Teodor Pejačević

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Teodor Pejačević
Dr. Teodor Graf Pejačević von Virovitica
Titel Graf
Ernennungen Ban von Kroatien (1903–1907)
Vorgänger Dragutin Khuen-Héderváry
Nachfolger Aleksandar Rakodczay
Staat Kroatien innerhalb
der Habsburgermonarchie
Haus Pejačević
Geburt 24. September 1855
in Našice (Kroatien)
Tod 22. Juli 1928
in Wien (Österreich)
Vater Ladislav Pejačević
Mutter Gabrijela geb. Döry
von Jobahaza
Ehefrau Elizabeta (Lila)
geb. Vay de Vaya
(∞ 22. Januar 1881)
Kinder Marko, Velimir,
Teodora (Dora),
Elizabeta, Gabrijela

Teodor Pejačević (zu deutsch Theodor Pejatschewitsch, ungarisch Pejácsevics Tivadar; * 24. September 1855 in Našice; † 22. Juli 1928 in Wien) war ein kroatischer Adliger, Politiker und Staatsmann aus dem Hause Pejačević. Er war Ban (Vizekönig) von Kroatien und Slawonien ab 1903 bis 1907.

Leben[Bearbeiten]

Dr. Teodor Graf Pejačević von Virovitica wurde als zweites Kind und älterer Sohn von Ladislav Pejačević (* 1824 - † 1901) und dessen Ehefrau Gabrijela geb. Döry Freiin von Jobahaza (* 1830 - † 1913) geboren. Sein Vater war ebenfalls Ban von Kroatien (1880–1883).

Er studierte Jus an den Universitäten Bonn und Budapest und wurde Doktor der Rechte. Am 22. Januar 1881 heiratete er die Freiin Elizabeta (Lilla) geb. Vay de Vaya, und sie hatten fünf Kinder: Marko, Velimir, Teodora (Dora), Elizabeta und Gabrijela.

Pejačević war langjähriger Großgespan von Virovitica (1886–1901), Ban von Kroatien (1903–1907) sowie Minister in der ungarischen Regierung (1913–1917) von Ministerpräsident István Tisza.

Anfang des 20. Jahrhunderts war er Mitgestalter einer neuen Richtung in der kroatischen Politik, die durch der Allianz zwischen Kroaten und Serben in Kroatien gekennzeichnet war, mit dem Ziel, gemeinsame Vorteile innerhalb der Habsburgermonarchie zu erreichen. 1905 wurde dazu eine politische Koalition zwischen kroatischen und serbischen Politikern vereinbart, die ab 1906 bis 1918 (d.h. bis zur Auflösung der Habsburgermonarchie) in den kroatischen Ländern regierte.

Als Befürworter der regierenden Koalition unterstützte Pejačević den Widerstand gegen die ungarische Forderung von 1907, die ungarische Sprache als offizielle Sprache der damaligen Kroatischen Eisenbahnen einzuführen. Da dieser Widerstand scheiterte, war Pejačević zum Rücktritt gezwungen.

Als sein drittes Kind wurde 1885 die Tochter Dora, eine bekannte kroatische Komponistin und Geigerin, geboren.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Prof. Dr. Rudolf Horvat, kroatischer Historiker: "Najnovije doba hrvatske povijesti" („Das neueste Zeitraum der Kroatischen Geschichte“), Zagreb 1906.
  • Prof. Silvija Lučevnjak, Geschäftsführerin des Našice Heimatmuseums: „Familie Pejačević und Virovitica“ herausgegeben in der Sammlung der Texte für das internationale Symposium „725 Jahre der Franziskaner in Virovitica“, Virovitica 2006.

Weblinks[Bearbeiten]