Terry Fell

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Terry Fell (* 13. Mai 1921 in Dora, Alabama; † 4. April 2007 in Madison, Tennessee) war ein US-amerikanischer Country-Musiker. Sein größter Hit war Don’t Drop It.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terry Fell wurde 1921 in Alabama geboren und bekam seine erste Gitarre im Alter von neun Jahren. Später lernte er auch Mandoline und besuchte Gesangsstunden. Als Fell 13 Jahre alt war, starb sein Vater und drei Jahre später zog Fell alleine nach Kalifornien, wo er einige Zeit in einem Camp der Civilian Conversation Corps (CCC Camps) verbrachte. Nachdem er für kurze Zeit wieder in Alabama wohnte, zogen Fell und seine Mutter endgültig an die Westküste der USA. Dort begann er 1943, als Bassist für Merl Lindsay zu spielen.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Truck Driving Man, 1954

Fell startete seine Schallplatten-Karriere um 1945 als Mitglied in Billy Hughes‘ Band. Erstmals auf Schallplatte zu hören war Fell mit Hughes bei Fargo Records. Danach begann Fell, solo für Cortney und 4 Star Records aufzunehmen. Obwohl keine seiner Singles dort Hits wurden, so führten sie doch dazu, dass RCA Victor Fell 1954 für ihr neues Sublabel X Records unter Vertrag nahm.

Bereits während seiner ersten Session für RCA in Hollywood spielte er die Single ein, die sein größter Erfolg werden sollte. Obwohl die A-Seite Don’t Drop It Platz vier der Hot Country Songs erreichte, war es am Ende doch die B-Seite Truck Driving Man, die im Laufe der Jahre zu einem Klassiker der Trucker-Country-Musik wurde. 1976 schaffte es der Song in der Version von Red Steagall in die Charts. Don’t Drop It wurde unter anderem auch von Wilbert Harrison und Jerry Lee Lewis gecovert.

Fell nahm in den nächsten zwei Jahren weiterhin für RCA auf, konnte aber letztendlich nicht an seinen Anfangserfolg anknüpfen. RCA verlängerte seinen Vertrag 1956 daher nicht und Fell spielte in den nächsten Jahren einige Platten für Crest Records und Lode Records ein, die aber keinen Erfolg hatten. 1959 leistete Fell seinen Militärdienst in der US-Army und war in Deutschland stationiert. Zusammen mit Elvis Presley, der zur selben Zeit G.I. war, schrieb er den Song Mississippi River; der Titel wurde nie veröffentlicht, aber 1996 für 30.000 Dollar versteigert.

Aufgrund des fehlenden Erfolges und von gesundheitlichen Problemen gab Fell seine Karriere auf. Für kurze Zeit managte er den späteren Country-Star Buck Owens und schrieb 1961 Bobby Edwards‘ Hit You’re The Reason. Fell zog 1962 nach Nashville, Tennessee, wo er als Songschreiber und für verschiedene Publisher-Firmen arbeitete, bis er in Pension ging. 1993 veröffentlichte Bear Family Records die CD Truck Driving Man mit seinen gesammelten Werken. Terry Gordon vermerkte, dass Fell 1998 gestorben sei, revidierte dies aber wieder. Fell wurde um seine Leistungen in der Musik von der Alabama Music Hall of Fame ausgezeichnet.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle 4-Star- und RCA-Platten erschienen unter dem Namen Terry Fell and the Fellers.

Jahr Titel # Anmerkungen
Fargo Records
Paper Heart / You Don’t Want Me Anymore 1112 mit den Red River Rangers
4 Star Records
1947 Paper Heart / You Don’t Want Me Anymore 1160
1947 You Ran Around / I’ve Done All I Know To Do 1161
1947 You Are My Sunshine / Will There Be a Light In Your Window 1162
1947 Guess I’m Better Off Without You / Rainbow at Midnight 1163
1948 There’s a Gold Moon Shining / You’re Not Wanted Here 1206
1948 Napanee / Little by Little 1211
1948 Snow Beard / Put Another In Heart 1212
1950 Snow Dear / With Another In Your Heart 1426
X Records
1954 Let’s Stay Together Till After Christmas / We Wanna See Santa Do The Mambo 4X-0009
1954 Don’t Drop It / Truck Driving Man 4X-0010
1955 You Don’t Give a Hang About Me / Get Aboard My Wagon 4X-0079
1955 Mississippi River Shuffle / He’s In Love with You 4X-0114
1955 I’m Hot To Trot / Fa-So-La 4X-0149
RCA Victor
1955 That’s What I Like / I Nearly Go Crazy 20-6256
That’s The Way The Big Ball Bounces / What Am I Worth? 20-6353
If I Didn’t Have You / Over and Over 20-6444
Consolation Prize / What! Bam! Hot Ziggity Zam 20-6515
Don’t Do It, Joe / I Can Hear You Cluckin’ 20-6621
1956 Play The Music Louder / Caveman 20-6707
Lode Records
1958 Child Bride / Paper Kite 2004
Crest Records
1960 Y’all Be Good Now / Who Whose 1071
Sims Records
1964 If I Could Learn to Love You Less / Music City U.S.A. 192
RCA Victor
I’ve Never Been Sober / ? 47-9719

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993: Truck Driving Man (Bear Family Werkausgabe)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]