U 513

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
U 513
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ:

IX C

Feldpostnummer:

M 47994

Werft:

Deutsche Werft, Hamburg

Bauauftrag:

14. Februar 1940

Baunummer:

309

Kiellegung:

26. April 1941

Stapellauf:

29. Oktober 1941

Indienststellung:

10. Januar 1942

Kommandanten:
Einsätze:

4 Unternehmungen

Versenkungen:

6 Schiffe (29.940 BRT)

Verbleib: am 19. Juli 1943 im Süd-Atlantik südöstlich von São Francisco do Sul versenkt

U 513 war ein deutsches U-Boot vom Typ IX C, das von der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Bau und Indienststellung[Bearbeiten]

Der Bauauftrag erfolgte am 14. Februar 1940 an die Deutsche Werft in Hamburg. Die Kiellegung erfolgte am 26. April 1941, der Stapellauf am 29. Oktober 1941 und die Indienststellung unter dem Kommando von Korvettenkapitän Rolf Rüggeberg am 10. Januar 1942.[1]

Zeit als Ausbildungsboot[Bearbeiten]

Das Boot wurde nach seiner Indienststellung bis zum 31. August 1942 in der 4. U-Flottille zu Ausbildungszwecken eingesetzt. Danach diente es bis zu seiner Versenkung in der 10. U-Flottille als Frontboot. Über die gesamte Ausbildungszeit und bei den ersten drei Feindfahrten war Rolf Rüggeberg Kommandant des Bootes. Ab dem 14. Mai 1943 bis zur Versenkung des Bootes am 19. Juli 1943 war KptLt. Friedrich Guggenberger Kommandant.

Einsätze[Bearbeiten]

U 513 unternahm vier Feindfahrten, auf denen sechs Schiffe mit 29.940 BRT versenkt und zwei Schiffe mit 13.177 BRT beschädigt wurden.

Erste Unternehmung[Bearbeiten]

U 513 verließ Kiel am 7. August 1942. Auf dieser 77 Tage andauernden Feindfahrt wurden zwei Schiffe mit 12.789 BRT versenkt und ein Schiff mit 7.174 BRT beschädigt. Am 22 Oktober 1942 lief das Boot in Lorient ein.[2]

  • 5. September 1942: Versenkung des britischen Dampfers Saganaga (5.454 BRT, 30 Tote)
  • 5. September 1942: Versenkung des kanadischen Dampfers Lord Strathcona (7.335 BRT)
  • 29. September 1942: Beschädigung des britischer Dampfers Ocean Vagabond (7.174 BRT, 1 Toter, in Konvoi HX-209 fahrend)

Zweite Unternehmung[Bearbeiten]

Das Boot lief am 21. November 1942 aus Lorient aus und lief am 18. Dezember wieder dort ein. Im Verlauf dieser Unternehmung wurde kein Schiff versenkt oder beschädigt.[3]

Dritte Unternehmung[Bearbeiten]

U 513 lief am 20. Februar 1943 aus Lorient aus und lief am 14. April wieder dort ein. In dieser Zeit wurde kein Schiff versenkt oder beschädigt.[4]

  • 3. April 1943: Das Boot wurde von einer britischen Lockheed Hudson mit zwei Bomben attackiert und erlitt einen kleineren Schaden.

Vierte Unternehmung[Bearbeiten]

U 513 verließ Lorient am 18. Mai 1943. Auf dieser 63 Tage andauernden Unternehmung wurden vier Schiffe mit 17.151 BRT versenkt und ein Schiff mit 6.003 BRT beschädigt. [5]

  • 21. Juni 1943: Versenkung des schwedischen Dampfers Venezia (1.673 BRT)
  • 25. Juni 1943: Beschädigung des amerikanischen Tankers Eagle (6.003 BRT)
  • 1. Juli 1943: Versenkung des brasilianischen Dampfers Tutoya (1.125 BRT, 7 Tote)
  • 3. Juli 1943: Versenkung des amerikanischen Dampfers Elihu B. Washburne (7.176 BRT)
  • 16. Juli 1943: Versenkung des amerikanischen Dampfers Richard Caswell (7.177 BRT, 9 Tote)

