Udo Schöbel

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Udo Schöbel kurz vor seinem Auftritt in der radioeins Radioshow im Jahre 2013

Udo Schöbel (* 1961 in Stuttgart) ist ein deutscher Musiker, Songwriter, Musikproduzent und Cartoonist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Udo Schöbel mit dem Minibeatclub bei einem Auftritt in der ATM Gallery in Berlin am 6. Juni 2014

Musikalisch sozialisiert zwischen Punk und Reggae, begann Schöbel früh eigene Songs zu schreiben. Mit ekstatischen Bühnenshows gelangte er Mitte der 1980er Jahre in Stuttgart zu lokalem Ruhm. Seitdem gründete er verschiedene Bands, arbeitet noch heute mit nationalen und internationalen Künstlern zusammen, macht Filmmusik für Erwachsene und Kinder und arbeitet außerdem als Cartoonist. Seit 2002 lebt er mit seiner Frau in Berlin und betreibt dort neben Aktivitäten in Projekten die Wiege des guten Geschmacks, einen Galerie- und Veranstaltungsraum in Berlin-Kreuzberg.

Seine ersten Bands, damals noch ansässig in Stuttgart, hießen Karl Anton and the Heartbreakers (punkiger Rock ’n’ Roll), The Cleanin Woman (60ties-Girlgroup, Beat) und The Hipshots (Soul). Von Karl Anton and the Heartbreakers übrig geblieben ist die Kunstfigur Karl Anton, genannt „der welterste Cartoon-Popstar“. Über diese virtuelle Figur richtete sich Udo Schöbel Anfang der 1990er Jahre im damals noch als Neuland zu bezeichnenden Internet an seine Fans.

Mit der Band Cleanin Woman schrieb er den Titelsong zum Film Riff (Regie: Rolf Wolkenstein), der 1986 bundesweit im ZDF Kleines Fernsehspiel ausgestrahlt wurde. Mit den Hipshots trat Udo Schöbel am 27. Juli 1986 als Supportband von Rod Stewart im Fußballstadion von Marbella auf. 1986 gründete er mit G.A.W. die Homeboys, die sich nach dem Einstieg von Elin Doka, als drittes Bandmitglied, in Sexangels umtauften. Anfang der 90er Jahre erfolgten die ersten Plattenveröffentlichungen beider Bands. Parallel tourte Udo Schöbel in diesen Jahren mit der Comedygruppe Shy Guys (1988–1996), mit denen er bis zu 150 Auftritte jährlich im In- und Ausland absolvierte.

Im Jahr 2000, nach seinem Umzug nach Berlin, gründete er zusammen mit Marcus Vetter die Elektro-Pop-Band VetterSchöbel. 2002 wurde aus VetterSchöbel das Pop-Trio Minibeatclub. Die Mitglieder sind heute Lea Büser, Udo Schöbel und Peter Wehrmann, der 2008 Marcus Vetter als Bandmitglied ablöste. Den Musikstil der Band nennt Udo Schöbel Minibeat und bezeichnet damit einen Sound, der auf einer freiwillig reduzierten Bandbesetzung (Human Beatbox, Gitarre und Gesang) basiert. So entsteht der typische Stil der Band zwischen Elektro-Chanson und Casio-Punk.

1997 schrieb und produzierte er mit Thomas D. den Song Frisör für dessen Soloalbum SOLO. Das Album SOLO von Thomas D. erreichte 1998 Platz 40 in den deutschen Charts. Frisör wurde als Single veröffentlicht und kam im selben Jahr unter die Top 100 der deutschen Single Charts. 1998 begleitete Udo Schöbel das Comedyduo Badesalz mit seinem Bandprojekt Gummisoul auf ihrer Open-Air-Tour. 1999 produzierte Ralf Goldkind (Produzent von Lucilectric) den ersten Minibeat-Song Klebstoff. 2001 komponierte Udo Schöbel den von Dirk Bach gesungenen Hit Wir sind die Maus zum 30. Geburtstag der Sendung mit der Maus. 2001 erschien das erste Minibeatclub-Album: Erste Hilfe. Im Jahre 2003 wurde der Minibeatclub die offizielle Showband der Die Kurt Krömer Show. Die DVD The best of die Kurt Krömer Show mit einem Minibeatclub-Feature erschien 2005 und erreichte Goldstatus (40.000 verkaufte Exemplare). Ein Jahr später veröffentlichte der Minibeatclub die von Moses Schneider (Produzent von Beatsteaks und Tocotronic) produzierte CD Einfach gut.

Nach zahlreichen Kompositionen, unter anderem für die Sendung mit der Maus, komponierte und produzierte er 2010 die Kikaninchen-CD Dibedibedab! Die zweite Kikaninchen-CD Wir tanzen, spielen, singen Lieder folgte 2012, die dritte Kikaninchen-CD mit dem Titel Die Welt ist bunt sowie das Hörspiel Mein Geschichtenkissen im Jahr 2015. Der Song Dibedibedab ist heute mit über 23 Millionen Klicks bei Youtube einer der größten aktuellen Hits für Kinder. Die Kikaninchen DVD Wir spielen jeden Tag ist bei dem Bundesverband der Musikindustrie anhand der Verkaufszahlen mit Platin und die zweite DVD Ich mache gerne quatsch mit Gold ausgezeichnet worden. Im Mai 2014 erschien Udo Schöbels neuestes Musikalbum für Kinder, die Wackeldackel Hitparade. Hierfür schuf er die Figur Körperklaus als Hauptfigur und Protagonist. Neben der Komposition der Lieder und der musikalischen Umsetzung stammt hier auch das gesamte visuelle Erscheinungsbild aus Schöbels Feder.

TV-Start der Körperklaus-Mini-Serie in der vom WDR für den KIKA produzierten Sendung mit dem Elefanten ist am 13. Juli 2016. Die ersten fünf Filme für die Magazin-Sendung (zu Songs der Körperklaus-CD Wackeldackel Hitparade) sind Der Schuhplattlertanz, Milkshake, Manekineko, Körperklauslied und Ich bin einfach gut.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendung mit der Maus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendung mit der Maus „Lachgeschichten“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: 10 kleine Saftorangen
  • 1998: Hungriges Brötchen
  • 1998: Selma, das Schaf
  • 1999: Im Badezimmer
  • 2000: Im Sandkasten
  • 2001: In der Kommode
  • 2002: Der Fadenmann (auf dem Nähtisch)
  • 2003: Der Käferjunge
  • 2005: Bohnentwist
  • 2009: GemüseTango
  • 2010: Kritze Kratze
  • 2013: Peter Claus
  • 2013: Gute Nacht Carola
  • 2016: Er kam mit der Couch

Sendung mit der Maus „Sachgeschichten“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Badewanne
  • 2001: Geheimsprachen
  • 2005: Puppendoktor

Sendung mit dem Elefanten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Körperklaus "Schuhplattlertanz"
  • 2016: Körperklaus "Milkshake"
  • 2016: Körperklaus "Manekineko"
  • 2016: Körperklaus "Einfach Gut"
  • 2016: Körperklaus "Körperklaus"

Animationsfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Mr. Chocolate meets Mrs. Milk
  • 1995: Yankale
  • 1999: Karl-Anton (Mini-Serie)
  • 2000: Big Cat, Little cat
  • 2004: Die kleine Monsterin
  • 2008: Ted Sieger’s Molly Monster

Realfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Der letzte Sommer
  • 1998: Hilda Humphrey
  • 2000: Lost Killers
  • 2007: Die Aufschneider

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]