Tecuci

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den gleichnamigen Ort im Kreis Teleorman (Rumänien) siehe Tecuci (Teleorman)
Tecuci
Wappen von Tecuci
Tecuci (Rumänien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Westmoldau
Kreis: Galați
Koordinaten: 45° 51′ N, 27° 26′ OKoordinaten: 45° 51′ 1″ N, 27° 26′ 3″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 50 m
Fläche: 86,76 km²
Einwohner: 34.871 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 402 Einwohner je km²
Postleitzahl: 805300
Telefonvorwahl: (+40) 02 36
Kfz-Kennzeichen: GL
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Munizipium
Bürgermeister: Cătălin-Constantin Hurdubae (PSD)
Postanschrift: Str. 1 Decembrie 1918, nr. 66
loc. Tecuci, jud. Galați, RO–805300
Website:

Tecuci ist eine Stadt im Kreis Galați in der Westmoldau in Rumänien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Tecuci im Kreis Galați

Im Süden der historischen Region des Fürstentums Moldau (Principatul Moldovei) gelegen, befindet sich Tecuci an bewaldeten Hügeln am Fluss Bârlad und ca. 10 Kilometer östlich vom Fluss Sereth entfernt. Der Ort liegt an der Europastraße E 581 (Mărășești–Odessa) zwischen Mărășești und Bârlad. Die Eisenbahnstrecken aus Galați–Bârlad und Făurei–Tecuci treffen in der Stadt aufeinander. Die Kreishauptstadt Galați ist 78 Kilometer südöstlich von Tecuci entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Tecuci, zur Zeit des Realsozialismus

Die Geschichte der Besiedlung der Region reicht bis in die Jungsteinzeit zurück. Auf dem Gebiet von Tecuci wurden bei archäologischen Ausgrabungen zahlreiche Funde der Jungsteinzeit und Behausungen welche in die La-Tène-Zeit deuten, gemacht. Im Westen des Ortes – beim Flugplatz – wurden auch Nekropolen des Mittelalters mit einem Durchmesser von 4,60 Meter und einer Höhe von 1,50 Meter gefunden; diese wurden 1938 geebnet. Gemäß dem moldauischen Chronisten Grigore Ureche (1590–1647), hatte auf einem Hügel – von den Einheimischen Movila Mare genannt – der moldauische Woiwode Ștefan cel Mare, drei Tage lang sein Lager bei einer Schlacht gegen die Türken, aufgeschlagen.[2] Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Tecuci stammt aus dem Jahr 1435.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2002 hatte die Stadt Tecuci 42.094 Einwohner; 40.467 davon waren Rumänen, 24 waren Ungarn, 5 waren Deutsche, 1.540 waren Roma. Darüber hinaus wurden auch Ukrainer (2), Lipowaner (2), Türken (2), Serben (1), Bulgaren (2), Griechen (5), Juden (15), Italiener (2) und 25 anderer Nationalität registriert.[4] Im Jahre 1900 waren es erst 13.401 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kathedrale Sf. Gheorghe
  • Die rumänisch-orthodoxe Kathedrale Sf. Gheorghe
  • Das Museum Gheorghe Petrașcu
  • Der Volksgarten von Tecuci
  • Zahlreiche Bauten der Stadt errichtet im 19. und 20. Jahrhundert stehen unter Denkmalschutz.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Calistrat Hogaș (1847–1917), Schriftsteller[6]
  • Nicolae Petrașcu (1859–1944), Historiker
  • Gheorghe Petrașcu (1872–1949), Maler[7]
  • Ion Petrovici (1882–1972), Philosoph, Professor an der Universität „Alexandru Ioan Cuza“ in Iași (1923–1926), Mitglied der Rumänischen Akademie (ab 1935) und Minister für Nationale Bildung und Kultur (1937–1942)[8]
  • Iorgu Iordan (1888–1986), Sprachwissenschaftler, Vizepräsident der Rumänischen Akademie
  • Mihail Manoilescu (1891–1950), Politiker, Außenminister Rumäniens (4. Juli – 4. September 1940)
  • Victor Stănculescu (1928–2016), Militär und Politiker
  • Henri Moscovici (* 1944), Mathematiker
  • Oana Pantelimon (* 1972), Bronzemedaillengewinnerin bei Olympia 2000 im Hochsprung
  • Alina Gorghiu (* 1978), Politikerin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tecuci – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Institute Of Archaeology − Tecuci, abgerufen am 3. August 2010 (rumänisch)
  3. Geschichte des Ortes auf der Website von Tecuci, abgerufen am 3. August 2010 (rumänisch)
  4. Volkszählung 2002
  5. Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB)
  6. Angaben zu Calistrat Hogaș bei ziarullumina.ro abgerufen am 6. Oktober 2013 (rumänisch)
  7. Gheorghe Petrașcu bei amosnews.ro abgerufen am 6. Oktober 2013 (rumänisch)
  8. Ion Petrovici, bei Universitatea „Alexandru Ioan Cuza“ din Iași abgerufen am 3. August 2010 (rumänisch)