The Easybeats

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The Easybeats
The Easybeats (1968)
The Easybeats (1968)
Allgemeine Informationen
Herkunft Sydney
Genre(s) Beatmusik
Gründung 1964, 1986
Auflösung 1969, 1986
Gründungsmitglieder
Gesang
Stevie Wright
Rhythmusgitarre
George Young
Leadgitarre
Harry Vanda
Bass
Dick Diamonde
Schlagzeug
Gordon „Snowy“ Fleet
(1964–1967, 1986)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Tony Cahill (1967–1969)

The Easybeats waren eine australische Beatband, die mit Friday on My Mind im November 1966 ihren größten Hit hatte.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friday on My Mind (Label der Single von 1966)

Die Easybeats wurden 1964 in Sydney gegründet. Die Bandmitglieder kamen alle aus Familien, die aus Europa eingewandert waren. Sänger Stevie Wright war aus London, Rhythmusgitarrist George Young, der ältere Bruder der AC/DC-Musiker Malcolm und Angus Young, kam aus Glasgow, Harry Vanda (Leadgitarre) kam aus Den Haag, Dick Diamonde (geboren Dingeman van der Sluijs) (Bass) kam aus Hilversum, und Drummer Gordon „Snowy“ Fleet kam aus Liverpool.

1965 wurden die Easybeats die erfolgreichste Popband Australiens und lösten eine Hysterie aus – ähnlich der Beatlemania in Europa –, die bald als Easyfever bezeichnet wurde. Die Band produzierte eine Reihe von Hits, alle von Young und Vanda geschrieben, darunter For My Woman (Rang #5 der australischen Hitparade), She’s So Fine (#1), Wedding Ring (#6), Sad And Lonely And Blue, Easy As Can Be, Women (Make You Feel Alright) (#1), In My Book, Come And See Her (#1), I’ll Make You Happy (#1) und Sorry (#4). Auch für die australische Coca-Cola-Werbung wurden sie, wie zu dieser Zeit nicht unüblich, mit zwei gesungenen Jingles eingespannt.

Am 14. Juli 1966 reisten die Easybeats mit der Referenz von vier vorausgegangenen australischen Tophits nach Großbritannien, um hier einige Platten aufzunehmen. Im September 1966 entstanden in den Londoner Olympic Studios unter Studioregie von Shel Talmy in acht Stunden vier Aufnahmen, darunter Friday on My Mind / Made My Bed, Gonna Lie in It. Talmy entschied sich für Friday on My Mind mit den markanten verflochtenen Riffs zweier Gitarren, in nur einem Take fertiggestellt.[1] Seine Idee war das kurze Schlagzeugsolo kurz vor Schluss, das den letzten Refrain einleitet. Diese beiden Titel wurden am 14. Oktober 1966 zusammen mit 63 weiteren konkurrierenden Singles als Single veröffentlicht. Friday on my Mind entwickelte sich durch das intensive Airplay insbesondere der Piratensender zur vielgecoverten Hymne (über 140 Coverversionen) der Arbeiterklasse über die am Montag beginnende Vorfreude auf den letzten Arbeitstag am Freitag. In Großbritannien wurden hiervon 250.000 Platten umgesetzt und ein Platz sechs erreicht, weltweit wurde die Millionengrenze überschritten und im Mai 1967 die Goldene Schallplatte hierfür verliehen.[2] Talmy produzierte 16 Titel für die Easybeats, verteilt auf acht Singles, die den Anfangserfolg nicht mehr wiederholen konnten.

1967 kam Tony Cahill als neuer Drummer für Snowy Fleet. Weitere Hits waren (And The Music) Goes Round My Head im Januar 1968, Hello, How Are You (zwei Versionen: eine soft, eine rockiger) und Falling Off The Edge Of The World (März 1968) sowie St. Louis (Mitte 1969).

1969 lösten sich die Easybeats auf. Vanda und Young blieben als Songschreiber und Produzenten erhalten, unter anderem für Sha Sha (1971) von Grapefruit sowie für John Paul Young (Love Is In The Air, Standing In The Rain, Lost In Your Love) und AC/DC (bei denen Youngs jüngere Brüder Angus Young und Malcolm Young spielen). Vanda / Young starteten dann unter anderem Namen Ende der 1970er Jahre ein Comeback bei Flash and the Pan mit Hits wie Hey St. Peter, Down Among The Dead Men, Midnight Man, Early Morning Wake Up Call und Ayla. Im Jahr 1986 fand sich die Originalbesetzung der Easybeats im Rahmen des Revival-Booms für einige Auftritte wieder zusammen. 2005 wurde die Band in die ARIA Hall of Fame aufgenommen.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: The Easybeats – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. John Tait, Vanda and Young: Inside Australia’s Hit Factory, 2010, S. 62
  2. Joseph Murrells, Million Selling Records, 1985, S. 223
  3. ARIA Hall of Fame. Australian Recording Industry Association, abgerufen am 6. August 2017 (englisch).