Achim Kaufmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Konzert im Jazz Club Unterfahrt, München 2013.

Achim Kaufmann (* 1962 in Aachen) ist ein deutscher Jazzpianist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaufmann lebte seit 1984 in Köln, wo er am Konservatorium bei Frank Wunsch und Rainer Brüninghaus studierte. Daran schloss sich ein Studium am Banff Centre for the Arts in Kanada bei Dave Holland, Steve Coleman, Muhal Richard Abrams, George Lewis und Richie Beirach an. Außerdem nahm er Privatunterricht bei Steve Lacy in Paris. In den 1980er Jahren arbeitete er mit verschiedenen Bands. Seit den 1990er Jahren trat die kompositorische Arbeit für seine eigenen Gruppen in den Vordergrund.

Im Trio mit Frank Gratkowski und Wilbert de Joode spielte er die CD kwast und unearth ein. Gelegentlich wird dieses Trio mit Tony Buck zum Quartett ergänzt. Außerdem arbeitet er in einem Trio mit Michael Moore und Dylan van der Schyff und leitete ein Klaviertrio mit Ernst Glerum und Han Bennink.

1996 übersiedelte er nach Amsterdam, wo er seitdem mit seiner Frau, der kanadischen Künstlerin Gabriele Guenther, lebt. Dort gründete er 1998 mit Michael Moore, John Schröder und John Hollenbeck das Quartett Double Exposure. Im Jahr 2001 erhielt er den SWR-Jazzpreis. Daneben tritt er auch als Solist auf. Im Auftrag des Deutschlandfunks komponierte er Trokaan für Streichquartett und vier improvisierende Musiker.

Daneben arbeitete Kaufmann u. a. mit Tomasz Stańko, Mark Helias, Bill Elgart, Matthias Schubert, Michael Vatcher, Dieter Manderscheid, Thomas Heberer, Brad Turner, Eric Boeren, Steve undJulian Argüelles, Steve Swallow, Al Foster, Richie Beirach, Franco Ambrosetti, Adam Nussbaum, Charles McPherson, Bob Brookmeyer, Lee Konitz, Paul Lovens, Tristan Honsinger, Misha Mengelberg, Peggy Lee, Torsten Müller, Lori Freedman, Hasse Poulsen, David Stackenäs, Ab Baars, Wolter Wierbos, Andy Moor, Tobias Delius, Paul Rutherford, Wolfgang Fuchs, Mark Dresser, Lê Quan Ninh, Håkon Kornstad, Gino Robair, Phillip Greenlief, Harris Eisenstadt, Ron Samworth, Mary Oliver, Alex Waterman, Maartje ten Hoorn, Felicity Provan, Raoul van der Weide, Ig Henneman, Hans Burgener, Jim Black oder Lina Allemano.

Achim Kaufmann ist Preisträger des Albert-Mangelsdorff-Preises 2015.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weave, mit Ingmar Heller und Jochen Rückert, 1997
  • Double Exposure, mit Michael Moore, John Schröder und John Hollenbeck, 1998
  • Gueuledeloup mit Michael Moore, Henning Sieverts und John Hollenbeck, 2001
  • The Definition of a Toy, mit Brad Turner, Michael Moore, Mark Helias und Dylan van der Schyff, 2003
  • Knives, Soloalbum, 2003/2004
  • Unearth, mit Frank Gratkowski und Wilbert de Joode, 2004
  • Grünen, Achim Kaufmann, Christian Lillinger, Robert Landfermann, (Clean Feed Records, 2010)
  • Verivyr, mit Valdi Kolli und Jim Black, (Pirouet, 2011)
  • Furthermore, Achim Kaufmann & Michael Moore, (Ramboy, 2014)
  • Oblengths, Kaufmann, Gratkowski, de Joode #5 live 2015, (Leo LR 748, 2016)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Achim Kaufmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien