Trio Eugster

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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[1]
Oh läck du mir …
  CH 4 14.04.1970 (10 Wo.)
Ganz de Bappe
  CH 7 01.12.1970 (7 Wo.)
Dä söll emal choo!
  CH 2 21.01.1978 (6 Wo.)
Viva la Grischa (Jetzt mues de Buuch weg) (mit OBK)
  CH 51 05.10.2008 (7 Wo.)

Das Trio Eugster war ein Schweizer Gesangstrio aus Dübendorf im Kanton Zürich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Trio wurde 1967 gegründet. Es bestand aus dem Kaufmann und Immobilientreuhänder Guido Eugster (1936–2021), dem Klavierstimmer Alex Eugster (* 1937) und dem ehemaligen Vermessungszeichner und heutigen Gastwirt Vic Eugster (* 1940). In den Sechzigerjahren machten die drei Brüder ihre ersten Studioaufnahmen. Ihre Lieder wurden grösstenteils von Alex Eugster komponiert oder mitkomponiert. Ihr Erfolgsrezept war die damals neue Mischung aus Schweizer Volksmusik und Schlager. Unter dem Pseudonym «Guy Dübendorfer»[2] schrieb Fredy Lienhard mehrere Texte (Ganz de Bappe, Dörfs es bitzli meh si, Expertisen-Tango).[3] Einige Lieder des Trio Eugster sind zu Evergreens geworden.

Da es schwierig war, das Interesse von Musikproduzenten zu wecken, gründete das Trio 1971 ein eigenes Plattenunternehmen, die «Eugster Musikproduktionen AG», die sich von 1997 bis 2003 «Trio Eugster AG» und danach «Tell Music AG» nennt. Vic Eugster war ab 1971 der erste Geschäftsführer dieser Firma, mit der das Trio Eugster zusammen mit Hans Gmür und Ines Torelli deren Hit Gigi von Arosa produzierte. Bis zum Jahre 1979 folgten zahlreiche Fernsehauftritte und Tourneen, die das Gesangstrio weit über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt machten.

Bedeutende Hits und Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • O läck du mir
  • Dä söll emal choo
  • Iishockey
  • Oh Walesee
  • Ganz de Bappe
  • Expertise Tango
  • Sitzed Sie, hocked Sie
  • De Pantoffelheld
  • Jetz mues de Buuch weg
  • ’s Ankebälleli
  • Bappi tue d’Auge uf
  • Brödli händ si kai gha
  • Chunsch wänd chasch
  • Metzgete
  • Wänn de Böög verbrännt
  • Schrebergärtli Blues

In der Mitte der Achtzigerjahre begannen sie kürzerzutreten. Alex Eugster, mittlerweile ein erfahrener Komponist und Liedermacher, schrieb Lieder für andere Musikgruppen wie z. B. Miir si vo dr Füürwehr für das Löschzugchörli Interlaken. Vic Eugster bildete mit Sepp Trütsch ein Gesangsduett.

Das Trio Eugster trat nach seinen längeren Pausen auch mit Ländlerkapellen auf. Sie sangen unter anderem neu erarbeitete Liedtexte zu altbewährten Ländlermelodien. Das Trio Eugster verkaufte etwa zwei Millionen Tonträger.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dübendorfer Heimatbuch (Besprechung in der NZZ, 5. Januar 2006)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. CH-Chartdiskografie
  2. Hans-Ueli von Allmen, Stefan Koslowski: Fredy Lienhard. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 2, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1110.
  3. Edgar Schuler: Kabarettist Fredy Lienhard ist tot. In: Tages-Anzeiger vom 24./25. Mai 2012 (Archiv)