Teena Marie

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Teena Marie (2010)

Teena Marie (* 5. März 1956 in Santa Monica, Kalifornien; † 26. Dezember 2010 in Pasadena, Kalifornien; geboren als Mary Christine Brockert) war eine US-amerikanische R&B- und Soul-Sängerin, Gitarristin, Komponistin und Produzentin. Zu ihren bekanntesten Aufnahmen zählen Square Biz (1981), Lovergirl (1984) und Ooo La La La (1988). Sie war auch unter den Pseudonymen Lady T und Lady Tee bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teena Marie hatte portugiesische Vorfahren und wuchs in Oakwood (US-Bundesstaat Kalifornien) auf, inmitten einer überwiegend afroamerikanischen Bevölkerung. Sie wohnte zeitweise im Haus von der Familie der US-Sängerin Jill Jones.[1] Als Teena Marie 2004 in einem Hotelzimmer schlief, fiel ihr ein großer Bilderrahmen auf den Kopf und der Schlag verursachte eine schwere Gehirnerschütterung, die für den Rest ihres Lebens vorübergehende Anfälle zur Folge hatte. Einen Monat vor ihrem Tod hatte sie einen schweren Anfall erlitten.[2] Am 26. Dezember 2010 wurde Teena Marie von ihrer Tochter leblos in ihrem Haus in Los Angeles aufgefunden.[3]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Musiker Rick James schrieb und produzierte ihr erstes Album Wild and Peaceful (1979). Der Titel I’m Just a Sucker for Your Love, ein Duett der beiden, wurde ein Hit. Da kein Foto von Teena Marie auf dem Cover vorhanden war und ihr Label Motown selten weiße Künstler unter Vertrag nahm, wurde sie zunächst für eine schwarze Sängerin gehalten.

Im Jahr 1980 trat Teena Marie als Vorgruppe bei dem US-Musiker Prince bei dessen damaliger Dirty-Mind-Tournee auf.[4] Nach ihrem vierten Album (1981) verließ sie das Label Motown im Streit. Es kam zu juristischen Auseinandersetzungen, deren Ausgang als „Brockert Initiative“ bekannt wurde: Ein Label darf einen Künstler nicht unter Vertrag halten, wenn es keine Veröffentlichungen gibt. Es folgten etliche erfolgreiche Alben und Singles bei Epic Records. Für den Kinofilm Top Gun steuerte sie das Lied Lead me on bei. Als der kommerzielle Erfolg Ende der 1980er nachließ, zog sich Teena Marie aus dem Musikgeschäft zurück und widmete sich ihrer Familie. Sie hatte eine Tochter namens Alia Rose, die ebenfalls als Sängerin auftritt.

Einige ihrer Hits wurden in den 1990ern von Hip-Hop-Musikern in Form von Samples verarbeitet, etwa Ooo La La La von den Fugees in ihrem Hit Fu-Gee-La (1996), oder von anderen Sängerinnen neu aufgenommen, z. B. I Need Your Lovin von Sheena Easton (2000). 2004 hatte Teena Marie ein Comeback mit dem Album La Dona, das Platz 6 der Charts erreichte. Dieser Comeback-Versuch brachte ihr im selben Jahr eine Grammy-Nominierung ein. 2008 erhielt sie den Pioneer Award der Rhythm and Blues Foundation.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5][6]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
UK UK US US
1979 Wild and Peaceful US94
(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 31. März 1979
1980 Lady T US45
(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. Februar 1980
Irons in the Fire US38
(29 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 6. Juli 1980
1981 It Must Be Magic US23
Gold
Gold

(25 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. Mai 1981
1983 Robbery US119
(24 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 18. September 1983
1984 Starchild US31
Gold
Gold

(35 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 11. November 1984
1986 Emerald City US81
(11 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 22. Juli 1986
1988 Naked to the World US65
(13 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 21. März 1988
1990 Ivory US132
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. September 1990
2004 La Doña US6
(21 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2004
2006 Sapphire US24
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. Mai 2006
2009 Congo Square US20
(6 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. Juni 2009
2013 Beautiful US63
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 15. Januar 2013

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
1985 Greatest Hits Erstveröffentlichung: 1985
1991 Greatest Hits Erstveröffentlichung: 1991
1994 I Need Your Lovin': The Best of Erstveröffentlichung: 17. Mai 1994
Passion Play Erstveröffentlichung: 19. Juli 1994
1996 Motown Milestones: The Best of Erstveröffentlichung: 23. Januar 1996
1997 Lovergirl: The Teena Marie Story Erstveröffentlichung: 11. Februar 1997
2000 Love Songs Erstveröffentlichung: 18. Januar 2000
Ultimate Collection Erstveröffentlichung: 1. Februar 2000
2001 The Millennium Collection: The Best of Erstveröffentlichung: 27. März 2001
2002 Super Hits Erstveröffentlichung: 7. Mai 2002
2011 Playlist: The Very Best of Erstveröffentlichung: 10. Mai 2011

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
UK UK US US
1979 I’m a Sucker for Your Love
Wild and Peaceful
UK43
(8 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Juni 1979
feat. Rick James
1980 Behind the Groove
Lady T
UK6
(10 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Mai 1980
I Need Your Lovin’
Irons in the Fire
UK28
(6 Wo.)UK
US37
(14 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Oktober 1980
1981 Square Biz
It Must Be Magic
US50
(13 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juli 1981
1984 Lovergirl
Starchild
UK76
(3 Wo.)UK
US4
(24 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Dezember 1984
1985 Jammin’
Starchild
US81
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: April 1985
1988 Ooo La La La
Naked to the World
UK74
(4 Wo.)UK
US85
(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Februar 1988
1990 Since Day One
Ivory
UK69
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Oktober 1990
2004 Still in Love
La Doña
US70
(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Mai 2004
A Rose by Any Other Name
La Doña
US97
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Dezember 2004
feat. Gerald Levert

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://beautifulnightschitown.blogspot.de/2013/02/the-question-of-u-jill-jones-talks-2.html
  2. We Remember Teena Marie, foxync.com, abgerufen am 8. Juni 2019
  3. Soulsängerin: Teena Marie ist tot. In: Spiegel Online. 27. Dezember 2010, abgerufen am 9. Juni 2018.
  4. http://beautifulnightschitown.blogspot.de/2013/02/the-question-of-u-jill-jones-talks-2.html
  5. a b Chartquellen: UK US
  6. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US