Die Sendung mit der Maus

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Seriendaten
Originaltitel Die Sendung mit der Maus
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) seit 1971
Länge 30 Minuten
Episoden 2038+
Genre Wissens- und Unterhaltungssendung für Kinder
Produktion WDR
RBB
SR
SWR
Idee Gert Kaspar Müntefering
Musik Hans Posegga
Erstausstrahlung 7. März 1971
auf Deutsches Fernsehen
Besetzung

Die Sendung mit der Maus ist eine der erfolgreichsten Kindersendungen im deutschen Fernsehen. Kern der Sendung sind sogenannte Lach- und Sachgeschichten, zu denen neben kurzen Zeichentrickfilmen auch jeweils ein Wissensfilm, beispielsweise über die Herstellung oder Funktionsweise eines Alltagsgegenstandes, zählt. Sie wird seit 1971 am Sonntagvormittag ausgestrahlt. Produziert wird die Sendung vom WDR, viele Jahre war sie eine der größten Gemeinschaftsproduktionen der ARD, z. B. mit RBB, SR und SWR.

Sendetermine[Bearbeiten]

Erstausstrahlung der Sendung ist, seit Oktober 2014[2], üblicherweise am Sonntag um 10:30 Uhr im Ersten. Bei Veranstaltungen wie beispielsweise Immer wieder sonntags, bei der Verleihung des deutschen Buchpreises oder bei Wintersportübertragungen, erfolgt im Ersten die Übertragung oft früher. Die Ausstrahlung im KiKA bleibt hingegen bei der ursprünglichen Sendezeit um 11:30 Uhr. Die Sendung wird mehrmals in der Woche wiederholt:

Wochentag Uhrzeit Sender
Sonntag 11:30 Uhr KiKA
Montag 12:30 Uhr KiKA
Samstag 07:00 Uhr NDR Fernsehen
Samstag 10:15 Uhr ARD-alpha
Samstag 11:10 Uhr WDR Fernsehen

Inhalt[Bearbeiten]

Die Sendung mit der Maus besteht aus drei Grundelementen, die scharf voneinander abgetrennt sind:

  • Die Sachgeschichten sollen den Kindern Wissen vermitteln.
  • Die Lachgeschichten dienen der Unterhaltung und dem Nachdenken.
  • Die animierten Maus-Spots fungieren als Trennelemente.

Im Vorspann werden die Themen der Sendung vorgestellt. Dies geschieht zuerst auf Deutsch, danach in einer Fremdsprache (gefolgt von der Erklärung, z. B.: „Das war Norwegisch.“). Die Titelmusik komponierte Hans Posegga im Jahre 1971, den Text im Vorspann spricht Günter Dybus.

Lachgeschichten[Bearbeiten]

Bei den sogenannten Lachgeschichten handelt es sich um kurze Bildergeschichten, Zeichentrickfilme oder Realtrickfilme. Inhalt sind z. B. Kinderlieder, filmische Umsetzungen von Gedichten (beispielsweise fünfter sein von Ernst Jandl, realisiert von Norman Junge), und wechselnde Mini-Serien wie Der kleine Maulwurf, Petzi, Nulli und Priesemut, Käpt’n Blaubär oder Shaun das Schaf. Einige Folgen von Janoschs Traumstunde liefen zunächst in der Sendung mit der Maus. Eine Lachgeschichte dauert in etwa 5 Minuten und hat immer eine „runde“ in sich abgeschlossene Geschichte.

"Der kleinen Maulwurf" als Wandgemälde an einer Grundschule
Premieren der Lachgeschichten (Auswahl)
Datum Geschichte
17. Mai  1971 Der brave Räuber Fürchtenix
06. Feb. 1972 Der kleine Maulwurf
28. Okt. 1979 Janosch-Geschichte Oh, wie schön ist Panama
  1987 Der Hase und der faule Förster
06. Okt. 1991 Käpt’n Blaubär
15. Nov. 1992 Der kleine Eisbär
29. Sep. 1992 Petzi
  2002 Nulli und Priesemut
19. Okt. 2003 Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig[3]
11. Jan. 2004 Krawinkel und Eckstein[4]
29. Aug. 2004 Willi Wiberg[5]
08. Apr. 2007 Shaun das Schaf
12. Sep. 2010 Ringelgasse 19
24. Juni 2012 Professor Balthazar (digital überarbeitete Folgen)
27. Apr. 2014 Trudes Tier

Sachgeschichten[Bearbeiten]

Pro Sendung gibt es meistens zwei Sachgeschichten von und mit Armin, Christoph, Ralph oder Malin. Seltener werden die Sachgeschichten auch von anderen Moderatoren wie z. B. Johannes Büchs,[6] Fulgencio Morente Gómez[7] oder Urs Wehrli[8] präsentiert. Diese Geschichten werden in der Regel in einer Folge abgeschlossen. Bei längeren Filmen werden sie oft von einem Maus-Spot unterbrochen. Besonders komplexe Themen werden auf mehrere Folgen verteilt, zum Beispiel der Bau eines Airbus, den ein Kamerateam über lange Zeit verfolgte, oder ein Biobauernhof im Laufe des Jahres.

Die Themen der Sachgeschichten sind sehr vielfältig: Das Alte Rom, Brennnesseln, das Archimedische Prinzip, die Bundestagswahl, Tschernobyl, Kettenreaktion, Internet, Nachkriegszeit, die Weltraumstation Mir, die Herstellung unzähliger Produkte (von der Milch und den Brötchen über Bleistift und Tennisball bis hin zum Flugzeug) und vieles mehr wurden und werden dem Zuschauer auf sehr anschauliche Weise nähergebracht. Dazu gehören auch Fragen wie „Wer malt die Streifen in die Zahnpasta?“, „Wie macht man Kaugummi – und wie ihn später auf dem Bürgersteig wieder weg?“ und „Wie kommen die Löcher in den Käse?“

Dass Christoph immer in einem grünen Pullover auftritt, hat einen einfachen Grund: Für einen längeren Film, in dem er immer wieder zu sehen war, brauchte er identische Kleidung, um immer gleich auszusehen und so beim Filmschnitt Anschlussfehler zu vermeiden. Da er zwei grüne Pullover besaß, die er bei Bedarf unbemerkt wechseln konnte, wurde der grüne Pulli zu seinem Markenzeichen.

Manchmal gibt es eine Art Sondersendung, die sich nur mit einem einzigen Thema befasst. Das ist z.B. bei besonderen Anlässen der Fall, wie der Katastrophe von Tschernobyl oder der Nachkriegszeit; auch der Bau eines Passivhauses oder Geschichten über die Kartoffel waren schon Anlass für eine solche Sondersendung.

Legionäre der Varusschlacht aus Maus Special: Varusschlacht (2005)
Lufthansa Airbus D-AIRY „Flensburg“ mit der Maus
Sachgeschichten: Sondersendungen[9]
Jahr Geschichte
2003 80er-Jahre-Maus
2004 Athen-Maus
1988 Atom-Maus
2001 Atom-Maus (aktualisierte Fassung)
2004 Auto-Maus
2012 Brasilien-Maus
2008 Eisenbahn-Spezial
1991 Erdöl-Maus
1996 Fernseh-Maus
2003 Flugzeug-Maus (neunteilig)
1994 Geld-Maus
2002 Gesetzes-Maus
2013 Griechenland-Maus[10]
2009 Indien-Maus
2014 Island-Maus
2005 Japan-Maus
2006 Kartoffel-Spezial
2000 Mittelalter-Maus
1993 Müll-Maus
1989 Nachkriegs-Maus
2004 Olympia-Spezial
1995 Rom-Maus
2004 Schiffs-Maus
2004 Solar-Maus
1997 Steinzeit-Maus
2005 Strom-Spezial
2010 Südafrika-Maus
2008 Türkei-Maus
2005 Varus-Schlacht-Maus[11]
2013 Spezial Vom Glück des Lebens[12]
1998 Wahl-Maus
1998 Weltraum-Maus
2014 Weltraum-Maus (aktualisierte Fassung)
1995 Woll-Maus
1988 Zirkus-Maus

In der Sommerferienzeit begibt sich das Team der Maus seit 2007 auf Entdeckungsreise durch Deutschland und erzählt in mehreren aufeinanderfolgenden Sendungen Sachgeschichten von unterwegs.[13]

Sommerreisen[14]
Jahr Reise
2007 Deutschlandreise (mit Fragen der Kinder an das Maus-Team über Deutschland in Form von Rätseln)[15]
2008 Entlang der Elbe
2009 Wanderweg der Deutschen Einheit (von Aachen nach Görlitz)
2010 Rund ums Ruhrgebiet mit dem Fahrrad
2011 Keine Sommerreise
2012 Mit der Eisenbahn unterwegs von Norden nach Süden (von Sylt nach Oberstdorf)
2013 Entlang des Mains auf dem Boot (von Bamberg bis zur Rheinmündung)
2014 25 Jahre Mauerfall – Grenzgeschichten
2015 Ostseeküste (von der polnischen bis zur dänischen Grenze)

Maus-Spots[Bearbeiten]

Zwischen den einzelnen Lach- und Sachgeschichten kommen rund 30-sekündige Zeichentrickfilme in 2D-Tricktechnik mit der Maus, dem Elefanten und der Ente. Keine der Figuren spricht, stattdessen bilden Soundeffekte und Musik den Hintergrund für die Filme, in denen die Maus und ihre Freunde interagieren und Probleme lösen. Die Figuren haben keine Namen.

  • Die Maus ist organgenfarben und weder weiblich noch männlich. Um die Probleme zu lösen, vor die sie in den Filmen gestellt wird, kann sie z.B. ihre Beine nach Belieben verlängern, mit dem ausgerissenen Schwanz Seilchen springen oder aus dem Bauch Werkzeug oder etwa einen Wecker holen.[16]
  • Der Elefant ist blau und kleiner als die Maus. Man kann ihn als neugierig, sehr stark, spontan und treu charakterisieren.[17] Wenn er die Bühne betritt, pflegt er sich mit einem lautstarken Tröten anzukündigen. Er liebt es, zwischendurch ein kleines Schläfchen zu machen und lacht gerne, wenn bei der Maus etwas schief gegangen ist. Er tritt in vielen Maus-Spots auf.
  • Die Ente ist gelb, kleiner als die Maus aber größer als der Elefant. Somit ist die Größe der Figuren genau umgekehrt zu den normalen Verhältnissen. Die Ente ist frech, immer wenn sie auftaucht "kommt Chaos in die Bude".[16] Sie tritt seltener in den Maus-Spots auf als der Elefant.

Vereinzelt sind auch schon andere Figuren aufgetreten, etwa ein grünes Männchen, ein Vogel, mehrere Spatzen oder ein Hund.[17]

Die Figuren wurden seit Beginn der Sendung von Friedrich Streich animiert, der 2014 gestorben ist. Insgesamt produzierte er 333 Trickfilme mit der Maus. In den 80er Jahren kamen auch andere Trickfilmer dazu. Heute produzieren die Kölner Firmen Trickstudio Lutterbeck und Trickfilm Steinmetz die Spots. Mittlerweile gibt es 546, davon 252 mit dem Elefanten (Stand: Januar 2015).[17]

Inzwischen sind Sach- und Lachfilm sowie Maus-Spots fast immer auch thematisch verbunden.

Geschichte[Bearbeiten]

Logo der Maus an den WDR Arkaden; rechts der Kölner Dom
Maus als Plastik in Erfurt
Elefant als Plastik in Erfurt

Als Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger wurde die Sendung um 1970 von Gert Kaspar Müntefering, Siegfried Mohrhof, Monika Paetow und Armin Maiwald entwickelt. Die Erstausstrahlung fand am 7. März 1971 in der ARD statt. Die ersten Sachgeschichten drehte Armin Maiwald im Auftrag des WDR ohne Worte, die Lachgeschichten enthielten unter anderem die Geschichte von der Maus im Laden, die Isolde Schmitt-Menzel gezeichnet hatte. Das Redaktionsteam Siegfried Mohrhof (Leiter Familienfernsehen), Gert K. Müntefering (Leitung Kinderfernsehen) und Monika Paetow (Redakteurin im Kinderprogramm) beschloss, die Maus aus dieser Lachgeschichte zur Vorlage für die Maus-Spots heranzuziehen. Friedrich Streich animierte die Figur und machte sie so zur eigentlichen Fernsehmaus. Als deutsches Programm für kleine Kinder und in direkter Konkurrenz zur frisch importierten „Sesamstraße“ wurde innerhalb eines Jahres Die Sendung mit der Maus zur Serienreife entwickelt.

Am 23. Januar 1972 lief die Sendung erstmals unter ihrem heutigen Namen. Die heutige Form des Vorspanns entwickelte sich bereits in den Anfangsjahren: Am 15. Oktober 1972 feierte die von Hans Posegga komponierte, bekannte Vor- und Abspannmusik Premiere. Seit dem 9. September 1973 beginnt die Sendung mit einem zusätzlichen, fremdsprachigen Vorspann. Im selben Jahr wurde die Serie Peter und Atze von Karlheinz Freynik gesendet, in der Peter Lustig zusammen mit dem Robotervogel Atze Technik erklärte. Friedrich Streich entwickelte 1975 den blauen Elefanten als weitere Figur für die Maus-Spots. Die gelbe Ente hatte im Jahre 1987 ihren ersten Auftritt.

Armin Maiwald, ursprünglich nur Regisseur, erhielt den redaktionellen Auftrag, seine Stimme und seine Form der Recherche als bewusstes Stilmittel einzusetzen, und wurde so zur Identifikationsfigur in der Sendereihe. Redakteur Dieter Saldecki öffnete die Sendereihe für neue gesellschaftliche und wissenschaftliche Themen, die gemeinhin als zu schwierig für ein Kinderpublikum galten. Im Jahre 1982 stand Christoph Biemann in der Sachgeschichte Tomatenketchup erstmals für die Sendung vor der Kamera. Seine erste Sachgeschichte als Hauptdarsteller Die zehn besten Methoden, einen Fluss zu überqueren wurde am 27. Oktober 1983 gesendet.

1991 lief die erste Käpt’n Blaubär-Folge in der Maus, ein Jahr später war die Premiere für den kleinen Eisbären. Am 15. März 1992 nahm der Raumfahrer Klaus-Dietrich Flade eine Stofftier-Maus mit zu einem Flug zur Raumstation Mir. Im Jahre 1999 stieß Ralph Caspers zum Moderatorenteam dazu. Seine ersten, eigenen Sachgeschichten hießen Wie kommt der Henkel an den Becher? und Wie funktioniert ein Leergutautomat?. Im selben Jahr wurde die Entstehung und Inbetriebnahme des Flugzeugs Airbus A321 D-AIRY „Flensburg“ in neun Folgen verfilmt. Auf diesem Flugzeug kleben seitdem an den Seiten zwei große Mausfiguren.[18]

Am 15. Mai 2005 wurde die Aktion „Frag doch mal …“ gestartet, bei der insgesamt über 75.000 Fragen gesammelt wurden. Daraus entwickelte sich die eigenständige Quizshow Frag doch mal die Maus, die seit dem regelmäßig am Samstag abend im Ersten ausgestrahlt wird.

Am 3. Oktober 2012 fand deutschlandweit der erste Maus-Türöffnertag unter dem Motto „Türen auf für die Maus“ statt. Genau ein Jahr später wurde in Köln das Museum mit der Maus eröffnet. Im Jahr 2014 reiste die Maus ein zweites Mal als Stofftier ins All, als der Astronaut und Forscher Alexander Gerst sie auf die ISS mitnahm.[19] Laut der Maus-Sendung dazu am 25. Mai 2014 nimmt er auf viele seiner Expeditionen ein Mausstofftier mit. An Silvester des Jahres 2014 wurde dazu die einstündige Sondersendung „Ein Maustronaut im All“ gesendet.[20]

Am 5. April 2015 wird die 2000. Ausgabe der Sendung mit der Maus mit einem Osterspecial gesendet.[21]

Seit Mitte des Jahres 2015 begleitet die Maus eine aus Syrien stämmige Familie mit der Tochter "Tiba", die im Zuge der Flüchtlingseinwanderung nach Deutschland kommt und sich Folge für Folge weiter in Deutschland integriert.[22]

Rezeption[Bearbeiten]

Obgleich das Zielpublikum Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter sind, liegt das Durchschnittsalter der Zuschauer bei knapp 40 Jahren. Die Eltern sitzen häufig zusammen mit ihren Kindern vor dem Fernseher.[23]

Für ihre herausragende Leistung wurde die Sendung (z. B. die „Atom-Maus“) national und international mehrfach ausgezeichnet (siehe unten), erhielt generelle Anerkennung und läuft inzwischen in fast 100 Ländern (wenn auch selten komplett), womit sie als eine der erfolgreichsten deutschen Fernsehproduktionen überhaupt gilt. Maiwalds charakteristische Stimme und seine teils flapsige Art, mit der er die Filme kommentiert, wurden mittlerweile häufig parodiert.

Im Wesentlichen durch die redaktionelle Arbeit von Enrico Platter, der auch Leiter des Kinderfernsehens WDR war, wurden die Arbeiten von Janosch einem größeren Publikum – durch den Vertrieb auch international – bekannt. Das gelang mit Janoschs Traumstunde als Mausspezialsendung. Die Verfilmung der Geschichte „Oh, wie schön ist Panama“ wurde 25 mal vom WDR weltweit in Lizenz vergeben.

Die besondere Bedeutung, die in ganz Deutschland der Sendung mit der Maus beigemessen wird, kam u.a. im Jahre 2000 zum Ausdruck, als auf der Expo 2000 in Hannover die Maus im deutschen Pavillon für die Bundesrepublik warb. Insbesondere für den WDR als produzierenden Sender sind die Figuren aus der Sendung zu einem Symbol geworden. So wurde am 7. März 1984 zur 500. Sendung mit der Maus im Foyer des WDR-Vierscheibenhauses das Denkmals Maus und Elefant von Olaf Höhnen enthüllt.[17]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Denkmäler für Maus und Elefant an der Rathausbrücke in Erfurt (Sitz des KiKA)

Außerdem erhielt die Sendung rund 75 weitere nationale und internationale Preise.

Ableger[Bearbeiten]

Im Fernsehen gibt es eine Reihe von Ablegern der Sendung mit der Maus:

eine Maus-Plüschfigur auf einem Kinderfest
  • Maus Club: Von 1996 bis 2000 gab es im WDR und im Kinderkanal ein Wissensmagazin zusätzlich zu Die Sendung mit der Maus. Moderiert wurde diese Sendung von 1996 bis 1998 von Randi Crott und Shary Reeves und von 1998 bis Juli 2000 von Ralph Caspers, Tina Halverscheid und Shary Reeves. Ab August bis zur Einstellung im Dezember 2000 moderierten nur noch Reeves und Caspers.
  • In der Bibliothek der Sachgeschichten präsentiert Armin Maiwald seine Sachgeschichten aus Die Sendung mit der Maus. Sendetermin ist sonn- und feiertags um 10:15 Uhr auf ARD-alpha. In den Schulferien gibt es zusätzliche Sendungen.
  • Kurzzeitig gab es eine Kochsendung für Kinder mit dem Namen Kochen mit der Maus.
  • Um den Bedürfnissen, den Interessen und dem Entwicklungsstand der Vorschulkinder gerecht zu werden, ist Die Sendung mit dem Elefanten entwickelt worden, die sich speziell an Drei- bis Sechsjährige richtet, sowie der Ableger Elefantastisch!.[25]
  • Bevor Die Sendung mit dem Elefanten entwickelt und produziert wurde, gab es die Sendung Wolkenkuckucksheim, in der viele alte Lachgeschichten und Lieder aus Die Sendung mit der Maus gezeigt wurden.
  • Am 17. September 2011 feierte die Tiersendung für Kinder elefantierisch! im Ersten Premiere mit über 13 Ausgaben.
  • Seit dem 9. April 2006 gibt es zweimal im Jahr eine große Samstagabendshow mit dem Namen Frag doch mal die Maus im Ersten Fernsehprogramm.
  • Ab dem 6. Oktober 2005 sendete Arte am Sonntagmorgen im deutschsprachigen Programm eine französische Version der Die Sendung mit der Maus unter dem Namen La souris souriante (Die lächelnde Maus). Diese Sendung wurde inzwischen wieder eingestellt.
  • Einmalige Sondersendungen: „Die Nacht mit der Maus“ lief am 9. März 1996, „Die 70er-Jahre-Maus“ am 1. Januar 1999 (KiKA) und „Die lange Maus-Nacht“ am 10. Juli 2011 (WDR). 1991 und 1996 wurden zwei Jubiläumssendungen (20 Jahre und 25 Jahre Sendung mit der Maus) ausgestrahlt. Letztere wurde in einem Maus-Zug gedreht, in dem der Entertainer Stefan Raab auch sein Lied Hier kommt die Maus vorstellte.
  • In Extra 3 gab es eine Parodie auf die Sendung, Die Sendung mit dem Klaus – Ach- und Krachgeschichten.

