Lorient
| Lorient An Oriant |
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| Region | Bretagne | |
| Département | Morbihan | |
| Arrondissement | Lorient (Unterpräfektur) | |
| Kanton | Lorient-1 (Hauptort) Lorient-2 (Hauptort) |
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| Gemeindeverband | Lorient Agglomération | |
| Koordinaten | 47° 45′ N, 3° 22′ W | |
| Höhe | 0–46 m | |
| Fläche | 17,48 km² | |
| Einwohner | 57.662 (1. Januar 2014) | |
| Bevölkerungsdichte | 3.299 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 56100 | |
| INSEE-Code | 56121 | |
| Website | http://www.lorient.fr/ | |
Port de Plaisance von Lorient |
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Lorient (bretonisch: An Oriant) ist eine französische Stadt und Gemeinde mit 57.662 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Morbihan in der Region Bretagne. Sie liegt am Ufer des Flusses Blavet an der Einmündung des Nebenflusses Scorff in einer Höhenlage von 15 Metern.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Name Lorient stammt von L’Orient (der Orient), da hier früher der Heimathafen der französischen Ostindien-Kompanie war. Von Beginn an bildete der Hafen den Mittelpunkt eines ausgedehnten Handelsgeflechts, das die Geschäfte zahlreicher Händler, Kaufleute und Produzenten in ganz Europa miteinander verband. Hier legten die Schiffe ab in Richtung der Maskarenen, Indien oder China, um aus dem Orient mit den begehrten Gütern Seide, Gold und Gewürze zurückzukehren.
1770 wurde der Hafen mit all seinen Einrichtungen vom Staat übernommen. Unter Napoleon wurde er dann zum Kriegshafen. Die Straßenbahn Lorient fuhr von 1901 bis 1944. Im Zweiten Weltkrieg – am 25. Juni 1940 – besetzte die deutsche Wehrmacht den Hafen und unterhielt ein Marinelazarett. Wie kaum eine andere hatte die Hafenstadt unter dem Zweiten Weltkrieg zu leiden: Da die alliierten Luftangriffe den U-Boot-Bunker nicht zerstören konnten, wurden die Versorgungslinien zum U-Boot-Stützpunkt bombardiert, so dass 1943 fast die ganze Stadt zerstört wurde. Die U-Boot-Bunker blieben zwar intakt, waren jedoch ohne Nachschub kaum mehr zu nutzen. Nach der Invasion in der Normandie (Operation Overlord) im Sommer 1944 wurde die Stadt in der Schlacht um die Bretagne von amerikanischen Streitkräften belagert. Die Deutschen konnten die Atlantikfestung jedoch noch bis zum 10. Mai 1945 halten.
Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkte die Identität einer ville nouvelle, einer „neuen Stadt“. Bis dahin waren noch einige Überreste von Jugendstil und Architektur der 1930er Jahre erhalten geblieben. Mit seinem durch und durch modernen Charakter fällt Lorient aus der Reihe der üblichen bretonischen Typisierung heraus.
Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Lorient ist heute neben Boulogne-sur-Mer der größte Fischereihafen Frankreichs. Etwa zwölf Kilometer westlich liegt der Flughafen Lorient. Die Stadt ist über die Bahnstrecke Savenay–Landerneau an das TGV-Netz angebunden.
Kultur und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Anfang August findet hier jedes Jahr für zwei Wochen das Festival interceltique de Lorient statt. Hierzu strömt ein Vielfaches der Einwohnerzahl an Menschen in die Stadt. Regelmäßig werden auch CDs und DVDs mit Auszügen aus den Live-Konzerten herausgegeben.
In Lorient gibt es eine Universität, die Université Bretagne Sud
Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der bekannteste Sportverein der Stadt ist der Football Club Lorient-Bretagne Sud (FC Lorient). Erst spät in seiner Geschichte war der Verein im professionellen Bereich (1967–1977 und wieder seit 1995) vertreten. Er spielt seit der Saison 2006/07 in der Ligue 1.
Bei der Hochseeregatta Volvo Ocean Race 2011–2012 und 2014–15 war Lorient Etappenziel und Gastgeber eines In-Port-Race.[1]
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Frédéric Adam (* 1973), Fußballspieler
- Eugène Anthiome (1836–1916), Komponist
- Jean Raymond Bourke (1772–1847), General der Infanterie
- Auguste Brizeux (1803–1858), Schriftsteller
- Delphine Coulin (* 1972), Autorin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin
- Pierre Fatou (1878–1929), Mathematiker
- Ernest Hello, (1828-1885), Schriftsteller und Philosoph.
- Viktor Lazlo (* 1960), Pop-Sängerin
- Ronan Le Crom (* 1984), Fußballspieler
- Victor Massé (1822–1884), Komponist
- Jérémy Morel (* 1984), Fußballspieler
- Émile de Najac (1828–1889), Librettist
- Béatrice Patrie (* 1957), Politikerin und Richterin
Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Wirral | Vereinigtes Königreich | seit 1957 (bis 1975 als dann eingemeindetes Bebington) |
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| Ludwigshafen am Rhein | Deutschland | seit 1963 | |
| Galway | Irland | seit 1974 | |
| Ventspils | Lettland | seit 1974 | |
| Vigo | Spanien | seit 1983 | |
| České Budějovice | Tschechien | seit 1997 |
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Homepage von Lorient (franz. u. teilw. engl.)
- Homepage des Festival Interceltique (franz. u. teilw. engl.)
- Lorient Agglomération
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ About Lorient (englisch) auf www.volvooceanrace.com, abgerufen am 25. Juni 2015
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