Schlagerpiraten

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Filmdaten
Deutscher Titel Schlagerpiraten
Originaltitel The Girl Can’t Help It
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1956
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Frank Tashlin
Drehbuch Frank Tashlin
Herbert Baker
Produktion Frank Tashlin
Musik Bobby Troup
Kamera Leon Shamroy
Schnitt James B. Clark
Besetzung

Schlagerpiraten (Originaltitel: The Girl Can’t Help It) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahre 1956.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fatso Murdock war einst der König der Spielautomaten. Doch diese Zeit ist lang vorbei. Jetzt möchte er die attraktive Blondine Jerri Jordan, die Tochter eines alten Freundes heiraten. Doch möchte ein Fatso Murdock keine unbedeutende Ehefrau. Sie soll ein Star sein. Er beauftragt den abgehalfterten Künstleragenten Tom Miller, innerhalb von sechs Wochen einen Gesangsstar der neuen Rock-’n’-Roll-Szene aus ihr zu machen.

Zunächst ziehen Tom und Jerri durch diverse Clubs und Jerri zieht das Interesse der Clubbesitzer auf sich. Es gibt nur ein Problem: Jerri kann angeblich nicht singen. Sie möchte außerdem viel lieber eine ganz normale Frau sein und hat überhaupt kein Interesse daran, ein Star zu werden, geschweige denn Fatso zu heiraten. Doch Fatso setzt die zwei weiter unter Druck. Er möchte seine künftige Frau nicht nur in jeder Jukebox der Vereinigten Staaten sehen, sondern gibt sogar mit einen seiner im Gefängnis geschriebenen Songs, Rock Around The Rockpile den aufzunehmenden Titel vor.

Tom nimmt das Lied mit Ray Anthony und seiner Band auf. Aufgrund der mangelhaften Sangeskünste Jerris, setzt sie bei der Aufnahme nur die Akzente mit einem sirenenartigen Schrei. Zwischenzeitlich verlieben sich Jerrie und Tom ineinander. Chronisch eifersüchtig lässt Murdock Tom und Jerri durch seinen Assistenten Mousi beschatten und sogar das Telefon abhören. Als Mousie bemerkt, das sich zwischen den beiden tatsächlich etwas anbahnt, manipuliert er das zum Abhören benutzte Tonband um keinen Verdacht aufkommen zu lassen.

Der Jukeboxkönig Wheeler möchte das Lied jedoch nicht in seine Jukeboxen aufnehmen, da Fatso Murdock, einst erbitterter Konkurrent, der Autor des Songs ist. Wheeler und Murdock hatten sich einst im Spielautomatengeschäft bekriegt und Wheeler wurde von Fatso sogar ins Knie geschossen.

Fatso beschließt daraufhin selbst ins Jukeboxgeschäft einzusteigen. Mit seinen bekannten Mafiamethoden wirft er Wheeler Stadt für Stadt aus dem Geschäft. Durch Murdocks Jukeboxgeschäft wurde der Song von Jerri zu einem Riesenerfolg im ganzen Land.

Auf einem Konzertabend mit zahlreichen Stars des Rock ’n’ Roll soll auch Jerri auftreten. Fatso hat jedoch mittlerweile erkannt, dass Jerri zwar nun ein Star ist, jedoch tatsächlich unmusikalisch ist. Er möchte sie, als großer Musikliebhaber nun nicht mehr zur Frau. Daraufhin gesteht Mousie die Manipulation des Tonbandes, welcher daraufhin freudig überrascht ist die bereits geplante Hochzeit nicht absagen zu müssen sondern die Braut an Tom zu übergeben.

Aufgrund seiner Verluste bedrohen Wheeler und seine Männer Murdock auf dem Konzertabend, jedoch rettet ihn Tom, indem er Wheeler niederschlägt und Fatso auf die Bühne schickt, um seinen eigenen Song zu singen. Unter den Augen des Publikums vermeidet Wheeler einen weiteren Angriff. Er erkennt stattdessen die Begeisterung der anwesenden Jugendlichen und produziert Fatso lieber als ihn zu erschießen. Dies wird Fatsos eigener Durchbruch zum Gesangsstar. Tom heiratet schließlich Jerri und Fatso wird Trauzeuge.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Komödie wurde zu einem Kultfilm der 1950er Jahre durch die zahlreichen Stars des Rock ’n’ Roll, die in diesem Film auftreten. Neben Ray Anthony treten in diesem Film folgende Künstler auf: Johnny Olenn, Little Richard, Eddie Fontaine, The Chuckles, Abbey Lincoln, Julie London, Gene Vincent, Eddie Cochran, The Treniers, Fats Domino und The Platters. Außerdem singt Jayne Mansfield den Song Ev'rytime. Der Film wurde 1982 unter dem englischen Originaltitel des Films wieder in die deutschen Kinos gebracht. Der altmodische 1950er Jahre Titel Schlagerpiraten wurde für diesen Wiederstart abgelegt. Auf der 2005 erschienenen DVD ist die 1990 für das ZDF angefertigte neue Synchronisation zu hören.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Satire auf das amerikanische Schlagergeschäft in den 50er Jahren, aufgehängt an der Geschichte einer jungen Frau, die zum Star gemacht werden soll. Optisch und akustisch einfallsreich lärmende Komödie im Comic-strip-Stil mit zeitkritischen Akzenten.“

Lexikon des internationalen Films

„Frank Tashlins erfindungsreiche Komödie aus dem Jahre 1956, die früher bei uns unter dem Titel „Schlagerpiraten“ in den Kinos lief, gefällt noch immer durch ihre surrealistischen Gags, ihre satirische Präzision und die exemplarische Bescheidenheit ihrer Musik-Präsentation.“

Hans-Christoph Blumenberg: Die Zeit, 21. Juni 1974[1]

Die Fox stellt mit Jane Mansfield ihren Marilyn-Monroe-Ersatz vor, und im Vergleich mit dem byzantinischen Formenreichtum der Mansfield schrumpft das Vorbild zu einer dürren Audrey-Hepburn-Erscheinung zusammen. Im übrigen verläßt sich das harmlose Lustspiel auf die Enthüllung der engen Beziehungen zwischen der amerikanischen Musikautomaten- und der Gangster -Branche sowie auf ein monotones Potpourri neuester Rock'n Roll-Nummern.

Der Spiegel Nr. 12 vom 29. März 1957

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jayne Mansfield erhielt für ihre Leistung als Jerri Jordan den Golden Globe Award als Beste Nachwuchsdarstellerin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Filmtips. In: Die Zeit, Nr. 26/1974