Tegguida-n-Tessoum

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Tegguida-n-Tessoum (auch Teggida n'Tessoum) ist eine Oasenstadt in Niger, ca. 90 km nördlich der Stadt Ingall, in der Tonebene von Talak. Sie besteht vorwiegend aus Flachdach-Lehmhäusern.

Die Wirtschaft in Tegguida-n-Tessoum basiert vorwiegend auf der Salzherstellung, die sich in ihrer Art und Weise von den Salinen in den Oasen Fachi, Séguédine und Bilma unterscheidet, weil sie noch aufwendiger und mühevoller ist. Ähnlich wie in den genannten Oasen wird Wasser verdunstet, allerdings in kreisrunden Löchern.[1]

Salzhaltiger Boden der Umgebung wird mit salzhaltigen Quellwasser in großeren Becken zunächst vermischt. Dann wird die entstandene Salzsole in benachbarte Becken gegossen. Damit eine hohe Salzkonzentration entsteht, wird dieser Vorgang mehrfach wiederholt. In kleinen Becken lagert sich durch weitere Verdunstung schließlich ein rötliches Salz ab, das neben etwas Glaubersalz vorwiegend Kochsalz enthält. Diese Masse wird zu Salzbroten geformt und in Ingall oder auf südlicheren Märkten als Viehsalz verkauft oder in Hirse, Zucker oder andere Waren getauscht.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fotos der Salinen in Tegguida-n-Tessoum

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Ritter: Salzkarawanen in der Sahara, Atlantis-Verlag Zürich 1980, ISBN 3-7611-0580-0

17.4291666666676.6427777777778Koordinaten: 17° 26′ N, 6° 39′ O