Treberwurst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Treberwurst ist eine Spezialität aus dem Weinbaugebiet des Bielersees in der Schweiz.

Im Brennhafen auf dem Trester
Treberwurst mit Lauch-Kartoffel-Gemüse (Papet Vaudois) als Beilage

Bei der Treberwurst handelt es sich um geräucherte Rohwurst aus Schweinefleisch, entweder Neuenburger oder Waadtländer Saucisson. Die Treberwurst wird während der Destillation von ausgepressten, nachgegorenen Weintrauben (Trester) zu Marc (Tresterschnaps) im Brennkessel während etwa einer Stunde gegart und erhält so ihr spezielles Aroma.

Ursprünglich war die Herstellung der Treberwurst die einfachste Möglichkeit für die in den Rebbergen tätigen Weinbauern, sich ihre Pausenwurst aufzuwärmen. Mitte der 1920er Jahre begannen diese, die Treberwurst ausgewählten Gästen zu servieren. Mittlerweile hat sich diese Bewirtung für etliche regionale Weinbauern zu einem wichtigen Einkommenszweig entwickelt.

Diese traditionelle Spezialität wird während der Brennsaison, in den Monaten Januar bis März, serviert. Die Treberwurst wird oft mit Marc flambiert, verfeinert. Als Beilage wird in der Regel Kartoffelgratin, Kartoffelsalat, Lauch oder Brot gereicht. Dazu trinkt man lokale Weine und Marc oder den als Drusen bekannten Hefebrand.