Theodor Liedtcke

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Theodor Liedtcke (* 23. Oktober 1828 in Königsberg; † 20. November 1902 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler.

Liedtcke sollte sich der Landwirtschaft widmen, ging aber, seiner Neigung folgend, 1846 in Königsberg zur Bühne, wurde dann Baritonist bei einer Gesellschaft in Vilnius, sang darauf Basspartien am Stadttheater zu Stettin und fand als Schauspieler zuerst in Altona ein bedeutenderes Engagement.

Nach wechselndem Aufenthalt in Stettin, Weimar, Dresden, Liegnitz, Wien wurde er 1850 am Berliner Hoftheater engagiert. Früher hauptsächlich im Helden- und Liebhaberfach wirkend, hat er sich später dem Humoristischen zugewandt und sich namentlich zu einem der glücklichsten Repräsentanten humoristischer Geistes- und Geburtsaristokraten im Frack herausgebildet. Als Gast trat er in Hamburg, Leipzig und München auf.

Theodor Liedtcke starb 1902 im Alter von 74 Jahren in Berlin. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirche vor dem Halleschen Tor, wo vierzig Jahre zuvor bereits seine früh verstorbene Gattin Clara Liedtcke (1820–1862) ihre letzte Ruhestätte gefunden hatte. Beide Gräber sind nicht erhalten.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 233.
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
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