Ulrich Grasnick

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Ulrich Grasnick (* 4. Juni 1938 in Pirna) ist ein deutscher Lyriker. Er lebt in Berlin und repräsentiert mit seinen lyrischen Texten gleichwohl deutsche Literaturgeschichte. Ulrich Grasnick ist Mitglied im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS). Er lebt in Berlin und repräsentiert mit seinen lyrischen Texten gleichwohl deutsche Literaturgeschichte. Ulrich Grasnick leitet seit 1977 verschiedene Lyrikzirkel u.a. das Köpenicker Lyrikseminar/Lesebühne der Kulturen Adlershof. Er lobt für 2017 erstmals einen Lyrikpreis aus, der von ihm gestiftet wird.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Grasnick, Sohn des Pharmazierates B. Erich Grasnick und der Thekla Grasnick, geb. Girard, studierte von 1959 bis 1963 Gesang an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden. Von 1966 bis 1973 gehörte er zum Ensemble der Komischen Oper Berlin unter Walter Felsenstein.

Ulrich Grasnick ist Mitglied der Gewerkschaft seit 1956. Er wurde von Anna Seghers 1976 als Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR[1] bestätigt. Von 1981 bis 1990 war er Mitglied der National-Demokratischen Partei Deutschlands (NDPD).

Er war bis zu ihrem Tod im Mai 2009 mit Charlotte Grasnick verheiratet und ist Vater von zwei Söhnen.

Grasnick wurde mit der goldenen Medaille des Peruanischen Schriftstellerverbandes „Haus des Peruanischen Dichters“ (Lima) ausgezeichnet und erhielt die Ehrenmitgliedschaft. Mehrfache Zusammenarbeit mit Günter Schwarze bei musikalischen Aufführungen, für die er die Texte beisteuerte. Seit 1975 leitete er gemeinsam mit seiner Frau das „Köpenicker Lyrikseminar.“ Dazu gehört die Lesebühne der Kulturen Adlershof.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1968 erschienen erstmals Ulrich Grasnicks Gedichte in der Zeitschrift „Neue Deutsche Literatur“. Bis 1990 veröffentlichte er seine Bücher im Verlag der Nation; die ersten beiden Veröffentlichungen waren „Der vieltürige Tag“ (1973) und „Ankunft der Zugvögel“ (1976). Hervorzuheben sind jene Lyrikbände, in denen seine besonders enge Beziehung zur bildenden Kunst erkennbar ist: „Liebespaar über der Stadt“ (1979) und „Hungrig von Träumen“(1990) – beide mit Gedichten zu Bildern von Marc Chagall - sowie „Das entfesselte Auge. Hommage à Picasso“ (1988) oder „Pastorale“-  Gedichte zu Gemälden und Holzschnitten von Karl Schmidt-Rottluff, „Fels ohne Eile“ mit Gedichte zu Bildern von Stefan Friedemann (2003).

Für Ulrich Grasnick war die Begegnung mit Marc Chagall in St. Paul de Vence im Jahr 1977 prägend für weitere Inspiration durch Berührungen der zwei Kunstgattungen Malerei und Poesie. Die persönliche Widmung Chagalls an den Autor von „Liebespaar über der Stadt“ (1979) bekräftigt als äußeres Zeichen die innige Beziehung zwischen Maler und Dichter. Gedichte von Ulrich Grasnick finden wiederholt musikalische Umsetzung in Vertonungen von Günter Schwarze.

  • Mitautor: Seltenes spüren. Edition Zeitsprung, Berlin 2014, ISBN 978-3-7386-0056-8.
  • Im Klang einer Geige geborgen ein Traum. Gedichte. Aschersleben 2006.
  • Fels ohne Eile. Gedichte, 2003.
  • Hungrig von Träumen. Gedichte. Verlag der Nation, Berlin 1990.
  • Das entfesselte Auge. Hommage à Picasso. Gedichte. Verlag der Nation, Berlin 1988.
  • mit Charlotte Grasnick: Flugfeld für Träume. Gedichte. Verlag der Nation, Berlin 1984.
  • Liebespaar über der Stadt / Gedichte zu Bildern von Marc Chagall. Verlag der Nation, Berlin 1979.
  • Pastorale. Gedichte zu Gemälden und Holzschnitten von Karl Schmidt-Rottluff. Verlag der Nation, Berlin 1978.
  • Ankunft der Zugvögel. Gedichte. Verlag der Nation, Berlin 1976.
  • Der vieltürige Tag. Gedichte. Verlag der Nation, Berlin 1973.

Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwei Ufer hat der Strom. Deutsch-polnische Beziehungen im Spiegel deutschsprachiger Dichtung aus 150 Jahren. Verlag der Nation, Berlin 1988 (Herausgeber U.G.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lyrik von Parteifreund Ulrich Grasnick. In der National-Zeitung vom 21. Mai 1983.