Thomas Dreier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Thomas Dreier (* 1957) ist ein deutscher Jurist und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreier studierte Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte in Bonn, Genf sowie New York[1]. Er promovierte 1990 und habilitierte sich im Jahr 2000 an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Professor für Bürgerliches Recht mit den Forschungsschwerpunkten Rechtsfragen der Informationsgesellschaft, Urheberrecht und neue Technologien. Er ist Leiter des Instituts für Informations- und Wirtschaftsrecht (IIWR) und des Zentrums für Angewandte Rechtswissenschaft (ZAR)[2] am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Zugleich ist er Honorarprofessor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Fellow (WS 2015/16 - SoSe 2016), Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF), Bielefeld[3]; Senior Fellow Käte Hamburger Kolleg "Recht als Kultur" [4], Bonn; Gastprofessuren an der National University of Singapore/New York University School of Law, Singapur (Herbst 2008) sowie der University of Haifa, Israel (Frühjahr 2008), Global Law Professor, New York University, School of Law (Frühjahr 2002 und 2004)[5]. Zuvor war Dreier am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb tätig.

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreier ist Vorsitzender des Fachausschusses "Urheberrecht" der Deutschen Vereinigung für Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR), Vizepräsident der Association littéraire et artistique internationale (ALAI) (2001 - 2016) und stellvertretender Vorsitzender von deren Deutscher Landesgruppe (2001 - 2010), Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Recht und Informatik e.V. (DGRI) (2001 - 2009), Mitglied des Beirats des Instituts für Kunst und Recht e.V. (IFKUR) (2009 - ), Mitglied des Beirats des Interdisziplinären Zentrums für Geistiges Eigentum an der Universität Mannheim e.V. (2008 - ), Mitglied des Advisory Board des Center for Intellectual Property and Information Law (CIPIL), University of Cambridge (2007 - ), Mitglied des Beirats von iRights - Urheberrecht in der digitalen Welt (2005 - ), Mitglied des Advisory Panel on Intellectual Property, Steering Committee on the Mass Media (CDMM) des Europarates (2001 - 2004).

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreier ist Autor zahlreicher Schriften zum Urheber-, Informations- und Kunstrecht[6]. Er ist Mitherausgeber der "Karlsruher Schriften zum Wettbewerbs- und Immaterialgüterrecht" (KWI; zus. mit Ahrens, Bornkamm, Erdmann, Ullmann), der Schriftenreihe "Information und Recht" (zus. mit Hoeren, Spindler, Holznagel, Gounalakis und Burkert), der Zeitschrift "Computer und Recht International" (zus. mit Gaster, Heymann, Lehmann, Nimmer, Towle und Vinje) sowie des Online-Journals Journal of Intellectual Property, Information Technology and E-Commerce Law (JIPITEC) (zus. mit Spindler, Metzger, Guibault, Peguera, Dusollier, Reed); außerdem Mitglied der Herausgeberbeiräte der Zeitschriften Propriétés intellectuelles (Frankreich).

Auswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Informationen der öffentlichen Hand - Zugang und Nutzung, Baden-Baden 2016, 596 S. (Hrsg., zus. mit Veronika Fischer, Anne van Raay, Indra Spiecker genannt Döhmann)
  • Concise European Copyright Law, Kommentar zum Europäischen und internationalen Urheberrecht, 2. Aufl., Alphen aan den Rijn 2016, 699 S. (Hrsg. mit Bernt Hugenholtz)
  • Urheberrechtsgesetz - Kommentar, 5. Aufl. München 2015, 2323 S. (zus. mit Gernot Schulze, unter Mitwirkung von Louisa Specht)
  • Vom Magnettonband zu Social Media, Festschrift 50 Jahre Urheberrechtsgesetz (UrhG), München 2015, 437 S. (Hrsg., zus. mit Reto Hilty)
  • Plagiate, Wissenschaftsethik und Recht, Mohr Siebeck, Tübingen 2013, 262 S. (Hrsg., zus. mit Ansgar Ohly)
  • Die systematische Aufnahme des Straßenbildes - Zur rechtlichen Zulässigkeit von Online-Diensten wie "Google Street View", Nomos-Verlag, Baden-Baden 2010, 138 S. (zus. mit Indra Spiecker genannt Döhmann)
  • Software- und Computerrecht, Frankfurt 2007, 349 S. (zus. m. Rupert Vogel)
  • Kompensation und Prävention, JusPrivatum 71, Tübingen 2002
  • Kulturelles Gedächtnis im 21. Jahrhundert, Schriften des Zentrums für Angewandte Rechtswissenschaft Bd. 1, Universitätsverlag Karlsruhe, 2005, 208 S. (Hrsg., zus. mit Ellen Euler)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Dreier am Zentrum für Angewandte Rechtswissenschaft (ZAR) des Karlsruher Instituts für Technologie
  2. Zentrum für Angewandte Rechtswissenschaft (ZAR)
  3. Ethik des Kopierens. Abgerufen am 4. Mai 2016.
  4. Käte Hamburger Kolleg. Abgerufen am 4. Mai 2016.
  5. Global Faculty, NYU Law
  6. Publikationsliste