Tiefseeebene

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Begründung: Ungekonnte Übersetzung, offenbar ausschließlich basierend auf dem Encyclopedia-Britannica-Artikel --Gretarsson (Diskussion) 15:15, 23. Jan. 2019 (CET)

Schematischer Querschnitt des Ozeanbodens (Tiefseeebene = Abyssal Plain)

Die Tiefseeebene (auch Abyssal-Ebene) ist ein flaches Meeresbodengebiet, das 3000 bis 6000 m unterhalb des Meeresspiegels liegt und in der Regel an einen Kontinent angrenzt. Der Höhenunterschied dieser Unterwasserflächen beträgt nur 10 bis 100 cm auf einer Distanz von einem Kilometer.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tiefseeebenen haben meist ein unregelmäßiges Profil und verlaufen entlang der Kontinentalränder, die größeren Ebenen sind Hunderte Kilometer breit und mehrere tausend Kilometer lang. Allein die Sohm-Ebene im Nordatlantik hat eine Fläche von ca. 900.000 Quadratkilometern. Die Ebenen sind am größten und häufigsten im Atlantik, weniger häufig im Indischen Ozean und noch seltener im Pazifik, wo sie hauptsächlich als kleine, flache Böden von Randmeeren oder als schmale, längliche Böden von Tiefseegräben vorkommen.[1]

Entstehung und Zusammensetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ebenen sind vermutlich die Oberflächen von terrigenen Sedimenten, die sich in den Tiefseesenken angesammelt haben und somit eine bereits bestehende hügelige oder anderweitig unregelmäßige Geländestruktur glätteten. Seismische Profile (Querschnitte) von Tiefseeebenen zeigen Sedimentanhäufungen mit einer durchschnittlichen Dicke von einem Kilometer, die sich auf einer welligen Topographie abgelagert haben. Unvollständige Verschüttungen bereits vorhandener Reliefs können zu isolierten vulkanischen Hügeln oder Hügelgruppen führen, die abrupt aus einigen Ebenen emporragen. Ablagerungen der Kontinentalränder sammeln sich vor allem an den steilen Kontinentalhängen, und gelegentliches Absinken dieses groben Materials auf den Meeresboden erzeugt dichte, sedimentreiche Aufschlämmungen, sogenannte Trübeströme, die nach dem Gesetz der Schwerkraft die Hänge hinunter fließen. Ein Teil des trüben Sediments setzt sich an den Füßen der Kontinentalhänge ab und erzeugt kontinentale Erhebungen mit geringerem Gefälle, aber ein Teil des groben Sediments erreicht auch die Tiefseesenken. Schlammige, sandige und sogar kiesige horizontale Schichten, die einige Millimeter bis mehrere Meter dick sein können, machen zwei bis 90 Prozent des Sediments der Tiefseeebene aus. Viele dieser Schichten bestehen nachweislich aus Flachwasserorganismen, z. B. den mikroskopischen Protozoen Foraminiferen. Die Feinheit der Körnung kann bei einer einzelnen Schicht von unten nach oben zunehmen; in diesem Fall spiegelt die Korngrößenverteilung die Ablagerung eines einzelnen Trübungsstromes wider.[1]

Die groben Schichten sind mit homogenen Ablagerungen aus feinkörnigem Ton und den mikroskopischen Überresten von Organismen durchsetzt, die in den Meeren über den Tiefseeebenen leben. Vermutlich fallen diese feinkörnigen Sedimente zwischen den Trübungsstromphasen partikelweise durch die Wassersäulen und sammeln sich mit extrem langsamer Geschwindigkeit (ein Millimeter bis mehrere Zentimeter pro 1000 Jahre) an. Eine alternative Hypothese sieht vor, dass Tiefsee-Tonablagerungen kontinuierlich durch langsam fließende, diffus trübe Bodenwässer transportiert wurden, die ihren Ursprung in turbulenten, flachen küstennahen Gebieten haben.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Abyssal plain. In: Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 23. Januar 2019 (englisch).