The Third Jihad: Radical Islam’s Vision for America

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Filmdaten
Deutscher Titel The Third Jihad: Radical Islam's Vision For America
Originaltitel The Third Jihad: Radical Islam's Vision For America
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2008
Länge 72 Minuten
Stab
Regie Wayne Kopping
Produktion Raphael Shore

The Third Jihad: Radical Islam's Vision For America ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahre 2008 über die nach Ansicht der Filmemacher bestehende Bedrohung der Vereinigten Staaten durch den Islamismus. Die Macher des Films bringen die Meinung zum Ausdruck, die Islamisten verfolgten eine „vielschichtigte Strategie, um die westliche Welt zu bezwingen“, indem sie einen „kulturellen Jihad“ durchführten, „um die Gesellschaft zu infiltrieren und von Innen heraus zu unterminieren“.[1]

Die Regisseure des Films sind Wayne Kopping aus Südafrika und Erik Werth. Produzenten sind Erik Werth und Raphael Shore. Durch den Film führt Doktor Zuhdi Jasser, ein muslimischer Amerikaner.

Produktion[Bearbeiten]

Der Produzent und der Regisseur waren schon bekannt durch den einige Jahre zuvor entstandenen Film Obsession: Radical Islam's War Against the West.[2] Zu ihnen kam der Produzent und Regisseur Erik Werth, der schon für den Emmy nominiert gewesen war für seine Sendung Dateline NBC und auch schon Regierungsbeamte beraten hatte. Durch den Film führt Doktor Zuhdi Jasser, ein muslimischer Amerikaner.[3][4][5]

In dem Film werden Ausschnitte von Sendungen von American Broadcasting Company (ABC), Fox News Channel, MSNBC, CNN, As-Sahab (dem Medienarm von Al-Qaida) , Christian Broadcasting Network (CBN), IRINN (ein Sender des Iran), Al-Aqsa TV und anderer nicht genannter Nachrichtenorganisationen benutzt.

Synopsis[Bearbeiten]

Laut der Webseite der Macher des Films offenbart dieser, dass „radikale Islamisten, geleitet durch eine Ablehnung von westlichen Werten, Kulturen und Religion, eine vielschichtige Strategie verfolgen, um die westliche Welt zu bezwingen.“[1] Im Gegensatz zum gewalttätigen Jihad stellt der Film das Konzept des „kulturellen Jihad“ vor. Dieser Jihad sei „eine Methode, um unsere Gesellschaft von Innen heraus zu infiltrieren und zu unterminieren“.[1] Das Hauptthema des Films ist, wie dieser „kulturelle Jihad“ nach Ansicht der Filmemacher die Sicherheit der Vereinigten Staaten gefährdet.[3][6][7] Ein Unterschied wird gemacht zwischen dem Islamismus und dem Islam. Trotzdem wirft der Film vielen Vertretern des Islam in den USA vor, „zu infiltrieren und dominieren zu wollen“.[8]

Zu den für den Film interviewten Personen gehören unter anderem Tom Ridge, Rudy Giuliani, Ayaan Hirsi Ali, Rachel Ehrenfeld, Manda Zand Ervin, Tawfik Hamid, Melanie Phillips, Bernard Lewis, Walid Phares, Joe Lieberman, Eugene Rivers, Mark Steyn, Jim Woolsey und Polizeikommissar von New York City Raymond Kelly.[9]

Benutzung zum Training beim NYPD[Bearbeiten]

Im Januar 2011 berichtete The Village Voice, dass der Film im Antiterrorprogramm der New Yorker Polizeibehörde benutzt worden sei und das Anschauen Pflicht gewesen sei. Ein Polizist wird zitiert mit den Worten: „Es war so unglaublich einseitig. Es zeigte Muslime nur als den Feind. Es war totale Propaganda.“[10]

Im Januar 2012 berichtete die New York Times, 1498 Polizisten hätten den Film im Rahmen von dessen Einsatz zum Antiterrortraining angesehen.[10][11][12][13][14][15]

Muslimische Gruppen verlangten den Rücktritt des Chefs des NYPD wegen der Benutzung des Films in seiner Abteilung.[16] Zuhdi Jasser[17] und ein muslimisches Mitglied des New York City Council verteidigten den Film und sahen seine Benutzung positiv.[18]

Werbung[Bearbeiten]

Der Film bekam Unterstützung von Rudolph Giuliani, Jon Kyl, Trent Franks und Sue Myrick.[19] Er wurde auch auf Fox News vorgestellt.[20]

Der Film ist auf DVD erhältlich.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c The Third Jihad Film Website
  2. Franklin Lamb, "Israel threatens Lebanon and Obama", Al-Ahram Weekly, August 27 - September 2, 2009, Issue No. 962, accessed August 17, 2010
  3. a b The Third Jihad: Radical Islam's Vision for America. Haaretz. 11. Juni 2010. Abgerufen am 19. August 2010.
  4. Film asserts radical Islamists waging cultural jihad in U.S.. Tucson Citizen. 20. Oktober 2008. Abgerufen am 19. August 2010.
  5. Matthew J. Morgan, John L. Esposito, Jean Bethke Elshtain: The Impact of 9/11 on Religion and Philosophy: The Day that Changed Everything?.. Macmillan, 2009 (Zugriff am August 19, 2010).
  6. Michael Cosgrove, Digital Journal, August 30, 2009
  7. Ron Rhodes: The Coming Oil Storm.. Harvest House Publishers, 2010 (Zugriff am August 19, 2010).
  8. MICHAEL POWELL: In Shift, Police Say Leader Helped With Anti-Islam Film and Now Regrets It, New York Times. 24. Januar 2012. 
  9. The Third Jihad. The Third Jihad. 5. Oktober 2008. Abgerufen am 19. August 2010.
  10. a b Tom Robbins: NYPD Cops' Training Included an Anti-Muslim Horror Flick. In: The Village Voice, 19. Januar 2011. Abgerufen am 24. Januar 2011. 
  11. Michael Powell: In Police Training, a Dark Film on U.S. Muslims. In: The New York Times, 24. Januar 2012. 
  12. Daniel Tencer: NYPD officers shown Muslim-bashing film in counter-terror training. In: The Raw Story, 19. Januar 2011. Abgerufen am 24. Januar 2011. 
  13. http://www.democracynow.org/2011/1/20/headlines/nypd_used_anti_muslim_video_in_training_courses
  14. New York: Polizei schulte Beamte mit anti-muslimischem Film Der Spiegel
  15. New York bildete Polizei mit Islam-Hass-Video aus Focus
  16. Muslims call for NYPD chief to resign over video The Washington Post
  17. Of films and fear New York Post
  18. CAIRs Crusade against The Third Jihad National Review
  19. The Third Jihad website - Approbations. Abgerufen am 7. Mai 2011.
  20. 'The Third Jihad'. Fox News. Abgerufen am 19. August 2010.