an Ort und Stelle.

Mittlerweile wurde der Banküberfall entdeckt und Kommissar Finke nimmt die Ermittlungen auf. Damit die Beute nicht gefunden wird, macht Freidahl einige Falschaussagen und lässt so die Ermittler glauben, der Fahrer des Fluchtwagens habe das Geld. Er gibt an, dass er das Nummernschild nicht richtig habe erkennen können. Der Handelsvertreter jedoch wundert sich, dass sein Nummernschild laut Zeitung nicht lesbar gewesen ist. Anhand einer auf den Bruchstücken der Nummer basierenden Fahrzeugliste befragt Finkes Assistent Jessner auch Höllbrock, doch der gibt sich ahnungslos. Kallweit will sich nun die Beute holen, muss aber feststellen, dass sie nicht mehr da ist. Er findet heraus, dass Freidahl das Geld hat, und erpresst ihn, woraufhin dieser ihm das Geld gibt. Danach bringt Kallweit Höllbrock um und zwingt den Polizisten zur Hilfe bei der Beseitigung der Leiche. Als Kallweits VW Käfer gefunden wird, bringt er Freidahl dazu, den Wagen zu reparieren, um den Tathergang zu vertuschen.

Die Leiche wird jedoch gefunden und Finke kommen Zweifel an der Theorie, dass es zwei Täter waren. Der plötzlich reparierte Käfer und die Zeugenaussage eines Nachbarn des Vertreters bringen Finke auf die Spur von Freidahl. Da Freidahl aber merkt, dass alles aufgedeckt wird, trifft er sich mit Kallweit an der Bootswerft. Es kommt zu einem Schusswechsel, als Freidahl sich durch seine Festnahme das Gewissen reinwaschen möchte. Als Finke und die Kollegen Freidahls eintreffen, finden sie den verletzten Kallweit vor, den sie festnehmen, aber Polizeiobermeister Freidahl ist bereits seinen Schussverletzungen erlegen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Linden ist fiktiv. Außenaufnahmen wurden unter anderem in der schleswig-holsteinischen Stadt Barmstedt gemacht, die auch in der Folge Blechschaden als Kulisse diente.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Tatort: Kurzschluß. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juli 2007 (PDF; Prüf­nummer: 110 710 DVD).