Tobias Delius

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Tobias Delius, Moers Festival 2010
Tobias Delius

Tobias Delius (* 15. Juli 1964 in Oxford, Großbritannien) ist ein häufig in den Niederlanden arbeitender Jazzmusiker (Tenorsaxophon, Klarinette).

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines international arbeitenden Wissenschaftlers gewöhnte sich in seiner Jugend an internationale Kontexte. Er begann als Jugendlicher mit dem Spiel des Tenorsaxophons und machte ab 1980 zunächst in der Jazzszene des Ruhrgebiets erste Spielerfahrungen. 1983 und 1984 lebte er in Mexiko, wo er im von Francixco Téllez geleiteten „Cuarteto Mexicano de Jazz“ konzertierte. Anschließend zog er nach Amsterdam, wo er kurze Zeit am Sweelinck Conservatorium Musik studierte und bald in der B.I.M.-Huis-Improvisationsszene anerkannt wurde.

Seit 1990 leitet Delius ein eigenes Quartett mit Tristan Honsinger, Joe Williamson und Han Bennink, das drei CDs aufgenommen hat. 2003 stellte er außerdem ein Sextett mit der Geigerin Maartje ten Hoorn, dem Trompeter Bart Maris, dem Keyboarder Pat Thomas, Joe Williamson und Paul Lovens zusammen. Er ist Mitglied von Available Jelly, im ICP-Orchestra von Sean Bergin's MOB, dem Trio San Francisco mit Bergin und Daniele D’Agaro sowie im Quintett von Georg Gräwe. Ferner spielte er mit Steve Lacy, Bill Frisell, Louis Moholo, Cor Fuller, Ray Anderson und im Moers Festival-Projekt von Frank Gratkowski. Außerdem konzertierte er auf den Donaueschinger Musiktagen 2013 u. a. mit Joe Williamson und Christian Lillinger.

Delius lebt derzeit (2015) in Berlin.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 erhielt Delius den renommierten niederländischen VPRO/Boy-Edgar-Preis.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tobias Delius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Ruppig-schön“: Der Tenorsaxofonist und Klarinettist Tobias Delius im Porträt, SWR2 NOWJazz vom 3. Dezember 2015