Finning

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Finning
Finning
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Finning hervorgehoben
Koordinaten: 48° 1′ N, 11° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Verwaltungs­gemeinschaft: Windach
Höhe: 609 m ü. NHN
Fläche: 23,33 km2
Einwohner: 1823 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86923
Vorwahl: 08806
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 120
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Findingstr. 4
86923 Finning
Webpräsenz: www.finning.de
Bürgermeister: Siegfried Weißenbach
Lage der Gemeinde Finning im Landkreis Landsberg am Lech
AmmerseeLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis OstallgäuLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis StarnbergLandkreis FürstenfeldbruckWindachWeil (Oberbayern)Utting am AmmerseeUnterdießenThainingPürgenSchwiftingSchondorf am AmmerseeScheuringRott (Landkreis Landsberg)ReichlingPrittrichingVilgertshofenPenzing (Bayern)ObermeitingenLandsberg am LechKinsauKauferingIglingHurlachHofstetten (Oberbayern)GreifenbergGeltendorfFuchstalFinningEresingEgling an der PaarEching am AmmerseeDießen am AmmerseeDenklingenApfeldorfKarte
Über dieses Bild
Unterfinning
Obergasse in Unterfinning

Finning ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Windach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finning liegt in der Region München, nördlich des Windachspeichers und vier Kilometer vom Ammersee entfernt.

Es existieren folgende Gemarkungen: Entraching, Oberfinning, Unterfinning.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Finning auf eine reiche und bewegte Geschichte zurückblicken kann – die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 818 – gibt es Finning in der heutigen Form erst seit der Gemeindegebietsreform 1971. Am 1. Oktober 1971 schlossen sich Ober- und Unterfinning sowie Entraching zur heutigen Gemeinde Finning zusammen.[2] Finning gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Landsberg des Kurfürstentums Bayern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1033 Einwohner, davon in Entraching 183, in Oberfinning 470 und in Unterfinning 380
  • 1970: 1060 Einwohner, davon in Entraching 151, in Oberfinning 528 und in Unterfinning 381
  • 1987: 1191 Einwohner
  • 1991: 1337 Einwohner
  • 1995: 1476 Einwohner
  • 2000: 1607 Einwohner
  • 2005: 1676 Einwohner
  • 2010: 1670 Einwohner
  • 2015: 1811 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Siegfried Weißenbach. Er konnte sich bei den Wahlen im Jahr 2014 mit 57 % gegenüber Roland Brenner mit 42 % durchsetzen.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat
Jahr UF DGOF WGE gesamt Wahlbeteiligung in %
2008 5 4 3 12 72,9
2002 5 4 3 12 78,4

Kommunalwahl 2014: [3]

  • Dorfgemeinschaft Oberfinning: 34,14 %
  • Ortsteil Unterfinning: 33,69 %
  • Wahlgemeinschaft Entraching: 32,17 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Schwarz ein silberner Wellenschrägbalken, belegt mit einem schräg gestellten blauen Schwert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz in Oberfinning
  • Katholische Pfarrkirche zur Schmerzhaften Muttergottes in Unterfinning
  • Katholische Pfarrkirche St. Jakobus in Entraching
  • Pfarrhaus in Entraching

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TSV Finning ist der Sportverein der Gemeinde. Seit 2008 gibt es eine Damen-Fußballmannschaft.

Des Weiteren gibt es in Finning: Badminton, Tennis, Tischtennis, Stockschießen, Turnen, Skigymnastik und eine Theatergruppe. Der Eishockeysport wird in Finning durch den EHC Finning e. V. vertreten. Während der Wintersaison ist die Mannschaft in der Landsberger Hobbyrunde aktiv.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im produzierenden Gewerbe 59 und im Bereich Handel und Verkehr 15 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 48 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 461. Im verarbeitenden Gewerbe gab es fünf Betriebe, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 42 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1188 ha, davon waren 389 ha Ackerfläche und 798 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste Bahnhof ist Utting an der Ammerseebahn (Augsburg–)MeringWeilheim, etwa sechs Kilometer östlich von Finning gelegen. Die Bundesautobahn A 96 zwischen Lindau und München ist in 4,5 km nördlich von Finning zu erreichen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 93 Kindergartenplätze mit 101 Kindern (katholischer und Waldorf)
  • Volksschulen: eine Grundschule mit den Klassen 1 bis 4, im Schuljahr 2007/2008 80 Schüler.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rainer Beck: Unterfinning. Ländliche Welt vor Anbruch der Moderne. C. H. Beck Verlag, München 1993, ISBN 3-406-37756-4. (ausführliche mikrohistorische Studie über die ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse im heutigen Ortsteil Unterfinning im Jahre 1721)

Kurioses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2012 forderte die Tierschutzorganisation Peta, dass sich Finning umbenennen solle.[4] Der Ausdruck Finning bezeichne eine grausame Methode der Haifischjagd. Die Organisation schlug vor, den Ortsnamen in „StopFinning“ umzubenennen. Gegen den Vorschlag regte sich umgehend Widerstand.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Finning – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 601.
  3. http://www.finning.de/Gemeinderatswahl-2014-Ergebnis-in-Finning.o3313.html
  4. Appell der Tierschützer: Finning soll sich umbenennen