Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig

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Fernsehserie
OriginaltitelTom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig
Produktionsland Deutschland
Jahr(e) 2005–2012
Länge 5 Minuten
Episoden 52 in 4 Staffeln
Genre Zeichentrickfilm
Idee Andreas Hykade
Produktion Studio Film Bilder/SWR
Musik Daniel Requardt und Florian Käppler
Erstausstrahlung 11. November 2005 auf KiKa
Besetzung

Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig ist eine deutsche Trickfilmserie aus dem Jahr 2005. Die Serie wurde von dem Animationsfilmer Andreas Hykade erfunden und gezeichnet und von der Stuttgarter Trickfilmproduktion Studio Film Bilder hergestellt. Co-Produzent ist der Südwestrundfunk. Die erste Staffel umfasste 13 Folgen; ab 2008 entstanden drei weitere Staffeln mit jeweils 13 Folgen.[1]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tom und seine Freunde, von links: Mutter, das Krokodil, die drei Bienen, die Erdbeermaus, Tom, der Müller und sein Schwein

Der Held der Fünf-Minuten-Filme ist Tom, der stets auf der Suche nach einem Erdbeermarmeladebrot mit Honig ist und am Ende fast immer genau ein halbes Brot bekommt, das ihm „so gut schmeckt, als wäre es ein Ganzes gewesen“. Auf seinen Suchen begegnet Tom regelmäßig verschiedenen Freunden. Am häufigsten tauchen auf:

  • der Müller, Toms bester Freund, von dem er in der Regel Mehl für sein Brot bekommt. Sein Haustier ist ein magisches Schwein, das ihm bei der Arbeit hilft,
  • seine Mutter, von der er „köstliches Brunnenwasser“ zum Brotbacken bekommt und die Perückenträgerin ist,
  • die Erdbeermaus, stolze, blöde und ziemlich geizige Besitzerin eines großen Erdbeerfeldes,
  • das Krokodil, es ist ein guter Freund der Erdbeermaus und „international anerkannter Erdbeerquetscher“, „international anerkannter Bauchwegtrainer“, „international anerkannter Krokodilwäscher“, „international anerkannter Schraubenschrauber“,„international anerkannter Erdbeerkuchenbäcker“, „international anerkannter Erdbeerpflanzer“ und so weiter,
  • drei Bienen, meist schlecht gelaunt, aber ab und zu kann Tom ihnen etwas Honig abschwatzen.

Ab und zu trifft Tom auch:

  • das arme kleine Mädchen, das Tom hin und wieder ein halbes Brot abnimmt, ihm aber auch mal mit hilfreichen Ideen zur Seite steht,
  • den netten Mann, der immer in Reimen spricht und ein echtes Schlitzohr ist; sein Ziel ist immer, Tom dessen Brot zu klauen. Er und der Rest der „netten Familie“ sind die einzigen Menschen, die eine Nase haben,
  • den Herr Doktor, der in einer Box wohnt und herausspringt, wenn man eine Münze einwirft,
  • die Frösche, großmäulige Nimmersätte, die auch schon mal Tom verschluckt und alles verdreht haben. Sie heißen Limbo, Punkto, Streipo, Grungo, Bongo, Schrumpfo, Flip, Flap und Flop,
  • drei Glühwürmchen aus dem Wald, die singen und Tom den Weg leuchten. Jedes Glühwürmchen fühlt sich einsam und alleine,
  • Mine und Mona, die Motzer. Die beiden Fledermäuse sind immer gelangweilt und sagen, Tom sei doof.
  • Seinen Vater, der auf hoher See ist und oft Fischen geht.
  • Die Bienenkönigin, der alle Bienen und Tom treu ergeben sind.
  • Die Katze von Toms Mutter [Name nicht bekannt], die nur ein Auge besitzt und meist neutral gegenüber allem ist.
  • Spiegel-Tom, ein spiegelndes Abbild von Tom
  • die Schildkröte Buba
  • Luisa die Kuh steht für gewöhnlich nur rum. Manchmal zwinkert sie aber auch mit ihren großen Augen.
  • Eine Ameisentruppe, die ein Erdbeermarmeladebrot mit Honig trägt.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundlage für Tom-Filme sind Handzeichnungen, die mit Flash-Software nachgezeichnet und dann mit dem Computer animiert werden.[2]

Bild- und Formensprache der Filme sind einfach: Die Darstellung der Umwelt ist, vergleichbar einem Comic, zweidimensional. Auch kommen Denkblasen mit symbolischem Inhalt zum Einsatz. Alle Flächen sind einfarbig und ohne Verläufe coloriert. Die Figuren und Gegenstände sind ebenfalls zweidimensional gestaltet, mit vereinfachten Körpern, deren Extremitäten etwa bei Tom nur mit einfachen Strichen gezeichnet sind. Die meisten Figuren haben keine Nase und keine Finger.

Die Filme weisen stets Gemeinsamkeiten auf, beispielsweise beginnt fast jeder Film mit der Einleitung „Eines Tages dachte Tom an ein leckeres Erdbeermarmeladebrot mit Honig. Er machte einen Spaziergang, doch das Erdbeermarmeladebrot mit Honig wollte ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen“. Daraufhin beginnt seine Suche stets beim Müller. Wie bereits erwähnt, besitzt Tom am Ende der Suche immer nur ein halbes Erdbeermarmeladebrot mit Honig, doch es schmeckt ihm deswegen nicht weniger gut. Wenn eine Person Tom einen Hinweis für seine nächste Zutat gegeben hat, jubelt Tom: „Tom hielt das für eine wunderbare Idee“. Er beschließt seinen Tag immer dort, wo er die letzte Zutat für sein Brot bekommen hat (eine Blumenwiese, das Dach des Hauses seiner Mutter...), und ist „wunschlos glücklich“, was durch eine leere Denkblase symbolisiert wird.

In jeder Folge wiederholen sich auch Gesten und Körpersprache bei Tom und den anderen Protagonisten. So wird zum Beispiel der Müller stets mit dem gleichen High five begrüßt und verabschiedet, der immer aus dem gleichen Blickwinkel gezeigt wird. Auch Geräusche und Musik sind an allen Schauplätzen spezifisch und werden in allen Folgen beibehalten, wobei Variationen möglich sind. Dirk Bach sprach in der deutschsprachigen Synchronisation den Erzähler und alle Charaktere der Filme mit unterschiedlicher Stimmhöhe und Betonung.

Ausstrahlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig läuft als eigenständige Reihe bei KI.KA. Zeitweise wurden auch Episoden in Das Erste und im SWR Fernsehen ausgestrahlt sowie als Teil der Sendung mit der Maus. Die TV-Episoden werden begleitet von zwei interaktiven Online-Filmen und kleinen Spielen zu jeder Doppelfolge.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Bemerkenswert ist auch, dass die Filme von Tom seit vier Jahren einen festen Platz im Fernsehen haben, aber im Internet geboren wurden. Hier zeigen nach wie vor die interaktiven Filme die besondere Stärke des Mediums Web – und vermitteln den Kindern nebenbei erste Kenntnisse zur interaktiven Mediennutzung“

Jury des Grimme Online Award 2009: auf dessen Webseite[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig auf zeichentrickserien.de, abgerufen am 20. Mai 2012
  2. Making Of Tom bei Studio Filmbilder, abgerufen 10. Dezember 2009
  3. online (Memento des Originals vom 7. Juli 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.grimme-institut.de, abgerufen am 4. Oktober 2012
  4. a b c Studio FILM BILDER: Festivalpreise und andere Auszeichnungen
  5. www.fbw-filmbewertung.com
  6. Grimme Online Award für Tom im SWR Kindernetz