Verbleib[Bearbeiten]

Am 19. Juli 1943 konnte das Boot südöstlich von São Francisco do Sul durch Funkpeilung geortet werden, da Kommandant Guggenberger einen ungewöhnlich langen Funkspruch abgesetzt hatte. U 513 wurde im aufgetauchten Zustand von einem US-amerikanischen Flugboot des Typs Martin PBM Mariner überrascht und mit Wasserbomben angegriffen. Trotz erheblicher Gegenwehr gelang es dem amerikanischen Piloten unter Flakbeschuss, U 513 zwei Treffer beizubringen, woraufhin das deutsche Boot sank. (Lage-27.283333-47.533333). Dabei kamen 46 Mann ums Leben, sieben Personen überlebten.[6] Die Überlebenden trieben einen Tag im Rettungsboot durch den Atlantik, bis sie von der USS Barnegat aufgenommen wurden. Unter den Überlebenden befand sich auch der Kommandant Friedrich Guggenberger, welcher später seine Karriere bei der Bundesmarine fortsetzte.

Im Juli 2011 wurde das Wrack von U 513 in 133 Metern Wassertiefe von Mitarbeitern der Universität von Vale do Itaja geortet.[7]

Erfolge[Bearbeiten]

Datum Name Nationalität Tonnage (BRT) Erfolg [8]
5. September 1942 Saganaga Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 5.454 versenkt (Lage47.583333-52.483333)
5. September 1942 Lord Strathcona KanadaKanada Kanada 7.720 versenkt (Lage47.583332-52.483333)
29. September 1942 Ocean Vagabond Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 7.174 beschädigt
21. Juni 1943 Venezia SchwedenSchweden Schweden 1.673 versenkt (Lage-25.833333-38.633333)
25. Juni 1943 Eagle Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 6.003 beschädigt
1. Juli 1943 Tutoya BrasilienBrasilien Brasilien 1.125 versenkt
3. Juli 1943 Elihu B. Washburne Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 7.176 versenkt (Lage-24.083333-45.383333)
16. Juli 1943 Richard Caswell Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 7.177 versenkt (Lage-28.166667-46.5)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rainer Busch, Hans-Joachim Röll, Der U-Boot-Krieg 1939 bis 1945 Band Zwei Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften Verlag E. S. Mittler & Sohn, Hamburg 1997, Seite 66
  2. Rainer Busch, Hans-Joachim Röll, Der U-Boot-Krieg 1939 bis 1945 Band Zwei Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften Verlag E. S. Mittler & Sohn, Hamburg 1997, Seite 496
  3. Rainer Busch, Hans-Joachim Röll, Der U-Boot-Krieg 1939 bis 1945 Band Zwei Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften Verlag E. S. Mittler & Sohn, Hamburg 1997, Seite 495
  4. Rainer Busch, Hans-Joachim Röll, Der U-Boot-Krieg 1939 bis 1945 Band Zwei Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften Verlag E. S. Mittler & Sohn, Hamburg 1997, Seite 495
  5. Rainer Busch, Hans-Joachim Röll, Der U-Boot-Krieg 1939 bis 1945 Band Zwei Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften Verlag E. S. Mittler & Sohn, Hamburg 1997, Seite 495
  6. Paul Kemp, Deutsche und österreichische U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen, Urbes Verlag, Gräfelingen 1997, Seite 137
  7. Deutsches U-Boot-Wrack vor Brasiliens Küste entdeckt. In: Spiegel Online. 16. Juli 2011, abgerufen am 6. Dezember 2014.
  8. Rainer Busch, Hans-Joachim Röll, Der U-Boot-Krieg Band Drei Deutsche U-Boot-Erfolge vom September 1939 bis Mai 1945, E.S. Mittler & Sohn, Hamburg, 2001, Seite 220
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing