Triumph Mayflower

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Triumph
Triumph Mayflower (1949–1953)

Triumph Mayflower (1949–1953)

Mayflower
Produktionszeitraum: 1949–1953
Klasse: Untere Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Cabriolet, Pickup
Motoren: Ottomotor:
1,25 Liter (28 kW)
Länge: 3962 mm
Breite: 1575 mm
Höhe: 1524[1] mm
Radstand: 2134 mm
Leergewicht: 889[2] kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: Standard Eight
Triumph Herald

Der Triumph Mayflower war ein Wagen der unteren Mittelklasse, den die Triumph Motor Company von 1949 bis 1953 herstellte.

Der Wagen war das erste Fahrzeug der unteren Mittelklasse, das unter der Leitung des neuen Eigners Standard Motor Company hergestellt wurde. Er wurde von einem seitengesteuerten Vierzylinder-Reihenmotor mit Aluminium-Zylinderkopf und Solex-Fallstromeinfachvergaser angetrieben, der in ähnlicher Form vor dem Krieg im Standard Ten verwendet worden war. Mit 1.247 cm³ Hubraum entwickelte er eine Leistung von 38 bhp (28 kW) bei 4.200 min−1. Das manuell zu schaltende Dreiganggetriebe mit Lenkradschaltung kam vom Standard Vanguard und war voll synchronisiert. Die Vorderräder waren einzeln an Doppelquerlenkern mit Schraubenfedern aufgehängt und die angetriebene Hinterachse an halbelliptischen Längsblattfedern, ebenfalls wie beim Vanguard. Die Vorderachse wurde später auch beim Triumph TR2 eingesetzt. Alle vier Räder waren mit hydraulisch betätigten Lockheed-Trommelbremsen (vorn Duplex) gebremst.

1950 testete das britische Magazin The Motor einen Mayflower, es wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 101 km/h ermittelt und eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 26,6 sec. Der Benzinverbrauch betrug 9,98 l / 100 km. Der Testwagen kostete £ 505 einschl. MWSt.[3] Im gleichen Jahr wurde der gleich große Morris Minor für £ 382 angeboten[4].

Der Mayflower hatte das bekannte Razor Edge-Styling seines großen Schwestermodells Renown, das das Aussehen der luxuriösen Bentley- und Rolls-Royce-Autos imitierte. Triumphs Geschäftsführer Sir John Black hoffte, dies würde besonders auf dem US-amerikanischen Markt helfen. Der Wagen war das erste Fahrzeug von Standard und Triumph mit selbsttragender Karosserie (Monocoque) aus Stahlblech. Sie wurde bei Fischer and Ludlow in Castle Bromwich bei Birmingham gebaut. Die Form hatten Leslie Moore, Chefdesigner von Mulliners in Birmingham und Triumphs Hausdesigner Walter Belgrove entworfen. Sie erwies sich als sehr diskussionswürdig und polarisierte die Meinungen. Obwohl es auch viele Bewunderer gibt, teilen viele auch die Meinung von James May, Kolumnist bei Top Gear (Motormagazin der BBC), der den Mayflower das scheußlichste Auto aller Zeiten nannte.

Außer den Limousinen entstanden ungefähr zehn Cabriolets und 150 Pickups für Australien.

Der Mayflower war ein Versuch, ein kleines Auto mit Luxusimage zu kreieren, aber er erfüllte nicht die Verkaufserwartungen. Der nächste kleine Wagen von Standard-Triumph, der Standard Eight, wurde mit sehr einfacher Ausstattung geliefert und war auf eine ganz andere Käufergruppe zugeschnitten. Seit dem Ende der Mayflower-Fertigung 1953 gab es in Großbritannien keinen kleinen Triumph mehr bis zum Erscheinen des Herald 1959, wenn auch in einigen Exportländern der Standard Eight als Triumph verkauft wurde.

Druckgussmodelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mikansue bot in den 1980er-Jahren einen Mayflower an.
  • Lansdowne stellte in den letzten Jahren ein Modell her.
  • Oxford Diecast produzierte 2008 ein Modell der Größe 00.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Triumph Mayflower – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Triumph Mayflower, The Motor (6. Dezember 1950)
  2. Culshaw, David & Horrobin, Peter: The Complete Catalogue of British Cars 1895-1975, Veloce Publishing plc., Dorchester (1997), ISBN 1-874105-93-6
  3. The Triumph Mayflower, The Motor (6. Dezember 1950)
  4. The Morris Minor tourer, The Motor (23. August 1950)