Tendai Huchu

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Tendai Huchu (2019)

Tendai Huchu (* 1982 in Bindura) ist ein simbabwischer Schriftsteller, der in Edinburgh lebt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tendai Huchu besuchte die Churchhill High School in Harare und studierte anschließend an der University of Zimbabwe Bergbautechnik. Inzwischen lebt er als Podologe in Edinburgh. Huchus Erstlingswerk Der Friseur von Harare, das 2011 in deutscher Übersetzung erschienen ist, thematisiert das große afrikanische Tabuthema Homosexualität. Sein Buch wurde in der Presse sehr gut besprochen. So schreibt etwa Birgit Koß auf Deutschlandradio, dass „kurze spritzige Dialoge (…) dazu (führen), dass der Roman schnell und leicht zu lesen ist. Trotz der vielen tragischen Anklänge schildert Tendai Huchu seine Geschichte um Vorurteile und Moral, Familientragödien und Ambitionen junger Menschen in Simbabwe mit großer Leichtigkeit, viel Humor und Witz, sodass die bittere Wahrheit erst langsam ins Bewusstsein des Lesers rückt und nicht nur ein Lächeln, sondern auch Nachdenklichkeit zurücklässt.“[1]

2012 war er Jurymitglied der Auszeichnung Das außergewöhnliche Buch des Kinder- und Jugendprogramms des Internationalen Literaturfestivals Berlin.

2017 wurde seine Kurzgeschichte The Marriage Plot mit dem Nommo Award for African Speculative Fiction ausgezeichnet.[2]

Presseschau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Hairdresser of Harare / Der Friseur von Harare

„Tendai Huchu's tale of rivalry between two hairdressers in contemporary Zimbabwe is an entertaining comedy of manners and class, an education in the shocking ruination of Zimbabwe by the Mugabe regime, and a reminder of the visceral intensity of homophobia in some cultures.“

„Präsidentenwahl in Simbabwe? Wieder mal gelaufen. Wer 33 Jahre Mugabe-Herrschaft wirklich verstehen will, sollte Tendai Huchus witziges und kluges Buch lesen: Der Friseur von Harare.“

Charlene Rautenberg: Wo Schwulsein als Seuche des weißen Mannes gilt, in: Die Welt vom 4. August 2013[4]

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: The Maestro, The Magistrate & The Mathematician
  • 2011: Der Friseur von Harare, Text: Tendai Huchu, Übersetzung aus dem Englischen: Jutta Himmelreich, Peter Hammer Verlag (Original 2010: The Hairdresser of Harare)
  • 2010: An Untimely Love, Whiskey Creek Press

Festivalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1639829/
  2. The 2017 Nommo Award Winners - African Speculative Fiction Society. Abgerufen am 3. November 2019.
  3. https://www.theguardian.com/books/2013/mar/08/hairdresser-harare-tendai-huchu-review
  4. Charlene Rautenberg: Harare: Wo Schwulsein als Seuche des weißen Mannes gilt. In: welt.de. 4. August 2013, abgerufen am 7. Oktober 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]