Teixobactin

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Strukturformel
Teixobactin
Allgemeines
Name Teixobactin
Andere Namen

N-Methyl-D-phenylalanyl-L-isoleucyl-L-seryl-D-glutaminyl-D-alloisoleucyl-L-isoleucyl-N-[(3S,6S,9S,12R,13S)-3-[(2S)-2-butanyl]-6-{[(4S)-2-imino-4-imidazolidinyl]methyl}-9,13-dimethyl-2,5,8,11-tetraoxo-1-oxa-4,7,10-triazacyclotridecan-12-yl]-L-serinamid

Summenformel C58H95N15O15
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1613225-53-8
PubChem 86341926
Wikidata Q18720369
Eigenschaften
Molare Masse 1242,466 g·Mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Teixobactin ist ein experimenteller Wirkstoff mit antibiotischen Eigenschaften, der im Januar 2015 durch einen Artikel in der Fachzeitschrift Nature vorgestellt wurde.[2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gegen Gram-positive Bakterien wirksame Substanz Teixobactin soll (bisher) keine Resistenzentwicklung bei denjenigen Bakterien zeigen, die für Teixobactin empfindlich sind, weil in den Aufbau der Bakterienzellwand „an vielen entscheidenden Stellen“ eingegriffen wird und durch viele gleichzeitig notwendige Anpassungen der Bakterien eine Resistenzbildung erschwert wird. Teixobactin bindet an den Vorläufermetaboliten des Peptidoglykans, Lipid II, sowie an den Vorläufer von Teichonsäure, Lipid III.[2] Keiner der untersuchten Stämme von Staphylococcus aureus oder Mycobacterium tuberculosis war resistent gegen Teixobactin.[2] Teixobactin wurde als Kooperation der Universität Bonn, des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung und der Northeastern University mit den Firmen NovoBiotic Pharmaceuticals und Selcia entdeckt und charakterisiert.[2]

Teixobactin wurde aus dem im Boden lebenden gramnegativen Bakterium Eleftheria terrae isoliert.[2] Teixobactin ist ein cyclisches Depsipeptid, das als nichtribosomales Peptid aus elf Aminosäuren durch die Enzyme Txo1 und Txo2 erzeugt wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. a b c d e L. L. Ling, T. Schneider, A. J. Peoples, A. L. Spoering, I. Engels, B. P. Conlon, A. Mueller, T. F. Schäberle, D. E. Hughes, S. Epstein, M. Jones, L. Lazarides, V. A. Steadman, D. R. Cohen, C. R. Felix, K. A. Fetterman, W. P. Millett, A. G. Nitti, A. M. Zullo, C. Chen, K. Lewis: A new antibiotic kills pathogens without detectable resistance. In: Nature. [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck] Januar 2015, doi:10.1038/nature14098, PMID 25561178.