Ulrike Lorenz

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Ulrike Lorenz (* 1963 als Ulrike Rüdiger in Gera) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Museumsdirektorin. Seit 2009 leitet sie die Kunsthalle Mannheim. Davor war sie Direktorin der Kunstsammlung Gera und des Kunstforums Ostdeutsche Galerie in Regensburg. Am 6. November 2018 wurde Ulrike Lorenz in der Nachfolge von Hellmut Seemann zur Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar gewählt. Sie wird dieses Amt ab August 2019 übernehmen.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgewachsen in einer Goldschmiedefamilie in der DDR, studierte Ulrike Lorenz von 1983 bis 1988 Kunstwissenschaft und Archäologie an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Sie schloss ihr Diplom mit Auszeichnung ab. 2000 promovierte sie an der Bauhaus-Universität Weimar über den deutsch-norwegischen Avantgarde-Architekten Thilo Schoder.[2]

1989 wurde sie mit der Konzeption des neuen Museums Otto-Dix-Haus in Gera beauftragt. Ein halbes Jahr nach dessen Eröffnung übernahm sie die Leitung der Kunstsammlung Gera.[3] Neben der Aufarbeitung der Geraer und Thüringer Kunst- und Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts[4] etablierte Lorenz die Kunstsammlung Gera als Zentrum der Otto-Dix-Forschung[5] und baute eine der größten Dix-Sammlungen in öffentlicher Hand auf.[6] 2003 übernahm sie zudem die Leitung des Stadtmuseums Gera, für das sie eine Generalsanierung und die erste Neukonzeption der Dauerausstellung nach dem Ende der DDR verantwortete.

Von 2004 bis 2008 war Lorenz Direktorin am Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg,[7] seit 2007 auch Vorstandsvorsitzende der gleichnamigen Stiftung, getragen von Bund, Freistaat Bayern und Stadt Regensburg. Für die Neukonzeption vom Kunstforum erhielt sie 2008 den Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München.

Seit Januar 2009 ist Ulrike Lorenz Direktorin der Kunsthalle Mannheim,[8] eine der ersten Bürgersammlungen der Moderne weltweit.

Von 2007 bis 2009 war sie Jurymitglied der Kulturstiftung des Bundes, von 2010 bis 2018 Vorstandsmitglied des Deutschen Museumsbunds. Im Mai 2014 wurde sie zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin gewählt.[9]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien

Herausgeberschaften

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulrike Lorenz wird Chefin der Klassik Stiftung Weimar. (tagesspiegel.de [abgerufen am 6. November 2018]).
  2. Ulrike Lorenz: Thilo Schoder. Ein Architekt im Spannungsfeld der Moderne. Leben und Werk in Deutschland (1888–1936). Glaux, Jena 2001, ISBN 3-931743-40-3
  3. Jens-Uwe Sommerschuh: Sie wohnt im Geburtshaus des Künstlers – in: art. Das Kunstmagazin, Nr. 5, Mai 1997, S. 44.
  4. Ulrike Rüdiger (Lorenz): Götzendämmerung am Gauforum – in: Weimar Kultur Journal, Jg. 8, Nr. 7/1999, S. 12–14.
  5. Jürgen Hohmeyer, Hinan ins brausende Leben – in: DER SPIEGEL 46/2000, S. 276.
  6. Andreas Hergeth: Die einzige Chance ist, Profil zu zeigen, in: HANDELSBLATT 21./22.9.2001, Nr. 183, S. 50; Susanne Altmann: Otto Dix in Gera und andere Glücksfälle, in: art spezial. Kunst & Karriere, 2002, S. 16.
  7. Annika Wind: Aufbruch vor bunten Wänden, in: Mannheimer Morgen, 21.10.2008.
  8. Konstanze Crüwell: Hochform in Mannheim – in: FAZ, 10.11.2008; art 10/2010, S. 57.
  9. Biografie aus: Website der Akademie der Künste Berlin