Außerhalb des Fernsehens[Bearbeiten]

Merchandising[Bearbeiten]

  • Zu den Figuren aus der Sendung mit der Maus gibt es eine Vielzahl von Merchandising Artikeln wie etwa Poster, Küchenartikel, Spielzeug, Plüschtiere, Textilien und Kleidung. Ebenfalls erhältlich sind verschiedene Sachbücher mit der Figur der Maus wie etwa Kochen und backen mit der Maus oder Lernen mit der Maus - Zählen und rechnen.[26]
  • Seit 2008 gibt es das zweimonatliche Wissensmagazin „Frag doch mal die Maus“, das an die gleichnamige Fernsehshow und an die Sendung mit der Maus angelehnt ist.
  • Es gibt auch reine Audio-Adaptionen als CD, die dieselben Bestandteile wie die Sendung mit der Maus aus dem Fernsehen hat: Der zweisprachige Vorspann, Lachgeschichten, Sachgeschichten, Mausspots. Als Lachgeschichten kommen hier häufiger Lieder vor.
  • Im Juni 1998 gab es eine Briefmarkenserie mit Mausmotiv.
  • App: Im Dezember 2014 wurde die kostenfreie MausApp für Apple iOS 6 und Android 4 veröffentlicht.[27]

MausShow[Bearbeiten]

Die Maus live

1991 betrat die Maus selber die Bühne von Die Sendung mit der Maus. Anlass für den ersten Live-Auftritt des WDR-Charakters war ihr 20. Geburtstag. Beauftragt mit der Aufgabe, die Maus zum Leben zu erwecken, wurde die Terbrüggen Show-Produktion aus Köln. Dabei sollte sie so aussehen und auch so sein, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Der Erfolg der ersten MausShow gab den Startschuss zu vielen weiteren Auftritten bei Familienfesten, Stadtfesten oder den WDR Studiofesten.[28]

Wanderausstellung[Bearbeiten]

1998 wurde eine Wanderausstellung namens MAUS OLEUM zusammengetragen, die sich bis 2004 auf Tour befand. Unter anderem konnte man Experimente nachstellen, Filme anschauen und einen Blick in über 30 Jahre „Maus“-Geschichte werfen. Stationen der Ausstellung waren unter anderem das Filmmuseum in Potsdam, das Historisches Museum der Pfalz in Speyer, das Museum Industriekultur in Osnabrück und das Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer. Eine steinerne Maus-Statue, die in einer Maus-Sendung von Olaf Höhnen geschaffen wurde, ziert seitdem den Eingangsbereich des WDR.

Museum mit der Maus[Bearbeiten]

Am 3. Oktober 2013 wurde Das Museum mit der Maus eröffnet, das in das Odysseum in Köln integriert ist.

Türen auf für die Maus[Bearbeiten]

Seit 2012 veranstaltet die Sendung mit der Maus jedes Jahr am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, einen Türöffner-Tag unter dem Motto „Türen auf für die Maus“, bei dem Betriebe aller Art in ganz Deutschland ihre Türen für neugierige Kinder öffnen. Über diesen Tag berichtet die Sendung mit der Maus in einer Sondersendung im Ersten Fernsehprogramm.

Musik[Bearbeiten]

Streetart von Maus und Elefant
  • Anlässlich des 25. Geburtstags der Sendung im Jahre 1996 re-arrangierte der Entertainer Stefan Raab die Titelmusik. Er erweiterte die Melodie zu dem Hip-Hop-Remix Hier kommt die Maus, der es mit 400.000 verkauften Einheiten bis auf Platz 2 der deutschen Charts schaffte. Hans Posegga und Stefan Raab erhielten eine Goldene Schallplatte. Das Lied befindet sich auch auf dem Album Die CD mit der Maus aus demselben Jahr, auf dem unter anderem auch Stoppok, BAP, Tommy Engel und Pur vertreten sind.
  • Wir sind die Maus. 2001 mit Dirk Bach, Armin Maiwald und andere
  • Am 23. März 2014 wurde von Anke Engelke ein weiteres Maus-Lied „Irgendwas ist immer – frag doch mal die Maus“ vorgestellt.[29]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dirk Ulf Stotzel: Das Magazin „Die Sendung mit der Maus“: Analyse einer Redaktions- und Sendungskonzeption. Harrassowitz, Wiesbaden 1990, ISBN 3-447-02991-9.
  • Sophie von Lenthe: Das Mausbuch – Die besten Lach- und Sachgeschichten der „Sendung mit der Maus“. 1. Auflage. Verlag Zabert Sandmann, München 2000, ISBN 3-932023-61-7.
  • Frag doch mal … die Maus! Die meistgestellten Fragen an die Maus. cbj, München 2005, ISBN 3-570-13094-0.
  • Christoph Biemann: Christophs Experimente. 1. Auflage. Hanser, München/ Wien 2003, ISBN 3-446-20339-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Die Sendung mit der Maus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Maus öffnet viele Türen: Am 3. Oktober laden Unternehmen zu Sachgeschichten live ein. In: Nordwestzeitung vom 15. September 2012.
  2. http://www.express.de/koeln/tv-legende-im-interview-armin-maiwald---koeln-ist-die-schlampigste-stadt-europas-,2856,28211128.html
  3. ARD-Teletext vom 18. Oktober 2003, Seite 330
  4. ARD-Teletext vom 10. Januar 2004, Seite 330
  5. ARD-Teletext vom 28. August 2004, Seite 330
  6. Die Sendung mit der Maus vom 19. September 2010, 11. März 2012, 10. Juni 2012 und 28. April 2013.
  7. Die Sendung mit der Maus vom 1. April 2007, 16. September 2007, 4. November 2007, 20. April 2008, 28. Dezember 2008, 3. Mai 2009, 19. Juli 2009, 13. September 2009, 1. November 2009, 27. Dezember 2009, 11. April 2010, 9. Mai 2010, 30. Januar 2011, 3. April 2011 und 31. Juli 2011.
  8. Die Sendung mit der Maus vom 11. Oktober 2009, 20. Februar 2011, 16. Oktober 2011 und 8. Juli 2012.
  9. wdrmaus.de: Sachgeschichten
  10. Ralphs Griechenland-Tagebuch. Abgerufen am 9. März 2014.
  11. Sendung mit der Maus Special: Varusschlacht vom 26. Juni 2005 abgerufen am 7. November 2014
  12. http://programm.ard.de/?sendung=2800810946626797
  13. Die Sendung mit der Maus auf Sommerreise
  14. wdrmaus.de: Sommerreisen
  15. Deutschlandreise (Memento vom 15. Oktober 2007 im Internet Archive)
  16. a b http://www.flashfilm.tv/fileadmin/user_upload/armin_maiwald/pdf/Armin_Maiwald_FAQ.pdf
  17. a b c d 40 Jahre Elefant presse.wdr.de (PDF; 1,9 MB)
  18. http://www.spiegel.de/spiegel/deinspiegel/d-79013327.html
  19. http://www.augsburger-allgemeine.de/community/profile/40plus/Alexander-Gerst-und-die-Maus-gewoehnen-sich-an-das-Leben-im-All-id30009277.html, abgerufen am 29. Mai 2014
  20. a b Kinderfernsehpreis EMIL 2015 für „Die Sendung mit der Maus“ im All. WDR.de, 6. März 2015, abgerufen am 6. März 2015.
  21. 2000. Sendung mit der Maus mit Osterspecial und Eiersuche in der Maus-App
  22. [1]
  23. WDR Lernzeit: Diktat der Jugend? Von „relevanten Zielgruppen“ und anderen Zuschauern; Informationen zur Sendung vom 19. April 2008.
  24. Lehrer-Welsch-Preis für die Maus. Abgerufen am 16. Mai 2012.
  25. Sonja Pohlmann: Das blaue Wunder. ARD. Der Tagesspiegel, 8. August 2007, abgerufen am 9. Februar 2013.
  26. wdrshop.de: Die Maus
  27. heise.de: MausApp macht „Sendung mit der Maus“ mobil
  28. http://www.terbrueggen-show.de/produkte/show/mausshow.html
  29. Maus-Lied mit Anke. WDR, abgerufen am 5. April 2014.