John-Naisbitt-Universität

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Универзитет Џон Незбит
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Gründung 1989
Trägerschaft privat
Ort Belgrad, Serbien
Studenten ca. 25.000
Website www.nezbit.edu.rs
Uni-Hauptgebäude in Neu-Belgrad

Die John-Naisbitt-Universität (serbisch: Универзитет Џон Незбит), bis 2015 Univerzitet Megatrend, ist eine private Universität in Belgrad, Serbien. Mit circa. 25.000 Studenten ist sie heute die größte private Universität Serbiens und eine der größten Südosteuropas. Sie wurde 1989 gegründet und gliedert sich derzeit in 19 Fakultäten und Hochschulen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der John-Naisbitt-Universität beginnt mit der Business School von 1989, von der aus dann die übrigen Institutionen der heutigen Universität gegründet wurden. 1991 startete die Universität gemeinsam mit der Technischen Fakultät in Bor ein Projekt für Managementstudien. Dieses Projekt, welches das erste dieses Typs im Südosteuropa war, wurde vom europäischen TEMPUS Programm finanziell unterstützt und war spezifisch für die Entwicklung von betriebswirtschaftlichen Studiengängen beabsichtigt. Der Erfolg bewirkte eine Erweiterung des Bildungsangebotes der Universität, da im früheren Bildungssystem Jugoslawiens Institutionen fehlten, die diese Art von Studiengängen zur Verfügung stellen konnten. Ebenfalls die erste in Südosteuropa war die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft.

1997 wurde eine Zusammenarbeit mit dem Grenoble École de Management in Frankreich begründet, die den Austausch von Studenten beider Universitäten erlaubte sowie die Fortsetzung des Studiums in der jeweiligen Universität.

Ähnliche Hochschulpartnerschaften bestehen mit Universitäten und Hochschulen in Deutschland, Großbritannien, Italien, Russland, der Ukraine und China.

Skandale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2014 wurde die Ordnungsmäßigkeit des Promotionsverfahrens des serbischen Politikers Nebojša Stefanović angezweifelt, wobei Serbiens Premier Aleksandar Vučić demonstrativ seinen Innenminister vor den Kritikern in Schutz nahm. Dabei stellte sich heraus, dass der Doktorvater und Besitzer der Hochschule Mića Jovanović seinen eigenen Doktortitel, den er angeblich an der London School of Economics erworben hatte, erlogen hat. Jovanović musste am 14. Juni 2014 als Rektor der Hochschule zurücktreten.[1] In der Folge änderte die Universität im Jahr 2015 ihren Namen.

Fakultäten und Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schule für Landwirtschaft
  • Fakultät für Businesstudien
  • Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
  • Schule für Business
  • Fakultät für Kultur und Medien
  • Fakultät für Kunst und Design
  • Fakultät für Staatliche Administration
  • Institut für Neue Technologien
  • Virtuelle Universität
  • Basketballakademie „Borislav Stanković“
  • Schule für Informatik
  • Institut für Management „Bozinoff“
  • Fakultät für Businessstudien
  • Fakultät für Ökologische Landwirtschaft
  • Fakultät für Management
  • Schule für Management
  • Schule für Landwirtschaft
  • Fakultät für Management
  • Schule für Management

Ehrendoktorate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität hat bislang acht Mal die Ehrendoktorwürde verliehen. Unter den Ausgezeichneten befinden sich auch der verstorbene libysche Diktator Muammar al-Gaddafi[2] und der Bestseller-Autor John Naisbitt[3].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Florian Hassel: Turbo-Doktor. Plagiatsaffäre in Serbien, in:Süddeutsche Zeitung, 16. Juni 2014, S. 7
  2. MUAMMAR AL - QATHAFI - The leader of the great First September Revolution by Socialist People's Libyan Arab Jamahiriya and the leader of Libya from 1969 to 2011.
  3. Honorary doctor for JOHN NAISBITT.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]