Theodor Mengelbier

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Theodor Wilhelm Albert Mengelbier (* 30. Dezember 1857 in Mülhausen im Elsaß; † 15. Juli 1932)[1] war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Infanterie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mengelbier war vom 21. April 1911 bis 26. Januar 1914 Kommandeur des 4. Unter-Elsässischen Infanterie-Regiments Nr. 143.[2] Anschließend kommandierte er als Generalmajor zu Beginn des Ersten Weltkriegs im August 1914 während der Schlacht bei Tannenberg in Ostpreußen die 3. Infanterie-Brigade der 2. Division (Generalleutnant Adalbert Falk). Am 19. April 1915 übernahm er das Kommando über die 12. Landwehr-Division im Elsass. Bei einem Stellungsbesuch in der Rehfelsenstellung am Unteren Rehfelsen[3] am 24. April 1916 erhielt er einen Bauchschuß. Er wurde in Colmar wiederhergestellt, musste aber die Führung der Division an General Paul von Drabich-Waechter abgeben.[4]

Vom 5. November 1916 bis 2. Januar 1917 führte er abermals an der Ostfront die 16. Division am oberen Styr und Stochod in Wolhynien. Zwischen 23. Mai 1917 und 6. Februar 1918 war Mengelbier Kommandeur der 101. Division, die bis Oktober 1917 an der makedonischen Front eingesetzt war und danach an die Ostfront verlegte, wo sie am Sereth in Stellung ging. Am 28. März 1918 wurde er Nachfolger von Generalleutnant Wilhelm Groener als der letzte Kommandierender General des I. Armee-Korps an der Ostfront.[5]

1923 wurde er in Freiburg Vorsitzender des Breisgauvereins für Luftfahrt e. V.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Hentschel: Familienbuch Remagen (evangelisch–reformiert). Abgerufen am 25. April 2014.
  2. Günter Wegmann (Hrsg.), Günter Wegner: Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1815–1990. Teil 1: Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815–1939. Band 2: Die Stellenbesetzung der aktiven Infanterie-Regimenter sowie Jäger- und MG-Bataillone, Wehrbezirkskommandos und Ausbildungsleiter von der Stiftung bzw. Aufstellung bis 1939. Biblio Verlag. Osnabrück 1992. ISBN 3-7648-1782-8. S. 351.
  3. Südausläufer des Hartmannsweiler Kopfs
  4. Curt Badinski: Aus großer Zeit. Erinnerungsblätter des Jäger-Feld-Bataillons Nr.9. Weltkrieg 1914-1918. Ratzeburg 1932, Lauenburgischer Heimatverlag, H. H. C. Freystatzky's Buchdruckerei.
  5. Generalleutnant Mengelbier, Deutsche Kriegsgeschichte.
  6. Walter Vetter: City-Flugplatz Freiburg. Die Geschichte., S. 5.